Redeangst bewältigen und authentisch vor der Gruppe stehen

Authentisch zu sein ist nicht nur im Berufsleben vorteilhaft, auch im privaten Bereich unterstützt es uns dabei, ein zufriedenstellendes und glückliches Leben zu führen. Wer authentisch ist, handelt nach seinen persönlichen Werten, Überzeugungen und Gefühlen. Die Voraussetzung dafür: wir müssen uns zunächst „selbst bewusst sein“. Wenn wir uns selbst bewusst sind, können wir einen Zugang zu unserer emotionalen Intelligenz finden und damit auch eine Redeangst bewältigen.

Anders ausgedrückt: Selbstbewusstsein ist aus meiner Sichtweise Voraussetzung für das Zulassen unserer emotionalen Intelligenz. Emotionale Intelligenz ist wiederum notwendig, um authentisch zu sein.

Wer davon überzeugt ist, dass er so wie er ist, gut ist, kann offen zu sich selbst sein. Wenn es auch auf den ersten Blick ganz natürlich klingt, fällt es doch vielen Menschen oftmals sehr schwer, einen Zugang zu sich selbst (zu der eigenen emotionalen Intelligenz) zu finden – eben authentisch und echt zu sein.

Aus meiner Sicht ist Authentizität ein Zustand, den wir erreichen können, wenn wir ein Gleichgewicht zwischen kognitiver und emotionaler Intelligenz finden.


Authentisch werden wir nicht im Neocortex. Vielmehr müssen wir unsere beiden Gehirne, den Neocortex mit dem limbischen Gehirn in Einklang bringen. Also das Kognitive mit dem Emotionalen verbinden – uns so verhalten, wie wir denken und es uns unsere Gefühlswelt vorgibt.

Authentisch werden wir, wenn wir unsere emotionale Intelligenz zulassen. Unterdrücken wir sie, sind wir das Gegenteil davon.

Aber: Authentisch sein ist wie der Flow beim Laufen. Du kannst ihn nicht erzwingen. Aber zulassen.


Im Laufe unserer Erziehung haben wir trainiert, uns anzupassen und unsere inneren Werte und Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Sicherheit zu verbergen. Anders ausgedrückt: Wir haben uns daran gewöhnt, unsere Grundbedürfnisse zu unterdrücken.

Kinder sind authentisch. Sie handeln von Natur aus so, wie sie sich fühlen und artikulieren ganz offen, was sie gut finden oder nicht mögen.

Können Sie das auch noch?

Sätze wie: „Sei nicht so…“ oder „Das sagt/tut man nicht.“ haben viele Menschen in ihrer Kindheit häufig gehört. Sie führen dazu, weil der Wunsch nach Akzeptanz und Zugehörigkeit zu wichtigen Bezugspersonen in uns allen innewohnt, diese Aussagen zu glauben. Auf diese Art und Weise verlernen wir, uns unserem Charakter entsprechend authentisch zu verhalten. Wir verlieren sozusagen unsere Authentizität und damit den Zugang zu unserer emotionalen Intelligenz.

Dieser Prozess ist umkehrbar. Es ist möglich unsere ursprüngliche Authentizität zurück zu erlangen, weil wir sie, sinngemäß, gar nicht verlieren können.

Das, was wir verlernen, ist, sie zu aktivieren. Anders ausgedrückt: Sie ist uns nicht mehr bewusst, weil wir gelernt haben, sie zu unterdrücken. Wir haben sie sozusagen ins Unbewusste verbannt.

Das ständige Unterdrücken unserer Werte und Überzeugungen lässt eine Mauer wachsen (wie einst in Berlin), zwischen kognitiver und emotionaler Intelligenz.

Erst nach dem Mauerfall konnte sich Berlin voll und ganz weiterentwickeln und in einem neuen Glanz erstrahlen.

Selbstbewusstsein – Kongruenz – Authentizität

Wer authentisch werden will, muss sich seine inneren Kommunikationsprozesse und Bewertungen bewusst machen (sich selbst bewusst werden).

Zuschreibungen, die wir uns aufgrund vergangener Erfahrungen selbst auferlegen oder auch von außen auferlegt bekommen, formen mit der Zeit unser Selbstbild. Ein negatives abwertendes Selbstbild verhindert nicht nur, dass wir persönlich wachsen und uns entwickeln, sondern untergräbt auch unser Selbstbewusstsein. Wir verdrängen uns quasi selbst aus unserem Bewusstsein.

Dieser Prozess scheint eine Schutzfunktion der Natur zu sein. Nach dem Motto: Wenn du dich selbst nicht magst, dann muss dir das nicht auch noch ständig (selbst) bewusst sein.

Wenn wir uns dieser Glaubenssätze bewusst werden, können wir sie auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen und in konstruktive Annahmen über uns selbst umwandeln.

Durch einen klaren Blick auf uns selbst wird es möglich, unseren eigentlichen Charakter mit all seinen Stärken und Schwächen wahrzunehmen.

In einem weiteren Schritt können wir trainieren, zu unseren Überzeugungen, Werten und unseren Gefühlen zu stehen. Im Grunde genommen trainieren wir auf diese Art und Weise den Zugang zu unserer emotionalen Intelligenz. Das geht allerdings nicht theoretisch, sondern nur praktisch.

(Die Mauer fällt und Berlin darf wieder eine authentische Stadt werden.)

Dieser Prozess (der Mauerfall) stärkt unser Selbstbewusstsein und lässt uns kongruent auftreten und kommunizieren.

Kongruenz beschreibt die Harmonie zwischen den Botschaften, die wir auf den unterschiedlichen Sinneskanälen und Kommunikationsebenen senden.

Wir kommunizieren nicht nur mit Worten, sondern auch mit unserem Körper und unserer Tonalität.

Sind wir nicht authentisch, kommen beim Empfänger unserer Kommunikation widersprüchliche Botschaften an, was dazu führen kann, dass wir im Extremfall als unehrlich oder unsympathisch wahrgenommen werden.

Schaffen wir es jedoch, kongruent und authentisch zu sein, werden andere Menschen uns möglicherweise positiver wahrnehmen.

Redeangst bewältigen  und erleben authentisch zu werden

„Authentisch sein“ können wir, genau wie Autofahren, nicht theoretisch lernen. Wir müssen es tun.

In meinem Coaching werde ich Ihnen diese Zusammenhänge und Prozesse leicht verständlich und nachvollziehbar aufzeigen. Durch zirkuläre Fragen können Sie Ihre Annahmen über sich selbst identifizieren und ihrem Wahrheitsgehalt selbst auf den Grund gehen.

Sie erleben sich dadurch ganz neu und werden beginnen, Ihren Fokus auf Ihre Stärken zu legen.

Mentale Übungen und Techniken unterstützen Sie dabei, sich selbst bewusst zu werden. So wird es Ihnen möglich, ein ganz neues Bild von sich zu bekommen.

Durch konkrete Beispiele werden sie hautnah erleben, was kongruente Kommunikation ausmacht und den Unterschied zwischen authentischem und gekünsteltem Verhalten kennenlernen.

Einfache Tools helfen Ihnen dabei, das Gelernte in den Alltag zu transferieren und auf allen Kommunikationskanälen authentische Botschaften zu senden. Stück für Stück können Sie auf diese Art und Weise Ihre Redeangst bewältigen.

Wagen Sie den Schritt und erleben Sie sich selbst – authentisch!

Weiterführende Links:

Redeangst – wenn die Aufmerksamkeit anderer Menschen zur Qual wird
Redeangst überwinden und gelassen im Mittelpunkt stehen
Coaching bei Redeangst
Redeangst Medikamente
Redeangst überwinden Buch

Authentisch werden – Denken, Fühlen und Verhalten in Einklang bringen
Authentisch sein in der Beziehung
Authentischer Mensch