Lampenfieber überwinden – wo, wie, warum Lampenfieber entsteht

Egal, ob Musiker, Schauspieler, Politiker, Vorstandsmitglied oder auch bei Prüfungen – die meisten Leute, die vor Publikum auftreten kennen es: das Lampenfieber. Es kann sich auf sehr unterschiedliche Arten äußern, dazu gehören zum Beispiel schnellere Atmung, häufige Toilettengänge, Schweißausbrüche, Zittern, trockener Mund und vieles mehr.

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Lampenfieber wird definiert als Anspannung vor einem Auftritt.

Lampenfieber kurz und knapp

Allgemein wird unter dem Begriff Lampenfieber Nervosität und Stress vor öffentlichen Auftritten, Prüfungen, Vorträgen oder Referaten verstanden. In der Psychologie wird Lampenfieber als eine Untergruppe der sozialen Ängste beschrieben und trägt den Begriff performance anxiety. Die berufsspezifische Ratgeberliteratur unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Formen von Lampenfieber: einem negativen Lampenfieber (Auftrittsangst, Podiumsangst) und einem positiven Lampenfieber (Eustress). Die negative Form mindert die Qualität der Leistung, wohingegen die positive Form die Leistung steigert.

Lampenfieber kann den Musiker oder Schauspieler vor dem Auftritt ebenso betreffen wie den Prüfling vor einer Prüfung oder den Bewerber vor einem Vorstellungsgespräch. Aber auch Sportler vor Wettkämpfen oder Soldaten vor Einsätzen können darunter leiden.

Lampenfieber ist mit einer Erwartungshaltung verbunden: Ein Publikum beurteilt die Qualität einer Leistung bzw. eines Auftritts. Aus diesem Grund kann der Übergang zur Prüfungsangst fließend sein. Auch die Kamera- und Mikrofonangst wird als eine Form von Lampenfieber betrachtet. Besonders bei Berufskünstlern, die unter einem starken Konkurrenzdruck stehen ist die Anspannung oftmals extrem hoch.

Johnny Depp, Julia Roberts, Robbie Williams und die britische Sängerin Adele haben oder hatten es. Auch der polnische Komponist Frédéric Chopin war davon betroffen.

Aber auch abseits der großen Bühnen kann es für viele Menschen zu einem ernsthaften Problem werden: Eine wichtige Präsentation, eine Gehaltsverhandlung oder ein Vorstellungsgespräch lösen körperliche Symptome aus und der erhoffte Erfolg kann durch diese mentale Blockade ausbleiben.

Symptome bei Lampenfieber: Herzrasen, Schwindel, Magen- und Darmprobleme, Schweißausbrüche, Atemprobleme, Mundtrockenheit, zitternde Stimme. Die Symptome können sich sogar bis zu einer Ohnmacht steigern.

Lampenfieber ist eine psychovegetative Reaktion: Die psychische Belastung führt zu physischen Reaktionen, der Stress äußert sich körperlich.

Lampenfieber sollte unbedingt therapeutisch behandelt werden, wenn die Angst so intensiv ist, dass Betroffene ihren Auftritt nicht durchführen können. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um eine kleine Gruppe von Menschen handelt oder es um die große Bühne geht.


Die Schauspielerin und Sängerin Barbra Streisand litt 27 Jahre lang an Lampenfieber. Sie ging Live-Auftritten systematisch aus dem Wege.

Johnny Depp, Julia Roberts, Robbie Williams und die britische Sängerin Adele haben oder hatten es. Auch der polnische Komponist Frédéric Chopin war davon betroffen.

Was ist Lampenfieber?

Definition: Anspannung, Nervosität und Stress, die ein darstellender Künstler oder Musiker vor oder zu Beginn seines Auftrittes vor einem Publikum hat. Lampenfieber ist eng mit Kamera- und Mikrofonangst verwandt. In einem weiteren Sinne versteht man darunter auch die Anspannung einer Person, die eine Leistung in einem nicht-künstlerischem Zusammenhang erbringen muss oder will und in der die Aufmerksamkeit von Menschen auf sie gerichtet ist. Das kann z.B. bei einem gesellschaftlichen Anlass oder auch beim Sport der Fall sein.

Oftmals ist Lampenfieber untrennbar mit einer unbewussten Erwartungshaltung verknüpft. Der Betroffene malt sich aus, wie das Publikum die Qualität seiner Leistung beurteilt (auch wenn es fachlich meistens dazu gar nicht in der Lage wäre). Aus diesem Grund ist der Übergang zur Prüfungsangst fließend.

In der Psychologie steht Lampenfieber unter dem Begriff performance anxiety und wird als eine Untergruppe der sozialen Angststörungen betrachtet. Die berufsspezifische Ratgeberliteratur unterscheidet zwischen zwei Formen:

Das „positive“ Lampenfieber wirkt sich als „Eustress“ leistungssteigernd und motivationsförderlich aus.

Das „negative“ Lampenfieber („Auftrittsangst“, „Podiumsangst“) mindert die Qualität der Leistung.

Lampenfieber kann auch abseits der großen Bühnen für viele Menschen zu einem ernsthaften Problem werden: Eine Gehaltsverhandlung, eine wichtige Präsentation oder ein Vorstellungsgespräch lösen körperliche Symptome aus und der erhoffte Erfolg kann durch diese mentale Blockade torpediert werden.

Lampenfieber Symptome

Lampenfieber ist eine akute Stress-Situation mit Symptomen wie: Anspannung, Herzklopfen, körperlicher und emotionaler Beklemmung, Zittern, Konzentrationsmangel, Reizbarkeit, Erröten.

Menschen verhalten sich bei Lampenfieber ebenso unterschiedlich wie bei Stress.

Manche Symptome sind für bestimmte Künstlergruppen problematischer als für andere Betroffene. Für Sänger ist das Austrocknen des Mundes und Rachens, und das daraus entstehende erschwerte Schlucken eine besondere Schwierigkeit. Bei Schauspielern kann Lampenfieber die Stimme schwächen und zu Textvergesslichkeit führen. Bei vielen Künstlern ist die Beeinträchtigung der Feinmotorik durch Lampenfieber ein großes Problem, da zum Beispiel Schauspieler mit einem erstarrten Gesicht keine fein nuancierten Emotionen darstellen können. Pianisten verlieren den sicheren Zugriff auf die Tasten, wenn die Hände feucht werden. Geiger haben ein großes Problem, wenn ihnen die Bogenhand zittert. Auch andere Instrumentalisten bekommen Schwierigkeiten wenn ihre Hände zittern. Wenn Solisten, weil sie aufgeregt sind, Blackouts erleiden, gehen sie in dem Musikstück unter.

Chronisches Lampenfieber

Lampenfieber kann sich durchaus auch zu einer Sozialen Phobie entwickeln: Wenn an eine unangenehme Auftrittserfahrung eines Künstlers die Angst davor entsteht, vor dem nächsten Auftritt Angst zu bekommen. Es entwickelt sich die Angst vor der Angst. Jetzt befindet sich der Künstler in einer Abwärtsspirale, aus der er ohne professionelle Hilfe möglicherweise nicht mehr herausfindet. Oftmals beginnt jetzt der Missbrauch von Beruhigungsmitteln, Alkohol oder Drogen, um der Angst zu entfliehen. Die Angst beginnt nun, sich noch stärker zu manifestieren, da eine Flucht in die Droge, wie ein Angstverstärker wirkt.

Lampenfieber sollte immer therapeutisch behandelt werden, wenn die Angst so groß ist, dass Betroffene ihren Auftritt oder ein anderes Vorhaben nicht durchführen können. Es spielt dabei keine Rolle ob es sich um eine kleine Gruppe von Menschen handelt oder es um die große Bühne geht.


Lampenfieber ist kein einheitlich definierter psychologischer Fachbegriff. Als Ausdruck von akutem Stress ist Lampenfieber eine psychologische Alltagserscheinung und keine Störung im Sinne der Psychiatrie. Umgangssprachlich versteht man unter Lampenfieber, die Nervosität und den Stress eines Künstlers vor oder zu Beginn eines Auftrittes vor Publikum. Lampenfieber kann bei Künstlern zwei unterschiedliche Zustände hervorrufen, die entgegengesetzte Auswirkungen erzeugen. Der erste Zustand ist hilfreich (positiv) und wirkt sich leistungssteigernd aus. Der zweite Zustand ist weniger nützlich (negativ) und wirkt eher leistungsmindernd.

Lampenfieber vs. Sprechangst / Redeangst

Manchmal wird Lampenfieber auch mit Redeangst gleichgesetzt.

Allerdings haben diese beiden Begriffe eine unterschiedliche Bedeutung.

Lampenfieber ist in einem normalen Maß eine natürliche körperliche Anspannung/Aufregung vor einem (großen) Auftritt. Lampenfieber gehört daher eher in den künstlerischen Kontext, wenn es um einen Bühnenauftritt geht.

Als Sprechangst bezeichnet man Ängste, die beim Sprechen vor und mit anderen Personen entstehen.

Dabei wird zwischen Redeangst und Kommunikationsangst unterschieden.

  • Bei der Redeangst steht das öffentliche Sprechen vor Gruppen im Vordergrund. Es spielen der Leistungsaspekt und die Möglichkeit der Bewertung des Sprechers durch die Zuhörer eine wesentliche Rolle.
  • Ist das Reden in sozialen Interaktionen generell mit Befürchtungen des Versagens verknüpft, spricht man von Kommunikationsangst (Beispiel: Angst vor Meetings).

 

Wer unter Redeangst oder Kommunikationsangst leidet, hat Schwierigkeiten damit, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von anderen Menschen zu stehen.

Anders ausgedrückt: Betroffenen können Nähe von anderen Menschen nicht aushalten. Nähe und Aufmerksamkeit werden aus meiner Sichtweise mit der gleichen Emotion repräsentiert.

Eine Präsentation, einen Vortrag oder ein Referat zu halten ist für Sprechängstliche die wahre Hölle. Vor einer Gruppe zu stehen und angeschaut zu werden erzeugt in ihnen eine ungewohnte Emotion, vor der sie Angst haben. Diese Angst davor (Angst vor der Angst) kann sich sogar bis zu einer Panik steigern.

Es muss nicht einmal ein großer Auftritt auf einer Bühne sein.

Sprechangst kann sich bei Meetings und Telefongesprächen bemerkbar machen.

Angst kann sogar bei einem Gespräch unter Freunden entstehen. Auch im Familienkreis können Betroffene Schwierigkeiten mit dem Reden entwickeln.

Bei der Sprechangst geht es nicht darum, was einer sagt, sondern wie er sich dabei fühlt.

Ausprägung von Sprechangst / Redeangst

Sprechangst kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Sie kann sich als leichte bis starke körperliche Anspannung mit entsprechenden Symptomen bemerkbar machen. Sie kann aber auch als pathologische Soziale Phobie mit Panikattacken auftreten.

Die ICD-10 definiert die Soziale Phobie (ICD-10 F40.1) als eine Erkrankung mit Furcht vor prüfender Beachtung durch andere Menschen, die schließlich zur Vermeidung sozialer Situationen führt.

Häufige negative Erfahrungen mit Sprechangst können einen sozialen Rückzug verstärken und die Entwicklung einer krankhaften Sozialen Phobie begünstigen.

Eine krankhafte Angst vor dem Sprechen wird dann als Logophobie einem spezifischen Subtyp zugeordnet.

Kleine Geschichte über das Lampenfieber von Amalie Beispiel

Sagen Sie doch, was Sie wollen!

Vor einer Menschenmenge zu sprechen, fällt vielen Menschen schwer. Denn eine häufige Krankheit, die im Volksmund als „Lampenfieber“ bezeichnet wird, befällt die Sprechenden – und hindert und hemmt sie, das zu sagen, was sie ohne Frage überzeugend sagen könnten und würden. Wenn nicht dieses Fieber wäre. Viele leiden ihr Leben lang unter diesen „Lampenfieberschüben“. Versagensängste und Selbstvorwürfe sind oft die Folge. Wo der Eine aufgibt und leidet, versucht der Andere, sich durch maximale Vorbereitung und ein „Alles-Vorab-Durchinszenieren“ auf die sichere (innere) Seite zu bringen: Oft ohne durchschlagenden Erfolg. Wieder andere profitieren von Zufällen, die wie eine Wunderheilung wirken und Ihnen zeigen, dass nichts leichter ist, als frei und ungezwungen vor vielen anderen Menschen zu sprechen. Wenn wir so sprechen, wie wir sind.

Es war einmal: Die Referentin Amalie Beispiel

… tätig in einer obersten Landesbehörde, im Referat Beispielswesen der Stadt Hamburg. Es hätte auch die Beispielsbank sein können: Auf höchster Ebene war ein Bericht vorzulegen und zu referieren. Das Schreiben lag Amalie. Der schriftliche Bericht war perfekt. Aber „tausend Augen auf sich zu spüren“, das lag ihr nicht. Und „tausend Ohren“ als Zuhörer zu haben, ebenso wenig. Und: Auch wenn das Kostüm perfekt saß, die Haarsträhne nur so, wie erlaubt in ihr Gesicht fiel und eigentlich alles ebenso unangreifbar, wie die schriftliche Ausarbeitung war – Amalie hatte Angst. Und so kompetent, wie sie war, so wortreich und strukturiert auf dem Papier: Bitte nicht mündlich, eine Telefonkonferenz – Ok, aber bitte nicht alleine vor einem Publikum stehen. Das mochte sie schon in der Schule nicht.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold?

An diesem Tag war nichts perfekt. Amalie kam zu spät. Das Kostüm hatte sie nicht, wie sonst, in Ruhe ausgesucht. Es hatte einen Fleck. Und die Haare – oh je. Hoffentlich sah niemand, dass die Wimperntusche noch von gestern war, war ihr letzter Gedanke, als sie fünf Minuten zu spät neben ihrem Referatsleiter Platz nahm. Alle sahen sie an. Der Referatsleiter erkundigte sich gelassen, ob sie noch einen Parkplatz in der Nähe gefunden hätte – hatte er keine anderen Sorgen? Ehe sie richtig zu sich gekommen war, wurde sie vom Vorsitzenden der Veranstaltung angesprochen – und ihr Beitrag verlangt. Noch ein wenig außer Atem, ging sie nach vorne, sah die Anwesenden an und begann – als wäre sie in vertrauter Runde – mit einer Begrüßung … und Entschuldigung: Nichts sei heute perfekt, sie hätte verschlafen – für den Fleck auf dem Rock und die nicht geordnete Frisur würde sie um Nachsicht bitten, sich aber nun umso mehr bemühen, die Inhalte anschaulich – und ohne verspätungsbedingte Mängel – vorzutragen. Sie sah ein – unerwartetes – Schmunzeln auf den Gesichtern der Hörerschaft. Das machte ihr Mut: Und sie berichtete und berichtete. Bis irgendwann der „Faden riss“.

Authentizität versus Perfektion

Amalie Beispiel spürte den Lampenfieberschub. Ganz heiß wurde ihr: Was sollte sie sagen …? Und weil ohnehin schon nichts „perfekt“ war, sagte sie: „Es tut mir leid, meine Damen und Herren. Ich muss Sie ein zweites Mal um Nachsicht bitten. Ich habe den Faden verloren – vielleicht können Sie mir helfen?“ Nach einer kurzen Stille, die ihr unerträglich schien, ergriff ein Kollege das Wort. Sie dankte und setzte ihren Vortrag fort. Viel gelassener als sonst – was sollte noch passieren? Als sie – nach einem anerkennenden Applaus – neben ihrem Referatsleiter Platz nahm, reichte er ihr einen Keks: Den hast Du Dir verdient. Als sie ein Stück abbiss, sah sie alle Augen auf sich gerichtet. Der trockene Vollkornkeks brach mit ‚zig Dezibel. Sie sah in die Runde und hörte sich – völlig überraschend – sagen: Zu spät kommen, mit einem Fleck auf dem Rock, ungeordnet vortragen – und dann auch noch einen lauten Keks essen … es soll nicht mehr vorkommen.

Sagen Sie doch, was Sie wollen! – und das öfter

Der Vorsitzende lächelte sie an und sagte: Sie sollten öfter zu spät kommen, Frau Beispiel. Wir haben lange nicht einer so inhaltsreichen und lebendig vorgetragenen Stellungnahme zuhören dürfen. Amalie schmunzelte ein wenig überrascht und suchte dann den Blickkontakt zu den anderen. Die schienen gleichermaßen erfreut. Sie strich die zweite Strähne ihres Haares – die, die niemals ins Gesicht fallen durfte – zurück und freute sich, dass sie da war. Das betraf sie selbst, ebenso, wie die Strähne und auch den Fleck auf dem Rock. Amalie Beispiel kam fortan wieder pünktlich, aber hatte erkannt, dass sie vor Menschen sprechen konnte, auch ohne vorher ein Coaching in Hamburg für „freie Rede“ zu besuchen. Wenn sie es so tat, wie sie es wollte, war ihr Lampenfieber nicht mehr da.

Wo Lampenfieber und Redeangst entstehen und aufgelöst werden

Klienten, die zu mir kommen, weil sie ihr Lampenfieber oder Ihre Redeangst überwinden möchten, berichten mir von ihren Schwierigkeiten, in dem sie mir Beispiele dafür beschreiben. Die Beispiele meiner Klienten können in ihrer Anzahl unendlich werden. Sie haben aber eines gemeinsam: Es sind Beschreibungen körperlicher Symptome.

Körperliche Angstsymptome können nur durch gedankliche Bewertungen erzeugt werden. Anders ausgedrückt: Um Angst vor einer Situation zu erzeugen, muss diese Situation bewertet werden.

Diese angsterzeugenden Bewertungsmuster sind meinen Klienten aber meistens nicht bewusst.

Oftmals erzeugen Betroffene ihre Schwierigkeiten, weil sie sich vorstellen was passieren wird, wenn sie bestimmte Handlungen ausführen werden.

Die Gehirne der Betroffenen erzeugen Bilder und Filme von Szenarien über ihr Versagen. Und ihre Gehirne wiederholen diese Vorstellungen immer und immer wieder. So lange, bis sie darin wahre Meister durch die vielen Wiederholungen geworden sind und ein Muster von ihren Synapsen gebildet wurde. Und dieses Muster wird den Betroffenen so vertraut, dass es zu einem Teil ihrer Persönlichkeit werden kann. Auf diese Art und Weise lassen Gehirne aus Gedanken krankhaftes Lampenfieber und Redeangst entstehen und halten beides aufrecht.

Und das Ganze geschieht, ohne dass die Betroffenen wissen, dass es geschieht. Anders ausgedrückt: Es geschieht unbewusst.

Beispiele von Szenarien, die Lampenfieber oder Redeangst erzeugen

Ein von Redeangst Betroffener macht sich zum Beispiel ein Bild davon, wie er einen Vortrag vor einer Menschengruppe hält und dabei so lächerlich wirkt, dass er von allen Zuhörern ausgelacht wird.

Ein Schauspieler, der extrem unter seinem Lampenfieber leidet, stellt sich ständig vor, wie er auf einer Bühne steht und seinen Text vergisst.

Ein Musiker hat eine klare Vorstellung davon, wie er auf der Showbühne versagt, weil er nicht den richtigen Ton trifft.

Ich halte es für hilfreich, die Aufmerksamkeit weniger auf die Beispiele zu richten, sondern auf den Bewertungsprozess, der die Angst erzeugt, die der Körper durch Symptome ausdrückt. Denn wenn der unbewusste Prozess bekannt ist, also ins Bewusstsein geholt wird, kann ich meine Klienten dabei unterstützen ihn zu verändern, damit sie ihre Redeangst oder ihr Lampenfieber überwinden können.

Meine Arbeit besteht also darin, meinen Klienten

  1. einschränkende Prozess bewusst zu machen,
  2. sie dann aufzulösen und
  3. nützliche Ressourcen zu integrieren.

 

Über 90 Prozent verlaufen unbewusst

Verhaltensmuster und Empfindungen entstehen bei uns Menschen zu über neunzig Prozent auf der unbewussten Ebene. Darum ist es sehr nützlich, auch auf dieser Ebene zu arbeiten, wenn diese einschränkenden unbewussten Prozesse aufgelöst werden sollen.

Wenn Sie unter Lampenfieber oder Redeangst leiden und Ihre Schwierigkeiten überwinden möchten, sollten Sie sich mit den unbewussten Prozessen auseinandersetzen. Ich unterstütze Sie dabei.

 

In meinem Coaching werden wir:

  1. Ihren unbewussten Lampenfieber- oder Redeangst-Prozess herausarbeiten
  2. den einschränkenden Prozess auflösen
  3. Ressourcen integrieren
  4. Strategien entwickeln, wie Sie mehr „Standing“ vor Menschengruppen/auf der Bühne bekommen.

Lampenfieber im Beruf

Lampenfieber bei Vorträgen und Präsentationen

Lampenfieber wird von Betroffenen unterschiedlich erlebt und macht sich durch verschiedene mehr oder wenige starke körperliche Symptome bemerkbar: zittrige Stimme, Schwitzanfälle, starke Nervosität, Mundtrockenheit, rote Flecken am Hals, Herzrasen, Tunnelblick und vieles mehr.

Die körperliche Ebene bei Lampenfieber

Bei Stress und Angst werden vom Körper durch das sympathische System des vegetativen Nervensystems verstärkt die Botenstoffe Noradrenalin und Adrenalin freigesetzt. Der Körper befindet sich in einem Zustand höchster Reaktions- und Leistungsbereitschaft, denn unsere archaischen Grundmuster „Kämpfen oder Fliehen“ (flight-or-fight?) werden aktiviert.

Diese archaischen Grundmuster sind verantwortlich für die vielfältigen Symptome, die wir als Lampenfieber bezeichnen.

Unser Körper macht sozusagen eine Zeitreise in die Urzeit. Und zwar in die Zeit des Homo sapiens, als der Mensche noch in Höhlen lebte.

Der damalige Mensch war als Jäger und Sammler unterwegs.

Der Urmensch musste sehr aufmerksam sein, denn es war für ihn überlebenswichtig.

Wenn sich ihm ein unbekanntes, gefährliches Tier näherte, musste er blitzschnell entscheiden: Kämpfen oder besser fliehen?

Für beide Varianten muss sofort Energie bereitgestellt werden. Die beiden Botenstoffe (siehe oben) lassen ihn fokussiert sein und machen ihn handlungsfähig. Sein Körper ist bereit zu kämpfen oder zu fliehen.

Die richtige Dosierung ist entscheidend

Beim Lampenfieber kommt es auf die richtige Dosierung an. Eine leichte Aufregung setzt zusätzliche Energie frei, eine starke Aufregung blockiert uns.

Eine zu große Angst kann zu einer Schockstarre und Angstlähmung führen. Wir werden handlungsunfähig und fallen sozusagen in eine Hasenstarre.

Übertragen auf die Bühne, ist dies der berühmte „Blackout“.  Die körperlichen Reaktionen, ausgelöst durch das Lampenfieber, sind so stark angestiegen, dass der Betroffene handlungsunfähig wird: Er fällt in eine Hasenstarre.

Auch wenn wir heute nicht mehr um unsere Existenz kämpfen müssen, die archaischen Grundmuster laufen trotzdem noch immer an.

Und das dahinterliegende biologische Überlebensprogramm ist das gleiche.

Stressauslöser bezogen auf übersteigertes Lampenfieber bei Vorträgen oder Präsentationen sind unbewusste Bewertungsmuster und/oder fehlende Zugehörigkeit zur Gruppe:

  • Wie werde ich bei den Gruppen-Teilnehmern ankommen?
  • Wie werden die Anwesenden meine Präsentation finden?
  • Was werden die Gäste nach meiner Rede von mir denken?
  • Alle werden mich auslachen

 

Um den Erhalt seiner Art zu sichern, musste der Urmensch gefährliche Situationen blitzschnell bewerten.

Auf der Bühne ist es allerdings genau umgekehrt: Wir haben Angst vor der Bewertung anderer Menschen.

Im Grunde genommen ist es aber unsere eigene Bewertung, die wir auf das anwesende Publikum übertragen (Spiegel-Gesetz).

Man könnte Lampenfieber auch als reinen Bewertungsstress bezeichnen. Allerdings wäre dieser Begriff nicht differenziert genug für das Phänomen Lampenfieber.

Ursachen von Lampenfieber

Wie stark wir unser Lampenfieber vor Vorträgen oder Präsentationen fühlen oder uns vor dem Lampenfieber-Gefühl fürchten kann verschiedene Ursachen haben.

Perfektionismus

Ein zu hoher Anspruch an sich selbst, kann dazu beitragen, eine Angst vor Auftritten zu entwickeln.

Damit Du die Latte niemals erreichen kannst, musst Du sie nur hochgenug hängen.

Perfektionismus kann von der eigentlichen Aufgabe ablenken.

Zum Beispiel von der Frage:

  • Was ist eigentlich meine Botschaft auf der Bühne?
  • Was habe ich zu sagen?
  • Was genau möchte ich dem Publikum mitgeben?
  • Bin ich auf der Bühne noch authentisch, wenn alles perfekt sein muss.
  • Muss ich perfekt sein?
  • Ist meine Botschaft nicht wichtiger als die Verpackung?
  • Was genau muss passieren, damit ich mit meinem Auftritt zufrieden bin?

 

Glaubenssätze

Innere Überzeugungen, die uns Orientierung geben, können zur Individuation beitragen, sie können uns aber auch blockieren.

Überzeugungen sind die Lebensregeln, an denen wir uns orientieren: so schätzen wir die Realität ein und nach Ihnen entwickeln wir unsere Gedankenmodelle – die Prinzipien, nach denen – zumindest unserer Erfahrung nach – die Welt zu funktionieren scheint. Überzeugungen sind keine Tatsachen, auch wenn wir sie häufig damit verwechseln. Wir hegen Glaubenssätze über andere Menschen, über uns selbst, unsere Beziehung, über Möglichkeiten und unsere Fähigkeiten. In unsere Überzeugungen haben wir persönlich investiert. „Ich hab‘s dir ja gesagt“ ist eine so befriedigende Aussage, weil sich einer unserer Glaubenssätze bewahrheitet hat. Wir können unseren Vorstellungen vertrauen. (Aus „NLP das WorkBook“ von Joseph O´Connor.)

Glaubenssätze können wie selbst erfüllende Prophezeiungen wirken. Sie geben uns die Erlaubnis oder blockieren unser Handeln. Wenn Sie sich zum Beispiel für wenig wertvoll halten, könnte es sein, dass dieser Glaubenssatz dazu beiträgt, wie sie sich anderen gegenüber verhalten. Dieser Glaubenssatz wird auch über ihre Gefühle bestimmen, die sie entwickeln, wenn sie auf der Bühne stehen. Anders ausgedrückt: Glaubenssätze können Lampenfieber erzeugen.

Wenn Sie sich für sympathisch halten, werden Sie auf Andere offener zu gehen und ihre innere Überzeugung von sich selbst wird von anderen Menschen gespiegelt. Auch auf der Bühne oder bei Vorträgen und Präsentationen. In diesem Fall wird Ihr Lampenfieber vor einem Bühnenauftritt möglicherweise nur als angemessene Aufgeregtheit von Ihnen selbst wahrgenommen.

Diese Fähigkeit brauchen Sie, wenn Sie Ihr Lampenfieber vor Präsentationen und Vorträgen überwinden möchten

Wenn Sie starkes Lampenfieber vor Vorträgen vermeiden möchten, müssen Sie Ihrem Gehirn antrainieren, Aufmerksamkeit von Menschen ertragen zu können.

Es ist sehr nützlich, diese Fähigkeit zu optimieren, denn, wenn Sie auf der Bühne des Geschehens stehen, können Sie der Aufmerksamkeit von Menschen nicht entfliehen.

Bei Ihren Vorträgen und Präsentationen, präsentieren Sie auch immer sich selbst. Sie stehen auf der Bühne im Rampenlicht, nicht Ihre Präsentationsfolien.

Und wenn Sie im Rampenlicht stehen, sind Sie der Aufmerksamkeit von Menschen sozusagen ausgeliefert.

Wie lässt sich die Fähigkeit „im Rampenlicht stehen können“ optimieren?

Eigentlich geht es um Authentizität. Wenn Sie authentisch sind, können Sie ohne Schwierigkeiten Aufmerksamkeit von Menschen entgegennehmen.

In einem authentischen Zustand bekommen Sie kein Lampenfieber, wenn Menschen Ihnen Zuwendung schenken.

In einem 100-prozentigen authentischen Zustand könnten Sie ohne Lampenfieber vor der gesamten Menschheit stehen. Und Sie hätten Spaß dabei. Zumindest würde es Sie faszinieren, dass sich der gesamte Globus vor Ihnen versammelt.

Wenn Sie zu einhundert Prozent authentisch sind, befinden Sie sich im Flow. Den Flow-Zustand können Sie allerdings nicht permanent aufrechterhalten. Ich lade Sie deshalb ein, sich mit etwas weniger als einhundert Prozent zu begnügen.

Die Fähigkeit „im Rampenlicht stehen zu können“ kann Ihr Gehirn mit mentalen Übungen optimieren. Anders ausgedrückt: Ihr Gehirn optimiert diese Fähigkeit durch seine Vorstellungskraft. Sie laden Ihr Gehirn ein, etwas Neues zu lernen: nämlich authentisch zu sein und so ohne starkes Lampenfieber im Rampenlicht stehen zu können.

Zuerst müssen Sie allerdings Ihr Gehirn austricksen

Der Neocortex (in diesem Teil der Gehirne findet Ihr Denken statt) ist nicht wirklich kooperativ. Deshalb werden wir einen kleinen Trick anwenden und ihn zu einer Zusammenarbeit einladen.

Der Trick: Sie verbinden sich mit einem anderen Teil Ihres Gehirnes. Sie nehmen Kontakt zu Ihrem limbischen Gehirn auf. Dieser Teil menschlicher Gehirne ist unter anderem auch für Emotionen zuständig (Lampenfieber ist eine Emotion).

Es gibt nur ein kleines Problem bei diesem Vorhaben: Ihr limbisches Gehirn kann mit der menschlichen Sprache nichts anfangen.

Dieser Teil des Gehirns spricht nämlich eine besondere Sprache. Es ist keine direkte Sprache, sondern eine indirekte. Und genau diese Sprache werden Sie in den mentalen Übungen anwenden.

Die mentalen Übungen erzeugen auf eine indirekte Art und Weise etwas Neues für Ihr Gehirn.

Und das neu Gelernte unterstützt Ihren Neocortex dabei, kein Lampenfieber mehr durch sein Denken im limbischen System zu erzeugen.

So kann er bei Vorträgen und Präsentationen gelassen bleiben, weil er, der Neocortex, im Rampenlicht stehen kann.

Ihr limbisches Gehirn „spricht“ sozusagen mit Ihrem Verstand. Es sagt ihm so etwas wie: “Alles ist gut, genauso wie es ist.“ Nur eben indirekt, nicht direkt.

Es drückt sich dabei nicht über Sprache (wie bereits erwähnt aus), sondern körperlich. Es lässt Ihren Körper ohne Lampenfieber bei Vorträgen souverän und gelassen bleiben. Das möchten Sie doch, nicht wahr?

Das limbische Gehirn ist dafür verantwortlich, dass Sie Lampenfieber vor Präsentationen und Vorträgen spüren können. Weil es einen direkten Zugang zu Ihrem Körper hat. Der Befehl, der das Lampenfieber entstehen lässt, kommt allerdings vom Neocortex.

Der Neocortex ist der Angst-Anstifter. Das limbische Gehirn macht sie als Lampenfieber vor Präsentationen und Vorträgen spürbar.

Wenn Sie ohne Lampenfieber bei Präsentationen gelassen bleiben wollen, lassen Sie zukünftig das limbische Gehirn „sprechen“ und nicht den „Angstanstifter“.

Vielleicht werden Sie sogar Spaß bei Ihren Vorträgen und Präsentationen entwickeln. Wer weiß schon, was eine Zukunft ohne starkes Lampenfieber alles zu bieten hat, nicht wahr?

Die mentalen Übungen für mehr Gelassenheit und weniger Lampenfieber bei Vorträgen finden Sie hier:

Gelassen vor der Gruppe stehen

Lampenfieber auf der Bühne

Zitat aus einer Diskussion in einem Forum:

„Aus 38 Jahren eigener Bühnenerfahrung an einem mittelgroßen Theater und auch inzwischen etlichen Jahren als HP Psychotherapie und damit verbunden auch der therapeutischen Arbeit mit Kollgegen, kann ich sagen , dass es bei Lampenfieber so gut wie NIE um die Angst vorm Publikum geht ,sondern stets um die Angst vor der Bewertung durch die eigenen Kollegen /Chefs; um ERWARTUNGEN ANDERER zu erfüllen. Maximal noch um die Bewertung durch die Kritik /Presse….die sehr oft vernichtend sein kann und wo man sich dann an den Pranger gestellt fühlt . Dies alles führt in der Folge oft dazu ,dass aus einem gesunden ,leistungssteigerndem Lampenfieber schlimmste Versagensängste werden. Nach meiner Erfahrung sind alle psychischen Probleme auf eines der 3 Dinge zurückzuführen : die ureigene Angst des Menschen vor Ablehnung und Zurückweisung sowie Schuld-und Schamgefühlen.“

Uwe Hampel: „War das bei Robin Williams und Barbara Streisand auch so?“

„Keine Ahnung. ..die kenne ich ja nicht persönlich. Vermutlich schon … Angst vor Niederlagen und Erwartungen nicht erfüllen tritt es ja so gut wie immer. Wer übersteigerte Angst vorm Publikum hat oder sich vor Publikum „eigentlich“ nicht gerne präsentiert, ist dem Beruf falsch . Ich gehe vor allem von Profis aus, die das studiert haben und an den deutschen Theatern beschäftigt sind, in unerbittlichem Konkurrenzkampf , zumeist mit sozialer Unsicherheit, mit wenig Gage und der Option spätestens nach der 15.Spielzeit auf der Straße zu stehen. (Weil danach ginge keine Kündigung, bzw. heißt das bei uns „Nichtverlängerungsmitteilung“ weil die Verträge eh immer nur um ein weiteres Jahr verlängert werden…, mehr …)“

Kleine Geschichte über das Lampenfieber – von einem Musiker geschrieben

Mein Lampenfieber

Mein Lampenfieber äußert sich in einer Anzahl von Symptomen, die ich sonst bei keiner anderen Gefühlsregung feststellen konnte. Konzentrationsverlust, Schweißausbrüche, Gedächtnislücken und die bloße Unfähigkeit meine Stimme so zu benutzen, dass sich nicht jeder Ton anhört, als würde ich das zum ersten Mal machen. In meinen eigenen vier Wänden bewege ich die Finger geschickt und treffe nahezu jeden Ton, stehen im Publikum mehr als zehn Personen kann davon leider nicht die Rede sein. Es ist ein enormer Adrenalinstoß der bei mir vor oder während der Vorstellung eintritt und mich vollkommen neben mir stehen lässt. Als Künstler gehe ich genau wegen diesem Adrenalin auf die Bühne, doch wenn sich dieses ständig in den entsprechenden Symptomen äußert, verzichte ich gerne darauf, wenn ich dafür meine Show ordentlich abliefern kann. Das Lampenfieber löst in meinem Körper eine Art »Kampfreaktion« aus. Der Puls schlägt in ungewohnte Höhen und meine Glieder versteifen sich extrem. Von der feinen Motorik, die für das Spielen einer Gitarre notwendig ist, bleibt leider nichts mehr übrig. In diesem Zustand fühle ich mich als könnte ich in einer Bar eine ganze Horde Boxer verprügeln, doch von Feinmotorik keine Spur!

Kennt Ihr das eben Beschriebene? Wenn nein, dann seid Ihr richtige Rampensäue. Wenn ja, kann ich euch sagen, dass es Hoffnung gibt. Ich selbst habe mein Lampenfieber mittlerweile im Griff. Gebraucht habe ich dafür etwas mehr als ein gutes Jahr. Es hätte durchaus schneller gehen können, wenn ich mich an bestimmte Regeln wirklich kontinuierlich gehalten hätte.

Man muss unbedingt regelmäßig auftreten, denn die Regelmäßigkeit macht den Auftritt zu etwas Gewohntem und vor gewöhnlichen Dingen hat man keine Angst. Man sollte also nicht nur Gigs spielen die einen zu hundert Prozent interessieren und Wochen darauf hinarbeiten, dass macht einen nervös. Bewusst Konzerte zwischen diese Ereignisse legen, die man sonst vielleicht nicht angenommen hätte, also auch mal im Bierzelt auf der privaten Party. Ich nehme diese Auftritte als Vorbereitung für die wirklich interessanten Darbietungen. Ich komme in einen positiven Trott, der mir inzwischen immer noch den Adrenalinstoß versetzt, aber nach 5-10 Minuten klingt dieser ab und ich werde geschmeidiger. Damit diese »Zwischenauftritte« auch ihren positiven Zweck erfüllen müssen diese unbedingt erfolgreich verlaufen. Das heißt man darf auch diese Tricks auf keinen Fall unterschätzen. Liefert man schlecht ab und wird ausgebuht, wirft einen das enorm zurück und die nächsten Auftritte können zur Katastrophe werden. Ein paar Tricks haben mir geholfen dem Risiko aus dem Weg zu gehen das Publikum zu enttäuschen.

Ich spielte für Freunde und Bekannte in örtlichen kleinen Clubs. 90% des Publikums waren mir bekannt, folglich war ich weniger nervös und spielte ganz automatisch ein gutes Konzert. Meine Songliste bestand auch nur aus Titel die ich im Schlaf hätte spielen können. Das heißt, keine neuen Stücke, die einen an die Grenze der eigenen Fähigkeiten bringen! Diese kleinen »Tricks« nutze ich noch heute um mein Lampenfieber in den Griff zu bekommen mit für mich großem Erfolg. Wie Rudolf Platte schon sagte »Lampenfieber ist der Versuch, so zu tun, als hätte man keins.«

Lampenfieber bei Musiker ist weiter verbreitet, als man vermuten möchte

 

Geschrieben von einem Künstler.

Genießen Sie doch lieber Ihren Auftritt!

Die Hände schwitzen…der Kopf fühlt sich völlig leer an…die Blase meldet sich in immer kürzeren Abständen…klare Gedanken – Fehlanzeige…und sowieso hat man das Gefühl, seinen Körper – und generell die Situation – nicht mehr unter Kontrolle zu haben…

So, oder zumindest so ähnlich hat das schon jeder Musiker oder andere Künstler bereits erlebt. Auftrittsangst und erscheint gerade in dieser Berufsgruppe surreal, doch Lampenfieber bei Musiker ist sie weiterverbreitet, als man vielleicht vermuten möchte, und das hat seinen Grund!

Besonders in der Gruppe der Musiker sind ausgesprochen sensible Menschen zu finden. Wenn man bedenkt, dass Musik vor allem mit Emotionen zu tun hat, ist das auch nicht weiter verwunderlich! Egal, ob von Beethoven, Mozart, Metallica oder Lady Gaga – ein Musikstück ist nur dann wirklich gut, wenn der Interpret seine eigenen Gefühle transportieren kann. Und genau darin liegt meist das Dilemma!

Keine Angst vor der Angst!

Geht man auf eine Bühne, hat man das Gefühl, von den Scheinwerfern bis in den kleinsten Winkel des Körpers durchleuchtet zu werden, jeder sieht die Angst vor dem Auftritt. Als Künstler lebt man von der positiven Beurteilung und der Anerkennung des Publikums, man möchte sich selbst und seine Darbietung so perfekt wie nur möglich präsentieren und keinen Anlass liefern, um in irgendeiner Weise bloßgestellt zu werden. Das Paradoxe daran ist: je mehr man sich bemüht, sein Innerstes zu verbergen, desto schlimmer wird es, und desto schlechter wird die Musik…Man verwendet seine gesamte Energie dafür, um seine wahren Emotionen zu verbergen. Für die Musik bleibt dabei nur mehr sehr wenig Gefühl übrig und der Auftritt leidet darunter. Doch wie schafft man den Weg raus aus der Spirale?

Bühnenangst überwinden – Gefühle richtig einsetzen

Gestehen Sie sich ein, dass Sie als Musiker ein extrem sensibler Mensch sind und Bühnenangst haben. Scheuen Sie sich auch nicht, zu Beginn des Auftrittes ehrlich gegenüber dem Publikum zu sein. Wenn es passt, erwähnen Sie, dass sie nervös sind. Wird es ausgesprochen, verliert das Lampenfieber bereits einen Teil seines Schreckens und man fühlt sich automatisch „verbundener“ mit seinen Zuhörern.

Lernen Sie, Ihre Gefühle für sich und Ihren Auftritt zu nutzen! Niemand legt gern sein tiefstes Innerstes vor anderen offen, doch genau das ist es, was Musiker tun – sie spiegeln mit ihrer Musik die verschiedensten Emotionen – und das meist vor wildfremden Menschen. Als Musiker transportiert man über die Stücke Traurigkeit, Verzweiflung, Angst und Zorn, aber auch Freude, Glück und Zufriedenheit. Je besser Sie sich als Musiker diese Gefühle für sich selbst eingestehen können, desto besser können Sie sie auch über Ihre Musik weitergeben! Nehmen Sie Ihre Musik, um Ihrem Publikum zu zeigen, wie Sie ängstlich sind, weinen vor Traurigkeit oder tanzen vor Freude. Nehmen Sie Ihr Publikum mit auf eine Reise in Ihre Gefühlswelt und spielen/singen Sie so Ihre eigene Nervosität buchstäblich weg! Zeigen Sie Ihre ganz eigene Sichtweise der Gefühlswelt und Sie werden feststellen, dass Sie Ihren Vortrag sogar genießen können! Was Ihnen bleiben wird, ist die Anerkennung und Hochachtung der Zuhörer dafür, dass Sie so ehrlich und authentisch sind, sowie die Erkenntnis, dass die Angst vor Auftritten auch ihr Gutes haben kann.

Denken Sie daran:

Das, wovor Sie am meisten Angst haben – nämlich, sich fallen zu lassen – ist das, was Ihre Musik am besten macht!

Lampenfieber Tipps

Authentizität bekommt man nicht geschenkt

Sicheres Auftreten, Selbstbewusstsein und Souveränität entstehen nicht von selbst. Sind die Umwelt, die eigene Vorgeschichte, positive Erlebnisse, Erfolge und Übung wirklich die wichtigsten Einflussfaktoren für die Entwicklung eines hohen Selbstwertes und Authentizität? Und was ist Lampenfieber?

Fehlendes Selbstvertrauen und Unsicherheit beruhen zumeist auf negativen Erlebnissen, Misserfolgen und „schlechten Gefühlen“, die durch Situation in der Vergangenheit entstanden sind und möglicherweise die Ursache für Lampenfieber oder eine Bühnenangst sind.

Abgespeichert im Gehirn, lassen sie im Hier und Jetzt, je nach Situation, einschränkende Muster ablaufen, die eine Auftrittsangst oder andere Blockaden erzeugen können. Neben diesen emotionalen Grundmustern tragen möglicherweise selbstabwertende Denkmuster weiter zur eigenen Verunsicherung bei.

Körperliche Unsicherheitsautomatismen arbeiten mit den emotionalen Mustern Hand in Hand und erhöhen das unsichere Gefühl, verunsichernde innere Dialoge führen zu einer weiteren Verschlimmerung von Lampenfieber, Bühnenangst oder der Angst vor einem großen Auftritt.

Der Kampf gegen Lampenfieber-Symptome ist sinnlos, weil er nie enden wird

Sehr oft stellen mir meine Klienten die Frage: „Was ist Lampenfieber und was ist Auftrittsangst?“  Meine Antwort lautet dann: „Die Frage würde ich eher umwandeln in: „Wie funktioniert der unbewusste Prozess, der Bühnenangst oder Lampenfieber entstehen lässt?“

Wenn Sie Ihr Lampenfieber bekämpfen wollen, führen Sie einen Kampf durch. Aber gegen wen kämpfen Sie dann? Gegen sich selbst? Wenn es in einem Kampf einen Sieger gibt, muss es zwangsläufig auch einen Verlierer geben. Sie wären also gleichzeitig Sieger und Verlierer. Kann das ein hilfreiches Mittel gegen Lampenfieber sein? Wohl eher nicht.

Es geht also nicht darum, Ihr Lampenfieber bewusst zu bekämpfen. Vielmehr ist es nützlich, einen Veränderungsprozess einzuleiten. (Der aber auf der bewussten Ebene nicht zu finden ist.)

Menschliche Empfindungen werden zu neunzig Prozent durch Prozesse gesteuert, die auf der unbewussten Ebene ablaufen. Wäre es anders, könnte jeder, der unter Lampenfieber leidet, auf der bewussten Ebene etwas verändern. Erfahrungen haben aber gezeigt, auf der bewussten Ebene findet sich meistens keine Lösung für das Problem.

Wenn Sie sich schnelle Hilfe bei Lampenfieber wünschen, ist es sehr hilfreich, sich mit den unbewussten Prozessen zu befassen, die bei der Entstehung von Auftrittsangst, Bühnenangst oder Lampenfieber die Hauptrolle spielen.

Wenn Sie Ihr Lampenfieber „nur“ bekämpfen, wird es Ihnen möglicherweise nicht gelingen, Ihre Nervosität vor einem Auftritt dauerhaft aufzulösen.

Ein pauschales Mittel gegen Lampenfieber gibt es nicht. Sich mit den Symptomen zu befassen, halte ich als Lampenfieber-Coach für reine Zeitverschwendung. In meiner Arbeit geht es mir nicht darum, dass meine Klienten lernen, wie sie ihr Lampenfieber bekämpfen können.

Coaching: Lampenfieber, Bühnenangst und Auftrittsangst überwinden

Sehr hilfreich ist die individuelle Veränderungsarbeit auf der unbewussten Ebene. In meinem prozessorientierten Lampenfieber Coaching verändere ich die einschränkenden Prozesse meiner Klienten durch gezielte Interventionen an der Stelle, wo Bühnenangst und Auftrittsangst entstehen. Ich möchte den einschränkenden Prozess verändern und nicht die Lampenfieber-Symptome bekämpfen. Denn das könnte ein Kampf sein, der niemals endet.

Lampenfieber überwinden – die ersten Schritte in eine möglicherweise neue Richtung

Egal, ob Musiker, Schauspieler, Politiker, Vorstandsmitglied oder auch bei Prüfungen – die meisten Leute, die vor Publikum auftreten kennen es: das Lampenfieber.

Es kann sich auf sehr unterschiedliche Arten äußern, dazu gehören zum Beispiel schnellere Atmung, häufige Toilettengänge, Schweißausbrüche, Zittern, trockener Mund und vieles mehr.

Doch was ist Lampenfieber eigentlich? Was macht es mit uns, und wie kann man Lampenfieber überwinden?

Lampenfieber – die Angst vor dem Säbelzahntiger

Lampenfieber wird als belastend empfunden, doch es ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Stresssituationen. Auftritte aller Art sind in gewisser Weise bedrohliche Situationen. Und auf solche wurde unser Körper evolutionstechnisch gut vorbereitet, denn er unterstützte uns schon damals bei der Jagd und bei Angriffen.

Doch von allen menschlichen Ängsten liegen die Redeangst und die Angst, vor Publikum aufzutreten unangefochten an erster Stelle. Doch warum ist ein Auftritt eine so große Stresssituation?

Menschen, die unter Lampenfieber leiden, fürchten die Beurteilung ihrer Leistung durch das Publikum. Niemand möchte gerne ausgelacht werden und sich blamieren, doch je geringer das Selbstbewusstsein, desto größer die Angst vor dem Publikum. Das Ziel eines jeden Menschen besteht darin, Anerkennung und Wertschätzung für seinen Auftritt, für sein Tun zu bekommen. Steht man im Rampenlicht, hat man das Gefühl, komplett durchleuchtet zu werden, sodass jeder unsere Schwächen und geheimsten Ängste erkennen kann. Niemand möchte gerne vor Publikum seine Unsicherheiten und Fehler darbieten und sich so selbst bloßstellen. Doch je mehr man von sich selbst verbergen möchte, desto größer ist der Druck, der auf einem lastet, und umso größer ist auch die Angst, sein Gesicht zu verlieren. Doch was kann man nun tun, um das Lampenfieber im Zaum zu halten?

Lampenfieber überwinden lernen- 9 hilfreiche Maßnahmen, die helfen können. Allerdings nur, wenn Sie sie anwenden

  1. Der erste Schritt dazu ist es, sich das Lampenfieber einzugestehen und vor allem zu akzeptieren. Es ist in Ordnung, auch mal Angst zu haben, und es hat sogar Vorteile. Der Adrenalinstoß, den man dadurch bekommt, erhöht die Aufmerksamkeit und die Konzentration, und der Körper wird dadurch zu einer gesteigerten Leistung angeregt.
  2. Versuchen Sie, Ihr Lampenfieber besser kennenzulernen. Wann ist es am stärksten? Bei welchem Publikum ist es besonders präsent? Welche Gedanken und Gefühle bringt es in mir hervor? Was genau löst den Stress bei mir aus? Wovor habe ich am meisten Angst?
  3. Negative Gedanken sollten in positive umgewandelt werden. Anstatt zu sagen, dass man etwas nicht kann, oder dass man sich bestimmt verreden/verspielen wird, ersetzt man es durch Gedanken, wie: „Ich präsentiere mich so gut ich kann“, oder „Ich werde mein Bestes geben“. Niemand ist ein Versager, nur weil er sich versprochen oder verspielt hat. Fehler sind menschlich und gehören dazu. Achten Sie bewusst auf Ihre Gedanken. Schnell geschieht es, dass man sich selbst als Verlierer oder Angsthase bezeichnet. Stattdessen sollten Sie sich klarmachen, wie mutig es ist, sich vor das Publikum zu stellen und sich zu präsentieren.
  4. Unterstützen Sie Ihren Körper, indem Sie etwas Liebevolles für ihn tun. Quälen Sie ihn vor dem Auftritt nicht mit unnötigen Aufputsch- oder Beruhigungsmitteln, gönnen Sie ihm genug Pausen und Entspannungsphasen und helfen Sie ihm durch bewusste Atemübungen den Herzschlag zu beruhigen. Auch Sport hilft, Stresshormone abzubauen. Ursprünglich war Lampenfieber eine natürliche Reaktion für Angriff und Flucht, der die Menschen dazu brachte, sich reflexartig zu bewegen. Dieses Prinzip funktioniert auch heute noch. Dabei genügt es schon, wenn man vor dem Auftritt einen flotten Spaziergang unternimmt oder einige Treppen steigt, um die Anspannung in den Muskeln zu lösen.
  5. Für viele Menschen ist auch eine Meditation hilfreich. Sie kann helfen, den Körper zu entspannen und die inneren Ressourcen zu aktivieren.
  6. Routine hilft, sich selbstsicherer zu fühlen. Nutzen Sie jede Gelegenheit, um Präsentationen vor Publikum zu üben. Mit der Routine kommt auch die Selbstsicherheit, wodurch die Nervosität vor jedem Auftritt weniger wird.
  7. Gute Vorbereitung ist die Basis einer guten Präsentation. Für diese Phase sollte man auf jeden Fall genügend Zeit einplanen. Erstellen Sie sich einen Plan, um alle Vorbereitungen genau im Blick zu haben. Lassen Sie auch genug Spielraum, um eventuelle Fehler noch in Ruhe korrigieren zu können.
  8. Auch direkt vor dem Auftritt sollte Hektik vermieden werden. Besser rechtzeitig am Ort des Geschehens eintreffen und sich in Ruhe auf das kommende Ereignis vorbereiten.
  9. Und vergessen Sie nicht: etwas Lampenfieber darf schon sein. Es gibt uns jene Energie, die man benötigt, um den Auftritt erfolgreich zu machen!

Wenn Sie mit diesen Ratschlägen Ihr Lampenfieber nicht überwinden können, könnte ein Lampenfieber-Coaching für mehr Spaß auf der Bühne nützlich sein.

Gemischtes über Lampenfieber

Was haben Lampenfieber und Prüfungsangst gemeinsam?

Angst ist ein Gefühl, dass als eine natürliche Reaktion auf potenzielle Gefahren für Leib und Leben entsteht. Dieses Gefühl schützt den Menschen vor möglichen Gefahrenquellen. Seit Anbeginn der Menschheit gehört die Angst als natürlicher Bestandteil zum Überleben. Wer also Prüfungsangst oder Lampenfieber hat, muss sich keine unnötigen Sorgen machen, weil es völlig natürlich ist.

Belastend wird der Zustand aber dann, wenn Schlafstörungen, Herzrasen, Schweißausbrüche oder andere Symptome zum Alltag werden. Wobei die Symptome der Angst schwanken können.

Die Entstehung von Prüfungsangst und Lampenfieber!

Wie andere pathologischen Ängste auch entstehen Lampenfieber und Prüfungsangst auf der unbewussten Ebene des Menschen. Denn andernfalls könnte man die Angst bewusst einfach aufgeben. Die unbewusste Ebene ist schwieriger zu erreichen, deshalb können phobische Ängste nicht einfach abgeschaltet werden.

Trotzdem gibt es Möglichkeiten, die Sie bei Lampenfieber und Prüfungsangst anwenden können. Oftmals haben Betroffene, die unter Prüfungsangst leiden Angst davor, schlecht bewertet zu werden. In gewisser Weise steht ja die eigene Zukunft auf dem Spiel und man möchte einfach keine schlechten Ergebnisse vorlegen. Die Angst besteht dann hauptsächlich darin, dass man die Anforderungen, die einem gestellt werden nicht erfüllen kann. Obwohl Sie sich wahrscheinlich sehr gut auf Ihre Prüfung vorbereitet haben, malen Sie sich nur Schlechtes aus. In Zusammenspiel mit Stress und der unkonventionellen Situation wird die Prüfungsangst zusätzlich verstärkt.

Wer professionelle Hilfe in Anspruch nimmt, bekämpft nicht die Symptome, sondern geht den Ursachen der Entstehung auf den Grund. Lösungen und Strategien werden mit Betroffenen entworfen und umgesetzt. Mit einem Meta-Coaching können Sie Ihre unbewussten dysfunktionalen Bewertungsstrategien verändern und so Ihr Lampenfieber beziehungsweise Ihre Prüfungsangst auflösen. Der Veränderungs-Prozess wird dabei unterschiedlich lange dauern.

In den meisten Fällen spielt bei Lampenfieber und Prüfungsangst ein unbewusster innerer Konflikt die Hauptrolle bei der Aufrechterhaltung der Schwierigkeiten. Wird der Konflikt aufgelöst, lösen sich in der Regel auch die innerlichen Anspannungen auf und es entsteht Gelassenheit vor prüfenden Situationen oder in vergleichbaren Zusammenhängen.

Lampenfieber und Flugangst oder wenn die Angst vor dem Versagen erklärt wird

Viele Menschen, die vor Publikum stehen müssen, kennen das: leichtes Lampenfieber macht sich kurz vor dem Auftritt breit. Man ist aufgeregt und hofft, dass alles wie am Schnürchen klappt. Zu starkes Lampenfieber kann allerdings auch Ängste hervorrufen und Betroffene lähmen.

Der Redner malt sich z. B. aus, was während des Auftritts alles schieflaufen kann. Er denkt intensiv darüber nach, was passiert, wenn er sich verspricht, seinen Text vergisst oder ihm sonst irgendein Missgeschick passiert. Die Angst vor einer peinlichen Panne wächst von Minute zu Minute. Schließlich ist der Auftritt da und vor lauter Aufregung passiert tatsächlich ein Versprecher oder ähnliches. Nun fühlt sich der Betroffene in seiner Angst bestätigt. Ein Teufelskreis beginnt.

Vor jeder Veranstaltung befällt den Redner erneut diese extreme Sorge vor dem Versagen. Starkes Lampenfieber ist Versagensangst, doch eigentlich ist es die Bewertung der Angst. Dabei handelt es sich um ein Gefühl. Wir programmieren in unserem Unterbewusstsein ein Gefühl des Versagens ein. Unbewusst entwickeln sich Ängste aus unseren Gedanken, weil Angst-Gefühle von bewertenden Gedanken erzeugt werden.

Lampenfieber kann durch den Verstand nicht erfasst werden

Diese Angstgefühle, zu denen auch das chronische Lampenfieber gehört, entstehen in unserem Unterbewusstsein. Betroffene das Angst-Gefühl also nicht bewusst und können es auch nicht rational erklären. Und genau das scheint die Mutter dieser Art von Problemen zu sein.

Man will etwas erklären: nämlich seine Angst. Und die lässt sich nicht erklärbar, weil es eine Angst vor etwas ist, wovor man keine Angst zu haben braucht. Das weiß der Verstand auch. Und genau das macht ihm Angst. Eine Paradoxie, das sich aus sich selbst heraus am Leben erhält.

Der Verstand kann es nicht fassen, warum der Körper so extreme Lampenfieber erzeugt. Sie können sich noch so sehr den Kopf darüber zerbrechen, wie das Problem gelöst werden könnte. Es wird Ihnen auf der bewussten Ebene nicht gelingen, da ein unterbewusster Prozess nicht mit dem Bewusstsein erfasst und beseitigt werden kann. Hilfreich ist es, auf der unbewussten Ebene zu arbeiten.

Es ist nützlich, sich den genauen Ablauf bewusst zu machen. Was genau redet man sich immer und immer wieder ein? Was passiert in der geistigen Vorstellung, dem Kopfkino? Warum macht das Angst? Erst, wenn einem das einschränkende Gefühl bewusst wird, kann auf der rationalen Ebene mit einem Lampenfieber-Coaching eine Lösung gefunden werden. Das Unterbewusstsein wird sozusagen „umprogrammiert“.

Versierte Coaches können mit den richtigen Ansätzen bereits in wenigen Sitzungen große Erfolge erzielen. Mithilfe von verschiedenen mentalen Techniken kann das Unterbewusstsein auf Erfolg statt auf Misserfolg programmiert werden. Dazu zählt unter anderem auch das Beseitigen von inneren Konflikten, wie es bei pathologischem Lampenfieber meist der Fall ist. Betroffene können sich dann der Herausforderung eines Auftritts oder einer Präsentation vor Publikum ohne Angst stellen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Problem Flugangst. Auch hier malen sich Betroffene Horrorszenarien aus und steigern sich schließlich so in ihre Vorstellungen hinein, dass sie unfähig sind, sich auch nur in die Nähe eines Flugzeugs zu begeben. Flugangst ist ein weit verbreitetes Problem. Und auch dieses lässt sich mit den richtigen Ansätzen in einem Flugangst-Coaching meistens recht einfach lösen. Gefühle müssen mit dem Verstand in Verbindung gebracht werden, weil die meisten Ängste durcheinen Konflikt zwischen dem Neocortex (Verstand) und dem limbischen Gehirn (Emotion) aufrechterhalten werden. Eine „echte Phobie“ kann allerdings auch ohne einem inneren Konflikt entstehen. Anschließend sorgt ein erfahrener Coach in nur wenigen Sitzungen dafür, dass man angenehme Gedanken mit dem Fliegen verbindet. Dadurch verschwindet die Flugangst und man ist wieder in der Lage, in den Urlaub oder zur Geschäftsreise mit dem Flugzeug zu starten.

Lampenfieber Weiterführende Links

Sind Menschen vor der laufender Kamera sie selbst?

Aktualisiert 29.05.2019

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