Glückliche Beziehung – 22 Dinge können Sie dafür sofort umsetzen

Paare, die eine glückliche Beziehung führen, haben besondere Grundmuster in ihrer Kommunikation.

Paare, die eine glückliche Beziehung führen, haben besondere Grundmuster in ihrer Kommunikation. Wenn Sie diese Grundmuster kennen und in Ihrer Beziehung anwenden, holen Sie sich das Paradies zurück. Verstehen und lernen können Sie diese Kommunikationsmuster am besten, wenn Sie sich den Unterschied zwischen Frau und Mann bewusst machen.

Auf dieser Seite finden Sie:

  1. 22 Tipps, die Sie in Ihrer Beziehung sofort umsetzen können,
  2. ein Video, in dem ich Ihnen den Unterschied zwischen Frau und Mann erläutere,
  3. allgemeine Hinweise, die für eine glückliche Beziehung sehr nützlich sein können.

22 wichtige Dinge über eine glückliche Beziehung

Eine glückliche Beziehung ist das, was sich ein jeder wünscht. Sie gibt im Alltag Halt und ist ein wichtiger Bestandteil eines glücklichen und ausgeglichenen Lebens. Doch was macht eine glückliche Beziehung aus? Und wie führt man eine glückliche Beziehung?

Diese 22 Tipps sind der erste Schritt um Ihre „Beziehung glücklich zu machen“. 

Glückliche Beziehung Tipp 1: Einander nie als selbstverständlich wahrnehmen

Wenn der Alltag sich einschleicht, kann es schnell vorkommen, dass man sich nicht mehr gegenseitig wie anfangs wertschätzt und einander Aufmerksamkeit schenkt. ein solches Verhalten sorgt jedoch auf beiden Seiten auf Dauer für Frust. Daher ist es wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass ein anderer Mensch sein Leben mit einem teilen möchte.

Glückliche Beziehung Tipp 2: Kommunikation

Besonders wichtig in langen Beziehungen ist die Kommunikation. Man sollte niemals aufhören, wirklich interessiert am Leben des anderen zu sein und diesen mit echtem Interesse nach dessen Tag zu fragen. Oft entsteht auch Unzufriedenheit, weil man dem anderen nicht sagt, was einen stört. Offen kommunizieren zu können ist daher besonders wichtig.

Glückliche Beziehung Tipp 3: Sich trauen, man selbst zu sein

In langen Beziehungen ist es von besonderer Bedeutung, sich wechselseitig so zu nehmen, wie man ist. Man sollte sich auf keinen Fall vor dem anderen verstellen und zu sich selbst stehen.

Glückliche Beziehung Tipp 4: Körperlichkeit leben

Sex macht nicht nur Spaß, sondern ist auch mitunter das Intimste, was zwischen zwei Menschen stattfinden kann und schafft Nähe. Körperlichkeit hält die Beziehung lebendig.

Glückliche Beziehung Tipp 5: Keine Vergleiche

Ganz besonders quälend kann in der „Generation Tinder“ auch die Frage sein, ob es nicht irgendwo noch etwas Besseres gibt. Dieser Frage nachzugehen, führt zu endloser Rastlosigkeit und macht nicht glücklich. Viel wichtiger ist es, das Beste aus der aktuellen Beziehung zu machen.

Glückliche Beziehung Tipp 6: Ehrlich sein

Ehrlichkeit ist in Beziehungen ein wichtiger Grundstein, da Vertrauen nur auf Ehrlichkeit basieren kann.

Glückliche Beziehung Tipp 7: Auch Schwächen und Fehler zeigen

Die Partnerschaft ist der Ort, an dem man ganz man selbst, auch mit allen Macken und Fehlern, sein kann. Nur, wer zu seinen Makeln steht und diese vor dem anderen nicht verbirgt, kann sich rundum wohlfühlen.

Glückliche Beziehung Tipp 8: Sich gegenseitig unterstützen

Die Beziehung ist nicht nur ein Rückzugsort aus dem stressigen Alltag. Besonders glücklich sind Partnerschaften, in denen man sich wechselseitig bei Aufgaben und Plänen unterstützt.

Glückliche Beziehung Tipp 9: Gemeinsam lachen

In der Partnerschaft kann man ruhig auch Unsinn zusammen machen und albern sein. Wer immer ernst ist, verpasst etwas.

Glückliche Beziehung Tipp 10: Treffen statt WhatsApp

Um die Beziehung lebendig zu halten, ist es auch wichtig, die Kommunikation nicht nur online ablaufen zu lassen. Das persönliche Treffen ist immer wichtiger und sorgt für ganz andere Eindrücke.

Glückliche Beziehung Tipp 11: Sich attraktiv und gesund halten

Wer sich in einer langen Beziehung gehen lässt, sich ungesund ernährt und keinen Sport treibt, fühlt sich irgendwann auch selbst nicht mehr gut. Man möchte sich schließlich nicht nur für den Partner, sondern auch vor sich selbst attraktiv und begehrenswert fühlen und kann den Partner dann daran teilhaben lassen. Wer sich attraktiv fühlt, kann das schließlich auch ausstrahlen.

Glückliche Beziehung Tipp 12: Sich verzeihen können

Keine Beziehung läuft ohne Streit ab. Umso wichtiger ist es, auch einmal nicht alles auf die Goldwaage zu legen und nicht nachtragend zu sein. Eine Partnerschaft kann nur gut funktionieren, wenn man einander verzeihen und großzügig sein kann.

Glückliche Beziehung Tipp 13: Kleine Aufmerksamkeiten erhalten die Liebe

Wann haben Sie Ihre bessere Hälfte zuletzt mit einem heißen Bad oder dem selbst gekochten Lieblingsessen überrascht? Kleine Aufmerksamkeiten bleiben nicht nur positiv im Gedächtnis, sondern erhalten auch die Liebe.

Glückliche Beziehung Tipp 14: Den Haushalt gemeinsam regeln

In vielen Partnerschaften beschwert sich einer über den anderen, dieser beteilige sich zu wenig im Haushalt. Daher empfiehlt sich eine klare Aufteilung und Regelung des Haushalts, um Streit zu vermeiden und die Harmonie zu fördern.

Glückliche Beziehung Tipp 15: Nie aufhören, Dates miteinander zu haben

Abends gemeinsam vor dem Fernseher die Lieblingsserie zu sehen und sich dabei den Nacken zu kraulen, kann zweifelsohne sehr schön sein. Damit die Langeweile jedoch nicht Einzug halten kann, solle man auch in langen Beziehungen nie aufhören, Dates miteinander zu haben und Abwechslung in den Alltag zu bringen.

Glückliche Beziehungen Tipp 16: Es langsam angehen lassen

Wer verliebt ist, der neigt vielleicht dazu, alles etwas zu überstürzen. Bei einer glücklichen Beziehung kommt es jedoch überhaupt nicht darauf an, wie schnell man zusammenzieht, heiratet und Kinder bekommt. Viel wichtiger ist es, sich gemeinsam als Paar zu entwickeln und größere Entscheidungen gründlich zu überdenken.

Glückliche Beziehung Tipp 17: Nicht weglaufen

Sich einfach zu trennen, sollte es nicht passen, ist für viele Menschen eine Option, die schnell ergriffen wird. Dabei kann es viel wichtiger sein, gemeinsam an sich und der Beziehung zu arbeiten. Mister und Misses Perfect gibt es schließlich nicht und viele Probleme sowie Muster werden sich in anderen Beziehungen wiederholen, wenn man sie nicht erkennt und aufarbeitet.

Glückliche Beziehung Tipp 18: Den anderen loben

Um dem anderen Liebe und Anerkennung zu zeigen, sollte man ihn auch loben, wenn man mit etwas sehr zufrieden ist. Wer immer nur kritisiert, macht den anderen und sich selbst unzufrieden.

Glückliche Beziehung Tipp 19: Eine gemeinsame Linie in Bezug auf Ausgaben entwickeln

Wenn in einer Partnerschaft der eine das Geld mit beiden Händen ausgibt, der andere aber sehr sparsam und minimalistisch ist, kann dies zu Konflikten führen. Eine gemeinsame Linie in Bezug auf den Umgang mit Geld ist daher wichtig.

Glückliche Beziehung Tipp 20: Nicht zu eifersüchtig sein

Eifersucht kann ein echter Beziehungskiller sein. Wer stets Streit anfängt, weil der Partner vermeintlich mit jemandem Kontakt gehabt oder geflirtet haben soll, zeigt damit, dass er ihm nicht vertraut und sich unsicher fühlt.

Glückliche Beziehung Tipp 21: Kompromissbereitschaft zeigen

Jede gesunde und lange Partnerschaft lebt auch durch Kompromisse. Stets den eigenen Willen durchsetzen zu müssen, kann auf Dauer einsam und unzufrieden machen.

Glückliche Beziehung Tipp 22: Die eigenen Launen nicht am anderen herauslassen

Besonders wichtig für eine zufriedene Beziehung ist es auch, den anderen stets zu respektieren und es ihn nicht spüren zu lassen, wenn man einen schlechten Tag hatte.

Allgemeine Hinweise für eine glückliche Beziehunge

Wenn Besitzdenken und Eifersucht die Liebe verdunkeln

“Even after all this time the sun never says to the earth, ‚You owe me.‘ Look what happens with a love like that. It lights the whole sky.” (Hafiz, ein persischer Poet)

Oder frei übersetzt:

Sogar nach all dieser Zeit sagt die Sonne niemals zur Erde: „Du gehörst mir.“. Schau dir an, was mit so einer Liebe passiert. Sie erhellt den ganzen Himmel.

Klingt schön und simpel, nicht? Doch in der Realität lässt sich dieser gelassene Umgang miteinander nicht immer leicht umsetzen. Viele Beziehungen, Partnerschaften und Ehen sind geprägt von Misstrauen, gegenseitigen Vorwürfen und Besitzdenken. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: Eifersucht, oftmals ausgelöst durch die Social Media, aber ebenso unerfüllte Bedürfnisse (Meta-Bedürfnisse von Frau und Mann – siehe Video)  und Vertrauensbrüche. Als Folge beginnt eine Spirale der gegenseitigen Verbote und Einschränkungen, die die Ehe retten sollen. Doch letztendlich bewirkt es häufig leider das Gegenteil, die Partnerschaft rückt eher Richtung Ende als zurück zu der zuvor glücklichen Beziehung.

Unausgesprochene und ausgesprochene Regeln

In einer Partnerschaft gibt es Regeln, wie in jeder zwischenmenschlichen Beziehung: Es gibt Dinge, die wir zulassen können, aber es gibt auch Verhaltensweisen, die wir als störend empfinden und die uns verärgern. Dieses Regelwerk ist zum Einen durch unsere Erziehung entstanden, zum Anderen beruht es auf Erfahrungen z. B. aus vorherigen Beziehungen. Problematisch ist, dass jeder Mensch sein eigenes „Gesetzbuch“ führt. Der Großteil unseres Regelwerks ist zudem noch unausgesprochen, d. h. wir kommunizieren das, was wir erwarten, nicht mit unserem Partner. Wir gehen davon aus, dass er unsere Grenzen wie selbstverständlich kennt und einhält. Dies können Sie gut mit einem Eisberg vergleichen: Das Ausgesprochene ist das Sichtbare, der Großteil der Erwartungen liegt jedoch unter Wasser und ist für unseren Partner nicht greifbar. Um das Ganze noch komplizierter zu machen, sind die Bedürfnisse von Männern und Frauen auch noch evolutionsbedingt verschieden – Männer verstehen Frauen nicht, und Frauen verstehen Männer nicht.

Meta-Kommunikation von Frau und Mann für glückliche Beziehungen

Der Schlüssel für eine glückliche Beziehung ist ein ehrlicher Umgang miteinander. Die Kommunikation (Meta-Kommunikation von Frau und Mann) der gegenseitigen Erwartungshaltung, also das Offenbaren der Gefühle unter der Wasseroberfläche, ist der erste Schritt für gegenseitiges Verständnis und ein respektvolles Miteinander.

Nicht die Paare sind krank, sondern die Kommunikation. Und die kann gesunden.

Aus einer Beziehungskrise wieder herausfinden

Wenn unausgesprochene Regeln verletzt wurden, ist es oft hilfreich, einen Beziehungscoach hinzuzuziehen. Auch, wenn die Fronten bereits sehr verhärtet sind: Sofern beide Partner ihre Beziehung retten wollen, ist noch nichts verloren. Ein Beziehungscoaching kann Ihnen dabei helfen, die gegenseitigen Meta-Bedürfnisse und Wünsche zu thematisieren, aufzuschlüsseln und die Gelassenheit, die Sie aus den Anfängen Ihrer Beziehung kennen, wieder zu gewinnen. Eine glückliche Beziehung hat Grundmuster, das jedes Paar lernen kann. Wann fangen Sie mit dem Lernen an? Fordern Sie jetzt ein kostenloses Beratungsgespräch an. Ich zeige Ihnen, wie auch Sie eine glückliche Beziehung führen können.

6 universelle Regeln und eine Grundannahme für eine glückliche Beziehung

Für eine Beziehung zwischen Frau und Mann gibt es taktische und strategische Elemente. Die ersten Elemente wirken kurzfristig, die zweiten langfristig.

Wenn Sie diese Elemente verändern, verändert sich die Qualität Ihrer Beziehung.

Ich zeige Ihnen, welche Elemente für Ihre Beziehung wichtig sind. Und Sie lernen, wie Sie diese Elemente für eine harmonische Beziehung beeinflussen können. Das Gelernte wenden Sie natürlich nur an, wenn Sie eine glückliche Beziehung führen möchten.

Ihr persönliches Wohlbefinden hat eine taktische und eine strategische Komponente.

Wenn Sie gerade ein schlechtes Gefühl haben, können Sie sofort etwas dagegen tun. Sie können Ihr schlechtes Gefühl in ein Positiven verändern.

Das ist kurzfristiges, also taktisches Verhalten.

Wenn Sie in bestimmten Situation die gleichen negativen Gefühle haben und das immer wieder oder sogar ständig vorkommt, dann sind strategische Elemente dafür verantwortlich. Diese Elemente können Sie meistens nur langfristig verändern.

In Beziehungen zwischen Frauen und Männern ist es ebenso.

Bei Schwierigkeiten in einer Partnerschaft gibt taktische und strategische Komponenten, mit denen die Beziehung optimiert werden kann.

Auch in diesem Zusammenhang gilt das Paretoprinzip. Das Einhalten einiger Grundprinzipien reicht aus, um Ihre Beziehung wieder in Harmonie zu bringen.

Das wichtigste strategische Grundprinzip

Wenn das, was Sie tun nicht das zum Ergebnis hat was Sie sich vorstellen, suchen Sie sich jemand Anderen.

Viele Menschen leben lieber jahrelang in einer trostlosen und leidvollen Beziehung, als dieses Grundprinzip zu befolgen.

In unzähligen Gesprächen, in denen es um Beziehungsprobleme geht, werden von den Beziehungspartnern sehr oft gute Gründe für die Beziehungskrise aufgeführt. Das spannende daran ist, dass die vielen aufgeführten Gründe, eine gemeinsame Ursache haben. Und zwar ist die Ursache der Beziehungspartner. So unterschiedlich die Gründe auch sind, in den Gesprächen wird meistens immer die Gleiche Forderung gestellt: Der Andere soll sich ändern.

Aber warum sollte der Andere das tun?

Wenn ich in meinen Beziehungsberatungen diese Frage stelle, haben die Forderungssteller in den meisten Fälle keine plausible Antwort parat.

Daraus ergibt sich die erste taktische Regel in einer Beziehung.

Regel 1 – Sie sind für Ihre Beziehung verantwortlich

Beziehungen sind komplexe Systeme der Interaktion. Und die Interaktionen werden von allen beteiligten Partnern erzeugt und gesteuert. An Schwierigkeiten in einer Beziehung haben immer alle beteiligten Partner ihren Anteil.

Ein Sprichwort sagt: „Der Hehler ist genauso schlecht wie der Stehler.“

Wenn Sie glauben, zu wissen, dass ausschließlich Ihr Partner/Ihre Partnerin für das Beziehungsproblem verantwortlich ist, dann ist das schlicht und einfach ein Irrtum.

Stellen Sie sich vor, Sie würden auf die „Angebote“ Ihres Partners/Ihrer Partnerin nicht eingehen!

Zum Streiten gehören immer zwei, nicht wahr? Das sagt zumindest ein Sprichwort.

Wenn Sie für das Verhalten Ihres Gegenübers alleine die Verantwortung tragen würden? Was müssten Sie dann an Ihrem Verhalten ändern?

In einer Beziehung ist nicht nur der individuelle Zustand der einzelnen Beziehungspartner wichtig, sondern besonders die Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen Ihnen sind es. Jedes Verhalten eines Partners ist gleichzeitig Ursache und Wirkung des Verhaltens des anderen Partners (Zirkularität). So ist es auch wenig sinnvoll, bestimmte „Charaktereigenschaften“ zu definieren und zu behaupten, ein Partner „sei“ so. Vielmehr sollte das „Sosein“ als Teil eines Wechselwirkungsprozesses, einer Interaktion in ihrem systemischen Sinnzusammenhang verstanden werden.

Regel 2 – Veränderungen bei Beziehungsproblemen

Jede Veränderung in einer Beziehung muss von Ihnen selbst ausgehen.

Einen anderen Menschen zu verändern ist ohne seine Einwilligung unmöglich. Es ist auch unethisch, weil es eine Manipulation wäre.

Durch eine Veränderung Ihres Verhaltens, können Sie jedoch das ganze gruppendynamische System Ihrer Beziehung verändern.

Verändert ein Element eines Beziehungsgeflechtes sein Verhalten, müssen alle anderen Elemente darauf reagieren und ihr Verhalten anpassen.

Zur Optimierung einer Beziehung gibt es eine ungeschriebene Regel: Soziale Kontakte außerhalb einer Beziehung sind nötig. Immer nur zu zweit zu Hause zu sitzen tut jedem Partner nicht gut und der Beziehung ebenfalls nicht.

Regel 3 – Eine perfekte Beziehung braucht Freiraum

Harmonische Beziehungen funktionieren nur auf der Basis von Angeboten. Nicht auf der Basis von Nachfrage.

Ein Beispiel: Mal angenommen, Sie lieben klassische Musik. Ihr Partner kann damit nichts anfangen und wird nervös, wenn er Mozart hört. Ihr Partner hat eine Vorliebe für Techno-Musik. Sie machen diese Rhythmen aggressiv. Sie mögen Kunst und gehen deshalb gern zu Kunstausstellungen. Ihr Partner liebt Mode und lässt sich gern in Modehäuser inspirieren. Müssen Sie beide Opfer füreinander bringen? Natürlich nicht. Sie suchen sich jemanden, der gerne Klassik hört und der Konzertbesuch wird zu einem echten Erlebnis. Suchen Sie sich einen Kunstliebhaber und Sie können sich mit ihm austauschen.

Man sollte natürlich darauf achten, dass es in einer Partnerschaft eine ausreichend große Schnittmenge an Interessen gibt. Sonst wird die Beziehung langweilig und fade.

Wo die Regel beginnt, ist damit beschrieben. Wo endet Sie?

Das können Sie mit Flexibilität selbst bestimmen oder besser noch: Beide Partner bestimmen es.

Eine „Beziehung als Angebot leben“ beginnt meistens mit Kleinigkeiten: Geschirrspüler, Mülleimer, Waschmaschine usw..

Wenn es damit klappt, können Sie Ihre Komfortzone erweitern. Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Partner damit einverstanden ist. Darüber zu sprechen, erfordert ein großes Fingerspitzengefühl.

Regel 4 – Die sachliche und die emotionale Ebene trennen

Bei verbalen Auseinandersetzungen sollte die sachliche Ebene und die emotionale Ebene immer getrennt werden.

Diese Grundregel ist in der Theorie einfacher als in der Praxis.

Bereits Pawlow hat mit seinem Hundeexperiment gezeigt, wie leicht der Hund einem Muster folgt. In der Verhaltenstherapie wird dies als Konditionierung bezeichnet.

Bei uns Menschen ist das genauso. Der freie Wille ist meistens überhaupt nicht so frei, wie Sie es gerne hätten.

Die Erkenntnisse von Pawlow werden in der Wirtschaft, Werbung und Verkauf genutzt.

In einer Beziehung führt es dazu, dass sich (meist unbewusst) Verhaltensmuster bilden und das gleiche Verhalten im gleichen Kontext fast zwanghaft immer wieder auftritt. Man nennt das dann situative Verhaltenskonditionierung.

Der wissenschaftliche Name für „Streit in der Beziehung um immer das gleiche Thema“ ist Verhaltenskonditionierung.

Möglicherweise haben Sie schon einmal bemerkt, dass Sie sich fest vorgenommen haben, sich von Ihrem Partner nicht mehr aus der Fassung bringen zu lassen und genau dies dann wieder passiert. Und das, obwohl Sie aufgepasst haben und sich selbst davor gewarnt haben?

Genau das macht die Konditionierung mit Ihnen. „Schuld daran“ ist die Konditionierung natürlich nicht. Das wäre dann nur eine Ausrede für Sie.

Regel 5 – Lösungsorientiert vorgehen

Bei Auseinandersetzungen ist es sehr nützlich lösungsorientiert und konkret vorzugehen.

Lösungsorientiert bedeutet: Man arbeitet mit dem Partner auf eine von beiden akzeptierte Lösung hin.

Problemorientiert bedeutet das Gegenteil davon. Genau dort landen die meisten Gespräche, wenn ein Paar seine Beziehung retten möchte.

Fragen Sie sich und den Partner/die Partnerin: Was genau muss sich bei uns verändern, damit wir eine Herausforderung bewältigen können?

Wenn die Vorschläge zu einer Lösung, die Ihre Person betreffen, auch von Ihnen kommen und wenn die Vorschläge des Partners von ihm oder ihr kommen, sind Sie beide bereits auf dem richtigen Weg.

Oftmals wird der Partner aufgefordert sich gefälligst zu verändern. Das allerdings verletzt mehrere in diesem Artikel aufgeführte Grundregeln.

Bei der Zielsetzung sind nur Zahlen, Daten und Fakten wichtig.

Emotionen (meist kombiniert mit negativen Schuldvorwürfen) können Sie sich sparen, weil sie zu nichts führen.

Stellen Sie nicht gleich die Basis Ihrer Beziehung in Frage. Bei einem Beziehungsgespräch darf das Vertrauen in das Funktionieren Ihrer Beziehung vorhanden bleiben. Im Gespräch geht es um Herausforderungen und um eine Optimierung der Beziehung. Nicht gleich um das Fortführen der Beziehung selbst.

Regel 6 – In Konfliktsituationen hilft Abstand

Breits der gesunde Menschverstand kennt diese Grundregel: Abstand hilft.

Nach jeder Auseinandersetzung ist es sehr hilfreich, die Argumente nochmals zu überdenken und ein paar Tage sacken zu lassen. Das Gespräch sollte möglichst wertneutral betrachtet und überdacht werden.

Man sollte mindestens eine Nacht darüber schlafen und die Gedanken aus dem Gespräch auf eine positive Art mit in die Träume nehmen, damit das Gehirn das Erlebte verarbeiten kann.

Das gibt den Partnern auch die Möglichkeit, Entscheidungen erst nach reiflicher Überlegung zu treffen.

Optimal ist es, Entscheidungen nur mit guten (besser sehr guten) Gefühlen zu treffen.

Schlechte Gefühle generieren meistens auch schlechte Entscheidungen.

Hinweis: Wenn es Ihnen nicht gelingt in einen positiven Zustand zu kommen, hilft Abstand. Gehen Sie an einen Ort, wo Sie Ablenkung finden und mit Abstand darüber nachdenken können.

7. Eine nützliche Grundannahme

Jedes menschliche Verhalten hat eine positive Absicht und einen Kontext, in dem es nützlich ist.

Sie dürfen zu der Annahme kommen, dass Ihr Partner/Ihre Partnerin in diesem Moment nicht über eine geeignete Strategie verfügt, Ihnen zu sagen, welche positive Absicht genau hinter seinem/Ihrem momentanen Verhalten steckt:

  • dass er/sie eigentlich Geborgenheit sucht und gleichzeitig Angst davor hat
  • dass er/sie eigentlich Liebe braucht aber Angst davor hat, Liebe zu geben
  • dass er/sie Nähe haben möchte, aber Nähe nicht aushalten kann.

 

Sie könnten vielleicht Brücken bauen. Achten Sie darauf, dass die Beziehung nicht von Anfang an perfekt ist, sondern für beide Partner zu einem wundervollen Weg wird, der jeden Tag zu neuen Entdeckungen und positiven Überraschungen führen darf.

Wenn Sie mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin wirklich glücklich sein möchten, gibt es noch sehr viel mehr zu berücksichtigen.

Die beschriebenen Regeln können Sie, wenn Ihre Beziehung in einer Krise steckt, auswendig lernen und anwenden.

Bei Beziehungsproblemen hilft es sehr, sich jede einzelne Grundregel für ein Beziehungsgespräch vorzunehmen und gemeinsam darüber zu diskutieren.

Bereits ein einzelnes Gespräch kann das Verständnis für die Welt, in der Ihr Partner/Ihre Partnerin lebt, dramatisch verändern.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Menschen umgeben, die an Ihrem Glück und Wohlergehen Interesse haben und selbst einen positiven Anteil daran haben möchten.

Wenn Sie Ihre Beziehung retten wollen, sollten Sie die 3 Meta-Bedürfnisse Ihrer Partnerin/Ihres Partners kennen.

Weiterführende Links

Beziehung retten
Frauen verstehen
Wie Beziehungen uns stark machen

Aktualisiert am 21.08.2018

Der Umgang mit Ihrem Beziehungs-Konto – Geben und Nehmen

Der Versuch einer Beschreibung dieser Eigenschaften und ihre möglichen Auswirkungen in einer Beziehung zwischen Frau und Mann.

Möglicherweise sorgt sie für Orientierung im Meer der Beziehungen.

Im besten Falle ändern Sie Ihre Ansichten und vielleicht sogar Ihr Verhalten.

Ohne eine Gegenleistung zu erwarten, etwas zu geben ist altruistisch.

Dies ist eine gute Eigenschaft. Das behaupten jedenfalls die Bibel und die Gesellschaft.

Was sagen Sie?

Wieviel können Sie geben, ohne selbst etwas zu bekommen?

Was genau machen Sie mit Ihren Gefühlen, wenn die „Blutsauger“ nicht genug von Ihrer Großzügigkeit bekommen.

Wie genau gehen Sie dann mit Ihren Emotionen um, wenn Sie von denen emotional „ausgelutscht“ werden?

Erwarten Sie dafür eine Gegenleistung in der fernen Zukunft? Heute bekommen Sie noch nichts zurück. Aber möglicherweise morgen oder übermorgen. In einer Woche? In einem Monat? In einem Jahr?

Wenn es dann (auch mal) um Sie gehen darf, erhalten Sie dann Ihren wohlverdienten Lohn?

Ist Ihnen der Lohn dafür nicht wichtig? Sind Sie einfach nur freizügig und geben wann immer sie wollen?

Die gesellschaftliche Idee der Gegenseitigkeit

Die gesellschaftliche Idee der Gegenseitigkeit ist der Versuch, das, was uns andere Menschen gegeben haben, aus Dankbarkeit zurückzugeben.

Diese Erklärung reicht bis in die Vorzeit zurück: Der Ur-Mensch musste zum Überleben teilen: Essen, Werkzeuge, Wissen und die Höhle. Sogar Sex musste er teilen. Das Überleben der Sippe wurde durch die Solidarität des Einzelnen in der Gemeinschaft gesichert.

Bis heute ist diese lebensnotwendige Sozialeigenschaft in unserem Gehirn als Meta-Muster auf der Festplatte (im Unbewussten) abgespeichert.

Wir besitzen einen angeborenen Sinn für das, was wir anderen geben, und für das, was wir selbst von anderen bekommen.

Auch wenn es Ihnen nicht bewusst ist: Ihr Unbewusstes führt eine Art virtuelles Konto, auf dem Geben und Nehmen verbucht werden. Genau wie auf Ihrem Bankkonto.

Die sozialen Schulden kommen ins Soll. Das soziale Guthaben kommt auf die Habenseite.

Leider haben viele Menschen in unseren modernen Zeiten keine Schwierigkeiten damit, den sozialen Dispo-Kredit auf dem eigenen Konto maßlos zu überzeihen.

Das Konto wird überzogen und sie denken überhaupt nicht daran, den Kredit zurückzuzahlen.

Das nennt man Egoismus. Ich nenne es Egomanie.

Wie bereits erwähnt, hat das Gehirn einen Sinn dafür, wenn man mehr nimmt, als man gibt. Meist möchte das Individuum aus bestimmten Entscheidungskriterien auch etwas zurückgeben.

Manchmal nutzen andere diesen sensiblen Sinn für moralische Schulden skrupellos aus. Nach dem Motto: „Ich tue für dich etwas, damit du dich verpflichtet fühlst, etwas für mich zu machen.“ So entsteht eine künstliche Leistung auf Gegenseitigkeit. Jemand hilft Ihnen, damit Sie ihm einen Gefallen schulden.

Aus dieser Dynamik schlagen die Krishna-Jünger großen Profit. Sie schenken Ihnen auf der Straße Blumen und behaupten, dass sie Geld für ihre Stiftung sammeln. Wegen des Geschenks fühlen Sie sich dann verpflichtet, etwas zu spenden. Zumal es ja obendrein auch noch für einen guten Zweck ist. Wo das Geld dann landet, werden Sie allerdings nie erfahren.

Geben Sie ohne eine Gegenleistung zu erwarten?

Die allermeisten Menschen beantworten diese Frage sofort mit „ja“. Ohne nur eine Sekunde zu zögern. In Wahrheit erwarten sie jedoch immer, dass sie etwas zurückbekommen.

Das bedeutet nicht, dass Menschen direkt auf ein Geschenk warten. Es braucht auch nicht etwas Materielles zu sein.

Dem Anderen etwas zu geben erzeugt ein gutes Gefühl. Sie haben „etwas Gutes getan“ und darauf sind Sie stolz.

Möglicherweise warten Sie nur auf den richtigen Zeitpunkt, damit Sie dem Anderen direkt aufzählen zu können, was Sie für ihn oder sie bereits alles getan haben.

Vielleicht hoffen Sie darauf, von etwas Höherem für Ihr Geben belohnt zu werden. Wenn sich die Tore zum Himmel für Sie öffnen, werden Sie endlich den verdienten Lohn bekommen. Gläubige werden so zu willigen Untertanen gemacht.

Ist reiner Altruismus überhaupt möglich?

Nein, reines Geben ist nicht möglich.

Über einen vermehrten Sinn am Geben nachzudenken, lohnt sich aber.

Wie wäre es denn zum Beispiel mit guten Gefühlen.

Sie könnten sehr viel einfacher mit dem Geben beginnen, wenn Sie sich um die Menschen in Ihrem Umfeld kümmern. Üben Sie sich im Geben von guten Gefühlen. Zum Beispiel in der Form ehrlich gemeinter Komplimente. Das ist eine vorzügliche Möglichkeit, sich in Altruismus zu üben.

Es genügen wirklich simple Handlungen. Ihr Beziehungs-Alltag ist voller kleiner Möglichkeiten für Altruismus.

Wer anderen gute Gefühle bereitet, verändert unmerklich seine Umgebung und legt damit den Grundstein, genau in der Welt zu leben, die er sich ausgesucht hat.

So sollte es gemacht werden, weil es auf diese Art und Weise gut funktioniert. Nicht anders herum.

Haben Sie Spaß und gute Gefühle in Ihrer Beziehung beim Ausprobieren.

Wenn Sie die 3 Meta-Bedürfnisse Ihrer Partnerin/Ihres Partners kennen, kann das Ihre Beziehung retten.

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