Lampenfieber – wo, wie, warum Lampenfieber entsteht

Egal, ob Musiker, Schauspieler, Politiker, Vorstandsmitglied oder auch bei Prüfungen – die meisten Leute, die vor Publikum auftreten kennen es: das Lampenfieber. Es kann sich auf sehr unterschiedliche Arten äußern, dazu gehören zum Beispiel schnellere Atmung, häufige Toilettengänge, Schweißausbrüche, Zittern, trockener Mund und vieles mehr.

 

Lampenfieber kurz und knapp

Allgemein wird unter dem Begriff Lampenfieber Nervosität und Stress vor öffentlichen Auftritten, Prüfungen, Vorträgen oder Referaten verstanden. In der Psychologie wird Lampenfieber als eine Untergruppe der sozialen Ängste beschrieben und trägt den Begriff performance anxiety. Die berufsspezifische Ratgeberliteratur unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Formen von Lampenfieber: einem negativen Lampenfieber (Auftrittsangst, Podiumsangst) und einem positiven Lampenfieber (Eustress). Die negative Form mindert die Qualität der Leistung, wohingegen die positive Form die Leistung steigert.

Lampenfieber kann den Musiker oder Schauspieler vor dem Auftritt ebenso betreffen wie den Prüfling vor einer Prüfung oder den Bewerber vor einem Vorstellungsgespräch. Aber auch Sportler vor Wettkämpfen oder Soldaten vor Einsätzen können darunter leiden.

Lampenfieber ist mit einer Erwartungshaltung verbunden: Ein Publikum beurteilt die Qualität einer Leistung bzw. eines Auftritts. Aus diesem Grund kann der Übergang zur Prüfungsangst fließend sein. Auch die Kamera- und Mikrofonangst wird als eine Form von Lampenfieber betrachtet. Besonders bei Berufskünstlern, die unter einem starken Konkurrenzdruck stehen ist die Anspannung oftmals extrem hoch.

Johnny Depp, Julia Roberts, Robbie Williams und die britische Sängerin Adele haben oder hatten es. Auch der polnische Komponist Frédéric Chopin war davon betroffen.

Aber auch abseits der großen Bühnen kann es für viele Menschen zu einem ernsthaften Problem werden: Eine wichtige Präsentation, eine Gehaltsverhandlung oder ein Vorstellungsgespräch lösen körperliche Symptome aus und der erhoffte Erfolg kann durch diese mentale Blockade ausbleiben.

Symptome bei Lampenfieber: Herzrasen, Schwindel, Magen- und Darmprobleme, Schweißausbrüche, Atemprobleme, Mundtrockenheit, zitternde Stimme. Die Symptome können sich sogar bis zu einer Ohnmacht steigern.

Lampenfieber ist eine psychovegetative Reaktion: Die psychische Belastung führt zu physischen Reaktionen, der Stress äußert sich körperlich.

Lampenfieber sollte unbedingt therapeutisch behandelt werden, wenn die Angst so intensiv ist, dass Betroffene ihren Auftritt nicht durchführen können. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um eine kleine Gruppe von Menschen handelt oder es um die große Bühne geht.

Die Schauspielerin und Sängerin Barbra Streisand litt 27 Jahre lang an Lampenfieber. Sie ging Live-Auftritten systematisch aus dem Wege.

Johnny Depp, Julia Roberts, Robbie Williams und die britische Sängerin Adele haben oder hatten es. Auch der polnische Komponist Frédéric Chopin war davon betroffen.


Was ist Lampenfieber?

Definition: Anspannung, Nervosität und Stress, die ein darstellender Künstler oder Musiker vor oder zu Beginn seines Auftrittes vor einem Publikum hat. Lampenfieber ist eng mit Kamera- und Mikrofonangst verwandt. In einem weiteren Sinne versteht man darunter auch die Anspannung einer Person, die eine Leistung in einem nicht-künstlerischem Zusammenhang erbringen muss oder will und in der die Aufmerksamkeit von Menschen auf sie gerichtet ist. Das kann z.B. bei einem gesellschaftlichen Anlass oder auch beim Sport der Fall sein.

Oftmals ist Lampenfieber untrennbar mit einer unbewussten Erwartungshaltung verknüpft. Der Betroffene malt sich aus, wie das Publikum die Qualität seiner Leistung beurteilt (auch wenn es fachlich meistens dazu gar nicht in der Lage wäre). Aus diesem Grund ist der Übergang zur Prüfungsangst fließend.

In der Psychologie steht Lampenfieber unter dem Begriff performance anxiety und wird als eine Untergruppe der sozialen Angststörungen betrachtet. Die berufsspezifische Ratgeberliteratur unterscheidet zwischen zwei Formen:

Das „positive“ Lampenfieber wirkt sich als „Eustress“ leistungssteigernd und motivationsförderlich aus.

Das „negative“ Lampenfieber („Auftrittsangst“, „Podiumsangst“) mindert die Qualität der Leistung.

Lampenfieber kann auch abseits der großen Bühnen für viele Menschen zu einem ernsthaften Problem werden: Eine Gehaltsverhandlung, eine wichtige Präsentation oder ein Vorstellungsgespräch lösen körperliche Symptome aus und der erhoffte Erfolg kann durch diese mentale Blockade torpediert werden.

Lampenfieber Symptome

Lampenfieber ist eine akute Stress-Situation mit Symptomen wie: Anspannung, Herzklopfen, körperlicher und emotionaler Beklemmung, Zittern, Konzentrationsmangel, Reizbarkeit, Erröten.

Menschen verhalten sich bei Lampenfieber ebenso unterschiedlich wie bei Stress.

Manche Symptome sind für bestimmte Künstlergruppen problematischer als für andere Betroffene. Für Sänger ist das Austrocknen des Mundes und Rachens, und das daraus entstehende erschwerte Schlucken eine besondere Schwierigkeit. Bei Schauspielern kann Lampenfieber die Stimme schwächen und zu Textvergesslichkeit führen. Bei vielen Künstlern ist die Beeinträchtigung der Feinmotorik durch Lampenfieber ein großes Problem, da zum Beispiel Schauspieler mit einem erstarrten Gesicht keine fein nuancierten Emotionen darstellen können. Pianisten verlieren den sicheren Zugriff auf die Tasten, wenn die Hände feucht werden. Geiger haben ein großes Problem, wenn ihnen die Bogenhand zittert. Auch andere Instrumentalisten bekommen Schwierigkeiten wenn ihre Hände zittern. Wenn Solisten, weil sie aufgeregt sind, Blackouts erleiden, gehen sie in dem Musikstück unter.

Chronisches Lampenfieber

Lampenfieber kann sich durchaus auch zu einer Sozialen Phobie entwickeln: Wenn an eine unangenehme Auftrittserfahrung eines Künstlers die Angst davor entsteht, vor dem nächsten Auftritt Angst zu bekommen. Es entwickelt sich die Angst vor der Angst. Jetzt befindet sich der Künstler in einer Abwärtsspirale, aus der er ohne professionelle Hilfe möglicherweise nicht mehr herausfindet. Oftmals beginnt jetzt der Missbrauch von Beruhigungsmitteln, Alkohol oder Drogen, um der Angst zu entfliehen. Die Angst beginnt nun, sich noch stärker zu manifestieren, da eine Flucht in die Droge, wie ein Angstverstärker wirkt.

Lampenfieber sollte immer therapeutisch behandelt werden, wenn die Angst so groß ist, dass Betroffene ihren Auftritt oder ein anderes Vorhaben nicht durchführen können. Es spielt dabei keine Rolle ob es sich um eine kleine Gruppe von Menschen handelt oder es um die große Bühne geht.

Lampenfieber ist kein einheitlich definierter psychologischer Fachbegriff. Als Ausdruck von akutem Stress ist Lampenfieber eine psychologische Alltagserscheinung und keine Störung im Sinne der Psychiatrie. Umgangssprachlich versteht man unter Lampenfieber, die Nervosität und den Stress eines Künstlers vor oder zu Beginn eines Auftrittes vor Publikum. Lampenfieber kann bei Künstlern zwei unterschiedliche Zustände hervorrufen, die entgegengesetzte Auswirkungen erzeugen. Der erste Zustand ist hilfreich (positiv) und wirkt sich leistungssteigernd aus. Der zweite Zustand ist weniger nützlich (negativ) und wirkt eher leistungsmindernd.


Lampenfieber vs. Sprechangst / Redeangst

Manchmal wird Lampenfieber auch mit Redeangst gleichgesetzt.

Allerdings haben diese beiden Begriffe eine unterschiedliche Bedeutung.

Lampenfieber ist in einem normalen Maß eine natürliche körperliche Anspannung/Aufregung vor einem (großen) Auftritt. Lampenfieber gehört daher eher in den künstlerischen Kontext, wenn es um einen Bühnenauftritt geht.

Als Sprechangst bezeichnet man Ängste, die beim Sprechen vor und mit anderen Personen entstehen.

Dabei wird zwischen Redeangst und Kommunikationsangst unterschieden.

  • Bei der Redeangst steht das öffentliche Sprechen vor Gruppen im Vordergrund. Es spielen der Leistungsaspekt und die Möglichkeit der Bewertung des Sprechers durch die Zuhörer eine wesentliche Rolle.
  • Ist das Reden in sozialen Interaktionen generell mit Befürchtungen des Versagens verknüpft, spricht man von Kommunikationsangst (Beispiel: Angst vor Meetings).

Wer unter Redeangst oder Kommunikationsangst leidet, hat Schwierigkeiten damit, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von anderen Menschen zu stehen.

Anders ausgedrückt: Betroffenen können Nähe von anderen Menschen nicht aushalten. Nähe und Aufmerksamkeit werden aus meiner Sichtweise mit der gleichen Emotion repräsentiert.

Eine Präsentation, einen Vortrag oder ein Referat zu halten ist für Sprechängstliche die wahre Hölle. Vor einer Gruppe zu stehen und angeschaut zu werden erzeugt in ihnen eine ungewohnte Emotion, vor der sie Angst haben. Diese Angst davor (Angst vor der Angst) kann sich sogar bis zu einer Panik steigern.

Es muss nicht einmal ein großer Auftritt auf einer Bühne sein.

Sprechangst kann sich bei Meetings und Telefongesprächen bemerkbar machen.

Angst kann sogar bei einem Gespräch unter Freunden entstehen. Auch im Familienkreis können Betroffene Schwierigkeiten mit dem Reden entwickeln.

Bei der Sprechangst geht es nicht darum, was einer sagt, sondern wie er sich dabei fühlt.

Ausprägung von Sprechangst / Redeangst

Sprechangst kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Sie kann sich als leichte bis starke körperliche Anspannung mit entsprechenden Symptomen bemerkbar machen. Sie kann aber auch als pathologische Soziale Phobie mit Panikattacken auftreten.

Die ICD-10 definiert die Soziale Phobie (ICD-10 F40.1) als eine Erkrankung mit Furcht vor prüfender Beachtung durch andere Menschen, die schließlich zur Vermeidung sozialer Situationen führt.

Häufige negative Erfahrungen mit Sprechangst können einen sozialen Rückzug verstärken und die Entwicklung einer krankhaften Sozialen Phobie begünstigen.

Eine krankhafte Angst vor dem Sprechen wird dann als Logophobie einem spezifischen Subtyp zugeordnet.


Wo Lampenfieber und Redeangst entstehen und aufgelöst werden

Klienten, die zu mir kommen, weil sie ihr Lampenfieber oder Ihre Redeangst überwinden möchten, berichten mir von ihren Schwierigkeiten, in dem sie mir Beispiele dafür beschreiben. Die Beispiele meiner Klienten können in ihrer Anzahl unendlich werden. Sie haben aber eines gemeinsam: Es sind Beschreibungen körperlicher Symptome.

Körperliche Angstsymptome können nur durch gedankliche Bewertungen erzeugt werden. Anders ausgedrückt: Um Angst vor einer Situation zu erzeugen, muss diese Situation bewertet werden.

Diese angsterzeugenden Bewertungsmuster sind meinen Klienten aber meistens nicht bewusst.

Oftmals erzeugen Betroffene ihre Schwierigkeiten, weil sie sich vorstellen was passieren wird, wenn sie bestimmte Handlungen ausführen werden.

Die Gehirne der Betroffenen erzeugen Bilder und Filme von Szenarien über ihr Versagen. Und ihre Gehirne wiederholen diese Vorstellungen immer und immer wieder. So lange, bis sie darin wahre Meister durch die vielen Wiederholungen geworden sind und ein Muster von ihren Synapsen gebildet wurde. Und dieses Muster wird den Betroffenen so vertraut, dass es zu einem Teil ihrer Persönlichkeit werden kann. Auf diese Art und Weise lassen Gehirne aus Gedanken krankhaftes Lampenfieber und Redeangst entstehen und halten beides aufrecht.

Und das Ganze geschieht, ohne dass die Betroffenen wissen, dass es geschieht. Anders ausgedrückt: Es geschieht unbewusst.

Beispiele von Szenarien, die Lampenfieber oder Redeangst erzeugen

Ein von Redeangst Betroffener macht sich zum Beispiel ein Bild davon, wie er einen Vortrag vor einer Menschengruppe hält und dabei so lächerlich wirkt, dass er von allen Zuhörern ausgelacht wird.

Ein Schauspieler, der extrem unter seinem Lampenfieber leidet, stellt sich ständig vor, wie er auf einer Bühne steht und seinen Text vergisst.

Ein Musiker hat eine klare Vorstellung davon, wie er auf der Showbühne versagt, weil er nicht den richtigen Ton trifft.

Ich halte es für hilfreich, die Aufmerksamkeit weniger auf die Beispiele zu richten, sondern auf den Bewertungsprozess, der die Angst erzeugt, die der Körper durch Symptome ausdrückt. Denn wenn der unbewusste Prozess bekannt ist, also ins Bewusstsein geholt wird, kann ich meine Klienten dabei unterstützen ihn zu verändern, damit sie ihre Redeangst oder ihr Lampenfieber überwinden können.

Meine Arbeit besteht also darin, meinen Klienten

  1. einschränkende Prozess bewusst zu machen,
  2. sie dann aufzulösen und
  3. nützliche Ressourcen zu integrieren.

Über 90 Prozent verlaufen unbewusst

Verhaltensmuster und Empfindungen entstehen bei uns Menschen zu über neunzig Prozent auf der unbewussten Ebene. Darum ist es sehr nützlich, auch auf dieser Ebene zu arbeiten, wenn diese einschränkenden unbewussten Prozesse aufgelöst werden sollen.

Wenn Sie unter Lampenfieber oder Redeangst leiden und Ihre Schwierigkeiten überwinden möchten, sollten Sie sich mit den unbewussten Prozessen auseinandersetzen. Ich unterstütze Sie dabei.

In meinem Coaching werden wir:

  1. Ihren unbewussten Lampenfieber- oder Redeangst-Prozess herausarbeiten
  2. den einschränkenden Prozess auflösen
  3. Ressourcen integrieren
  4. Strategien entwickeln, wie Sie mehr „Standing“ vor Menschengruppen/auf der Bühne bekommen.

Kleine Geschichte über das Lampenfieber – von einem Musiker geschrieben

Mein Lampenfieber

Mein Lampenfieber äußert sich in einer Anzahl von Symptomen, die ich sonst bei keiner anderen Gefühlsregung feststellen konnte. Konzentrationsverlust, Schweißausbrüche, Gedächtnislücken und die bloße Unfähigkeit meine Stimme so zu benutzen, dass sich nicht jeder Ton anhört, als würde ich das zum ersten Mal machen. In meinen eigenen vier Wänden bewege ich die Finger geschickt und treffe nahezu jeden Ton, stehen im Publikum mehr als zehn Personen kann davon leider nicht die Rede sein. Es ist ein enormer Adrenalinstoß der bei mir vor oder während der Vorstellung eintritt und mich vollkommen neben mir stehen lässt. Als Künstler gehe ich genau wegen diesem Adrenalin auf die Bühne, doch wenn sich dieses ständig in den entsprechenden Symptomen äußert, verzichte ich gerne darauf, wenn ich dafür meine Show ordentlich abliefern kann. Das Lampenfieber löst in meinem Körper eine Art »Kampfreaktion« aus. Der Puls schlägt in ungewohnte Höhen und meine Glieder versteifen sich extrem. Von der feinen Motorik, die für das Spielen einer Gitarre notwendig ist, bleibt leider nichts mehr übrig. In diesem Zustand fühle ich mich als könnte ich in einer Bar eine ganze Horde Boxer verprügeln, doch von Feinmotorik keine Spur!

Kennt Ihr das eben Beschriebene? Wenn nein, dann seid Ihr richtige Rampensäue. Wenn ja, kann ich euch sagen, dass es Hoffnung gibt. Ich selbst habe mein Lampenfieber mittlerweile im Griff. Gebraucht habe ich dafür etwas mehr als ein gutes Jahr. Es hätte durchaus schneller gehen können, wenn ich mich an bestimmte Regeln wirklich kontinuierlich gehalten hätte.

Man muss unbedingt regelmäßig auftreten, denn die Regelmäßigkeit macht den Auftritt zu etwas Gewohntem und vor gewöhnlichen Dingen hat man keine Angst. Man sollte also nicht nur Gigs spielen die einen zu hundert Prozent interessieren und Wochen darauf hinarbeiten, dass macht einen nervös. Bewusst Konzerte zwischen diese Ereignisse legen, die man sonst vielleicht nicht angenommen hätte, also auch mal im Bierzelt auf der privaten Party. Ich nehme diese Auftritte als Vorbereitung für die wirklich interessanten Darbietungen. Ich komme in einen positiven Trott, der mir inzwischen immer noch den Adrenalinstoß versetzt, aber nach 5-10 Minuten klingt dieser ab und ich werde geschmeidiger. Damit diese »Zwischenauftritte« auch ihren positiven Zweck erfüllen müssen diese unbedingt erfolgreich verlaufen. Das heißt man darf auch diese Tricks auf keinen Fall unterschätzen. Liefert man schlecht ab und wird ausgebuht, wirft einen das enorm zurück und die nächsten Auftritte können zur Katastrophe werden. Ein paar Tricks haben mir geholfen dem Risiko aus dem Weg zu gehen das Publikum zu enttäuschen.

Ich spielte für Freunde und Bekannte in örtlichen kleinen Clubs. 90% des Publikums waren mir bekannt, folglich war ich weniger nervös und spielte ganz automatisch ein gutes Konzert. Meine Songliste bestand auch nur aus Titel die ich im Schlaf hätte spielen können. Das heißt, keine neuen Stücke, die einen an die Grenze der eigenen Fähigkeiten bringen! Diese kleinen »Tricks« nutze ich noch heute um mein Lampenfieber in den Griff zu bekommen mit für mich großem Erfolg. Wie Rudolf Platte schon sagte »Lampenfieber ist der Versuch, so zu tun, als hätte man keins.«

 


Lampenfieber Tipps

Authentizität bekommt man nicht geschenkt

Sicheres Auftreten, Selbstbewusstsein und Souveränität entstehen nicht von selbst. Sind die Umwelt, die eigene Vorgeschichte, positive Erlebnisse, Erfolge und Übung wirklich die wichtigsten Einflussfaktoren für die Entwicklung eines hohen Selbstwertes und Authentizität? Und was ist Lampenfieber?

Fehlendes Selbstvertrauen und Unsicherheit beruhen zumeist auf negativen Erlebnissen, Misserfolgen und „schlechten Gefühlen“, die durch Situation in der Vergangenheit entstanden sind und möglicherweise die Ursache für Lampenfieber oder eine Bühnenangst sind.

Abgespeichert im Gehirn, lassen sie im Hier und Jetzt, je nach Situation, einschränkende Muster ablaufen, die eine Auftrittsangst oder andere Blockaden erzeugen können. Neben diesen emotionalen Grundmustern tragen möglicherweise selbstabwertende Denkmuster weiter zur eigenen Verunsicherung bei.

Körperliche Unsicherheitsautomatismen arbeiten mit den emotionalen Mustern Hand in Hand und erhöhen das unsichere Gefühl, verunsichernde innere Dialoge führen zu einer weiteren Verschlimmerung von Lampenfieber, Bühnenangst oder der Angst vor einem großen Auftritt.

Der Kampf gegen Lampenfieber-Symptome ist sinnlos, weil er nie enden wird

Sehr oft stellen mir meine Klienten die Frage: „Was ist Lampenfieber und was ist Auftrittsangst?“  Meine Antwort lautet dann: „Die Frage würde ich eher umwandeln in: „Wie funktioniert der unbewusste Prozess, der Bühnenangst oder Lampenfieber entstehen lässt?“

Wenn Sie Ihr Lampenfieber bekämpfen wollen, führen Sie einen Kampf durch. Aber gegen wen kämpfen Sie dann? Gegen sich selbst? Wenn es in einem Kampf einen Sieger gibt, muss es zwangsläufig auch einen Verlierer geben. Sie wären also gleichzeitig Sieger und Verlierer. Kann das ein hilfreiches Mittel gegen Lampenfieber sein? Wohl eher nicht.

Es geht also nicht darum, Ihr Lampenfieber bewusst zu bekämpfen. Vielmehr ist es nützlich, einen Veränderungsprozess einzuleiten. (Der aber auf der bewussten Ebene nicht zu finden ist.)

Menschliche Empfindungen werden zu neunzig Prozent durch Prozesse gesteuert, die auf der unbewussten Ebene ablaufen. Wäre es anders, könnte jeder, der unter Lampenfieber leidet, auf der bewussten Ebene etwas verändern. Erfahrungen haben aber gezeigt, auf der bewussten Ebene findet sich meistens keine Lösung für das Problem.

Wenn Sie sich schnelle Hilfe bei Lampenfieber wünschen, ist es sehr hilfreich, sich mit den unbewussten Prozessen zu befassen, die bei der Entstehung von Auftrittsangst, Bühnenangst oder Lampenfieber die Hauptrolle spielen.

Wenn Sie Ihr Lampenfieber „nur“ bekämpfen, wird es Ihnen möglicherweise nicht gelingen, Ihre Nervosität vor einem Auftritt dauerhaft aufzulösen.

Ein pauschales Mittel gegen Lampenfieber gibt es nicht. Sich mit den Symptomen zu befassen, halte ich als Lampenfieber-Coach für reine Zeitverschwendung. In meiner Arbeit geht es mir nicht darum, dass meine Klienten lernen, wie sie ihr Lampenfieber bekämpfen können.

Weiterführende Links:

Sind Menschen vor der laufender Kamera sie selbst?
Coaching bei Lampenfieber
Lampenfieber überwinden
Lampenfieber Musiker
Lampenfieber bekämpfen
Coach bei Auftrittsangst