Frei sprechen – zeigen Sie den Zuhörern Ihre Emotionen

Frei sprechen

Sie hatten eine Idee. Einen, wie sie finden, bahnbrechenden Verbesserungsvorschlag mit viel Potenzial für Ihre Abteilung, aber auch mit positiven Auswirkungen auf die gesamte Firma. Jetzt müssen Sie sie nur noch an den Mann bringen, genau genommen an die Mitarbeiter. Der Vorstandsetage haben Sie Ihre Pläne, Statistiken und Fakten schon ins Intranet der Firma gestellt und eine Vorstandssitzung zu den Zahlen, Daten und Fakten ist erfolgreich verlaufen, das OK der Chefs ist Ihnen sicher.

Als Initiator und dementsprechender Kenner des Projekts sollen Sie es demnächst nun auf einer Mitarbeiterversammlung präsentieren, um die Kooperationsbereitschaft der Mitarbeiter zu gewinnen.

Die Frage ist nur: Wie?

Wie gelingt es Ihnen am besten, diese zu erhalten?
Wie gewinnen Sie die Kollegen für sich und Ihre Idee?

Die Belegschaft ist nicht interessiert an Tabellen und Statistiken, Berechnungen und Prognosen. Ihre Kollegen werden erfüllt sein von Emotionen:

Vielleicht findet sich bei dem Einen oder Anderen sogar ein wenig Freude darüber, dass sich etwas bewegt oder zumindest Neugier auf das Neue, das angestoßen wird.

Es wird aber mit Sicherheit Skepsis, dem Ungewohnten gegenüber und, schlimmstenfalls, Ängste vor der Veränderung geben.

Frei sprechen und Emotionen transportieren

Diese Emotionen heißt es nun, aufzufangen und Ihre eigenen Gefühle der Begeisterung für den Fortschritt, der Spannung bei dem Gedanken an die Veränderung, des Enthusiasmus bei der Umsetzung und der Vorfreude auf das Ergebnis zu vermitteln.

Da hilft es nur, die Unterlagen mit den nüchternen Fakten beiseitezulegen, und frei vor Ihren Kollegen zu sprechen, um all diese Emotionen zu transportieren.

„Frei sprechen“ war allerdings noch nie Ihr Ding. „Frei sprechen“ haben Sie nicht gelernt. „Frei sprechen“ ist ungewohnt und schwierig.

Aber Sie können es lernen, Ihre Emotionen, Ihre Begeisterung, Ihre Kraft und Ihr Engagement zu zeigen. Es kann sogar Spass machen, loszulassen und frei über das zu sprechen, was Ihnen am Herzen liegt.

Was bedeutet „sicher und frei sprechen“?

Die sprecherische Kompetenz, die umgangssprachlich „sicher reden“ genannt wird, ist das Zusammenspiel von Fähigkeiten eines Menschen, wie Ausdrucksfähigkeit mittels Sprache, Formulierungsvermögen, aber auch Mimik und Gestik während des Gesprächs oder des Vortrags sowie Blickkontakt und Körperhaltung…

Während Dinge wie das Formulierungsvermögen zur verbalen Ebene gehören, gilt die Körperhaltung zur nonverbalen Ebene und Informationen, die über die Stimme weitergegeben werden, sind die vokale Ebene. Der Inhalt des Gesagten variiert mit einer monotonen oder dynamischen Ausdrucksweise.

Die Gesamtheit dieses Verhaltens entstammt zumeist der Kindheit. Doch auch noch als Erwachsener kann man diese Fertigkeiten erwerben oder sie weiter perfektionieren.

Wer von sich weiß, dass er auf diesem Gebiet unter Defiziten leidet, hat häufig Sprechangst. Wie immer, wenn Menschen unbekanntes Terrain betreten, ergibt dies Unsicherheit und schließlich Angst. Deshalb kann man rednerische Fähigkeiten ausbauen, und dann im Bedarfsfall auf einen Teil dieser Fähigkeiten zurückgreifen; die Angst verschwindet oder verkleinert sich zumindest.

Das Auftreten: selbstsicher, unsicher, aggressiv?

Sprechangst oder Redeangst hat viele Synonyme: fehlender Blickkontakt, leises Sprechen, monotone Stimme, eine verkrampfte Körperhaltung; es gibt Vieles, was zeigt, dass derjenige sich unwohl fühlt. Wer unter Sprechangst leidet, greift natürlich nicht ohne Zwang in ein Gespräch ein, beginnt auch keine Unterhaltung oder kontrolliert diese.

Experten haben herausgefunden, dass die von Sprechangst Betroffenen häufig negative Äußerungen über sich machen, kaum Persönliches preisgeben, eher rhetorische Fragen stellen oder sich wiederholen. Auch stellen sie im Gespräch selten Forderungen oder widersprechen.

Neben unsicherem Verhalten kann es auch zu aggressivem Verhalten kommen. Für die Betroffenen stellt die Aggression eine Art Maske dar, hinter der sie sich verstecken können. Somit können sie ihr schüchternes Auftreten gut verbergen; sie reagieren zynisch oder geringschätzig gegenüber den Anderen. Schließlich haben sie häufig ein recht barsches Auftreten, mit dem sie den Gesprächspartner vor den Kopf stoßen. Da sie sich vor Gesprächen „drücken“, gelten sie häufig als arrogant.

Bei unsicherem Auftreten verbraucht man zwar weniger Energie, erreicht jedoch häufig nicht sein Ziel. Wird dagegen Aggression gezeigt, stößt man auf Ablehnung und Gegenwehr seiner Mitmenschen.

Selbstsicher dagegen ist ideal: sich klar und verständlich auszudrücken, Wünsche und Gefühle zu artikulieren und eine Gleichberechtigung im Gespräch zu erreichen. Dieses Verhalten ist angemessen, egal, ob privat oder im Geschäftsbereich.

Experten sprechen von vier Fertigkeiten der Selbstbehauptung, die zur Minderung der Sprechangst führen:

  • Die Fähigkeit, Forderungen zu stellen
  • Die Fähigkeit, Gespräche zu beginnen und zu beenden
  • Die Fähigkeit, klar zu verneinen
  • Die Fähigkeit, Gefühle zu äußern und auf Gegenäußerungen, wie beispielsweise Kritik, angemessen zu reagieren.

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