Liebesbeziehung – Gebrauchsanweisung für das große, dauerhafte Glück?!

Zur Goldenen Hochzeit eine strahlende Zufriedenheit, verliebte Blicke und ein zärtliches Händchenhalten wie zu Beginn der Beziehung? Welche geheime Kommunikationsmethode steckt hinter dem großen Glück einer langjährigen Partnerschaft?

Trennung oder Scheidung nach kurzer Gemeinsamkeit? Sind diese Menschen als beziehungsunfähig zu bezeichnen?

Etliche Wissenschaftler haben sich in unzähligen Studien mit den Ursachen, Bedingungen und Umständen für eine glückliche Partnerschaft beschäftigt.

Das Resultat findet sich in sieben goldenen Regeln wieder, die Paare beachten sollten, damit ihre anfängliche Liebe über lange Zeit Bestand hat.

Sieben goldene Regeln für eine glückliche Liebesbeziehung!

1. Schiller-Weisheit

Drum prüfe, wer sich ewig bindet,

Ob sich das Herz zum Herzen findet.

Der Wahn ist kurz, die Reu‘ ist lang.

Dieses Zitat trägt viel Wahres in sich. Empirische Untersuchungen mit der Frage an einige hundert Paare, wie das Geheimnis ihres langjährigen Glücks laute, ergaben, dass man nur dann heiraten solle, wenn es sich nach der wirklich großen Liebe anfühle. Mit Zweifeln an der Ehe oder auf Grundlage praktischer (z. B. Arbeitslosigkeit eines Partners) oder finanzieller (z. B. Steuerersparnis, Kostensenkung durch gemeinsame Wohnung) Bedingungen baut man keine unbekümmerte, freudvolle Beziehung auf. Glaubt man den Statistiken, so ist in diesen Fällen eine Trennung unvermeidlich.

2. Gleiches Recht für beide!

Mit der rosaroten Brille der lustvollen, prickelnden und auf Wolken schwebenden Anfangszeit einer Liebe giert man verständlicherweise nach häufigem Zusammensein. Mit den Jahren ändern sich Bedürfnisse durch Alltagsabläufe, Pflichten und Erkenntnisse. Statt die Nächte durchzumachen sehnt man sich nach Ruhephasen mit Picknick im Grünen, statt Backpackerreisen durch Europa gönnt man sich eine Ferienwohnung in der Toskana, statt Motorrad wird das Familienauto mit viel Kofferraum zum praktischeren Verkehrsmittel. Veränderungen beziehen sich immer auf beide Partner, die ihre Wünsche erfüllt sehen möchten und Rechte einfordern. Hier setzen die Kompromisse an – ein unausweichliches Muss in jeder Partnerschaft! Denn wenn einer der Partner das Gefühl hat, dass ein unausgewogenes Verhältnis existiert und meint, dass seine Bedürfnisse nicht ernst genommen werden, dann entwickelt sich leicht eine Konfrontation in eine Sackgasse.

3. Schweigen ist Silber, Reden ist Gold!

Das Fundament einer Beziehung ist der Austausch. Ohne ehrliche Aussprache und teilhabende Kommunikation wird der Partner zum ungelernten Hellseher in Bezug auf die Gefühle und Gedanken des anderen. Eine solche Situation kann schnell zu zwei getrennten Lebensbereichen und -wegen führen anstatt auf einem gemeinsamen Pfad weiter zu wandeln. Therapeuten empfehlen eine tägliche „Redeeinheit“, d. h. dass jeder Partner 30 Minuten pro Tag über sich erzählen darf bzw. soll. Zu den Themen gehören Äußerungen zu seinen Interessen, Vorschlägen, Plänen und aktuellen Geschehnissen. Der Partner hat die Pflicht, zuzuhören und darf nicht unterbrechen. Was sich als leicht und machbar anhört, gelingt vielen Paaren allerdings nicht, weil man nicht zur Verwirklichung schreitet. Meist ist den Partnern nicht klar, dass diese Art des Dialogs sehr lohnenswert ist, sich nach gewisser Zeit als Ritual verselbstständigt und Früchte trägt, indem das Interesse für den anderen aufgefrischt wird und die Partnerschaft eine neue Bedeutung und Dimension erhält.

4. Kleine Gesten erhalten … die Liebe!

Der Abschiedskuss am Morgen, ein überraschender Blumenstrauß ohne speziellen Anlass, ein außergewöhnlicher Restaurantbesuch, ein handgeschriebener Zettel am PC mit einer fröhlichen Nachricht – die kleinen, unscheinbaren Winke des Alltags zaubern ein Lächeln in Gesichter und stellen eine Bestätigung der Beziehung dar. Wie ein erfrischender Wasserguss kann die Liebe immer wieder aus Neue erblühen. Gerade diese haptischen Gesten sind oft mehr als ein flüchtiges „Ich liebe dich!“

5. Kleider machen Leute!

Zu Hause im Joggingzeug herumlaufen und den Feierabend genießen? Zerrissene, alte Kleidungsstücke, die gut genug sind, um in der Wohnung aufgetragen zu werden? Gottfried Keller wusste schon im 19. Jh., dass man mit einer attraktiven, ausgewählten Äußerlichkeit Zeichen setzen kann. Zwar geht es im Fall der Partnerschaft nicht um das Spielen einer Rolle oder einer Verwandlung, aber das verständliche Bedürfnis nach Lockerheit und Bequemlichkeit nach dem Stress im Arbeitsleben kann zu einer Abstumpfung bzw. eines Desinteresses führen. Attraktiv und anziehend ist ein Schmuddel-Look jedenfalls nicht. Daher sollten beide Partner immer auf ein gepflegtes Äußeres achten und sich Zeit für die persönliche Pflege nehmen. Dazu gehört auch der Bereich des Sports, denn Gesundheit und sportliches Aussehen stärken nicht nur das Selbstbewusstsein.

6. Die Sache mit dem Ranking

Eine Partnerschaft ohne Kinder kennt nur zwei Pole. Als Familie verschieben sich die Aufmerksamkeitsbereiche urplötzlich und oft eindeutig, denn im Mittelpunkt steht die Erziehung der Kinder und die Fürsorge für den Nachwuchs. Paarprobleme sind daher vorprogrammiert, denn wie schnell fühlt man sich hinter dem „goldigen“ Sprösslingen als Träger der Silbermedaille. Kindererziehung ist ein tagfüllender Job und dennoch darf der Partner nicht aus dem Auge verloren werden. Die Zweisamkeit zu pflegen bedeutet, ein Augenmerk auf besondere Momente zu legen und mit diesen Gesten zu zeigen, wie wichtig einem der andere ist. Ein Wellness-Wochenende zu zweit, ein Kinoabend mit Restaurantbesuch, ein Helikopterrundflug über der Heimat oder ein Musical-Besuch in der Großstadt senden untrügliche Botschaften, wie wichtig Partnerschaft, Liebe und Zusammenhalt sind.

7. Was Sie schon immer über Sex und Zärtlichkeit wissen wollten …

Sex:

Die erste Zeit des Kennenlernens ist geprägt durch Zweisamkeit und „Körpererkundung“. Paare üben sich im Kuscheln, Knutschen und sexuellen Praktiken. Die wilde Phase beruhigt sich nach angemessener Zeit, wenn die Pheromone, die reizvollen, körpereigenen Duftstoffe, ihre Produktion einstellen. Um sexuelle Attraktivität zu erhalten, müssen die Paare einfallsreich werden. Andere Umgebungen, neue Stellungen und die Zuhilfenahme von entsprechendem Sex-Equipment sollten ausprobiert werden. Dass das lustvolle Verlangen normalerweise nachlässt, weil man den Körper und die Vorlieben des anderen bestens kennt, ist hinlänglich bekannt. Doch das Sexleben muss nicht zur Routine werden oder langweilig sein, denn körperliche Nähe ist ein essentieller Bestandteil einer Beziehung. Um Leidenschaft zu entfachen, bedarf es ideenreicher Impulse. Hilfreich ist das Sporttreiben, das anregend auf den Organismus und die Durchblutung wirkt und somit den Wunsch nach Sexualität fördert.

Zärtlichkeit:

Körperberührungen durch zärtliches Streicheln, leichte Massagen, zarte Küsse oder eine spontane Umarmung sind ein wunderbares Substrat für erotische Leidenschaft. Tatsächlich hat eine Umfrage unter Paaren mit langer glücklicher Beziehung ergeben, dass die sanften, intimen Berührungen und der normale Geschlechtsverkehr viel anregender und befriedigender sind als die ungezähmten Spielvarianten der anfänglichen Sexepisoden.

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