Adé Vortragsstress – Willkommen Redespaß!

 

Jeder kennt diese unwillkommenen Gefühle vor Vorträgen und Präsentationen: Nervosität, Angst und Panik. Sie sind keine Seltenheit, denn Redeangst ist weit verbreitet. Das Phänomen in diesem Zusammenhang: Die Betroffenen fokussieren sich in diesem Kontext auf das, was offensichtlich nicht zu funktionieren scheint. Sie konzentrieren sich auf das Problem anstatt auf die Suche nach der Lösung. Um der Lösung auf die Spur zu kommen stelle ich meinen Klienten, die Angst vor Vorträgen haben folgende Fragen:
“Woran erkennst du, dass es Zeit wird, vor deiner Präsentation Angst zu bekommen?“
Die Antwort lautet meistens: „Naja, ich habe einfach nur Angst, mich zu präsentieren.“
Da die panische Angst vor Vorträgen sich also anscheinend ausschließlich dann einstellt, sobald Zuhörer anwesend sind, bedeutet dies, dass nicht Angst vor dem Vortrag, sondern vor den Menschen besteht, die zuhören.
Ich frage Sie dann: „Was genau müsste anders sein, damit du Spaß dabei haben könntest?“
Diese Frage haben meine Klienten bislang nicht beantworten können. Doch genau diese ist die wesentliche Frage.

Wie also die Angst zur Freude machen, die Nervosität zur Gelassenheit?
Wo entstehen Nervosität vor einer Präsentation oder panische Angst vor einem Vortrag?
Was genau müsste anders sein, damit jemand Spaß bei Präsentationen hat?

In meiner Arbeit interessiert mich der unbewusst ablaufende Prozess, denn bewusst haben meine Klienten bereits alles Mögliche ausprobiert, ihre Redeangst zu überwinden – meistens ohne Erfolg.
Das ist nicht überraschend, da das menschliche Empfinden zu über neunzig Prozent durch unbewusste Prozesse erzeugt wird. Daher suche ich nach einer Lösung für die Schwierigkeiten meiner Klienten, indem ich meine Aufmerksamkeit gezielt auf das „Wie“ und nicht so sehr auf das „Was“ richte.
Ich frage meine Klienten: „Wie genau machst du es, die Angst vor dem Vortrag zu erzeugen?“
Meine Klienten antworten dann oftmals: „Ich werde nervös vor dem Vortrag, wenn ich mir vorstelle, dass mich viele Leute anstarren.“
Einen Vortrag vor einer großen Gruppe von Menschen zu halten, die einen anstarren, kann durchaus nervös machen. Aber tatsächlich wird mein Klient lediglich in seiner Vorstellung von den Menschen angestarrt. Es ist also seine Konstruktion der Vortragsveranstaltung, nicht die Vortragsveranstaltung selbst.
Es gibt durchaus Menschen, die nicht nervös werden, wenn Sie von anderen Menschen Aufmerksamkeit erhalten. Zum Beispiel Politiker. Sie gehören zu den Menschen, die über die Dinge reden und reden und reden, sie genießen es regelrecht, im Mittelpunkt zu stehen. Von Nervosität oder gar panischer Angst vor dem Vortrag keine Spur.

Und wieder sind wir bei den entscheidenden Fragen angelangt:
„Was müsste anders sein, damit jemand Spaß bei Vorträgen und Präsentationen haben kann?“

„Was machen Menschen, die vor ihrem Vortrag oder ihrer Präsentation keine Angst haben anders?“
Sie verfügen über eine funktionierende (unbewusste) Strategie und über eine starke Ressource.

Stellen Sie sich vor, Sie würden Ihren Vortrag halten oder Ihre Präsentation durchführen, ohne Lampenfieber oder Nervosität. Sie hätten den gleichen Spaß am Reden wie ein Politiker.
Statt panischer Angst würden Sie Gelassenheit, ja sogar Freude dabei empfinden?

Sie haben es in der Hand, ändern Sie Ihre Sichtweise. Lenken Sie Ihr Augenmerk weg von der Angst und Nervosität und hin zur Freude und Gelassenheit, weg vom Problem und hin zur Lösung.

Adé Vortragsstress – Willkommen Redespaß!

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