Frauen führen und motivieren – was Sie als männliche Führungskraft beachten sollten

Obwohl Frauen nicht mehr aus der Berufswelt wegzudenken sind, beschäftigen sich bisher nur wenige Führungskräfte mit den speziellen Anforderungen, die diese Mitarbeitergruppe mit sich bringt. Frauenteams gelten immer noch als „schwierig zu führen“ und werden meistens eher gemieden. Doch das ist ein großer Fehler – denn Frauen bringen ganz spezifische und wertvolle Eigenschaften in das Team ein und können einem Unternehmen dadurch zu großem Erfolg verhelfen.

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Schon von Kindesbeinen an werden uns unsere Geschlechterrollen antrainiert. Frauen und Männer denken anders, verhalten sich anders und kommunizieren anders. Anders bedeutet dabei keineswegs schlechter: so sind Frauen meistens wahre Kommunikations- und Organisationstalente, gute Teamplayerinnen und kreative Problemlöserinnen!

Aufgrund dieser Unterschiede tun sich männliche Führungskräfte oft schwer damit, Frauenteams und die ihnen inhärente Gruppendynamik zu durchschauen, geschweige denn zu steuern. Sie finden keinen rechten Zugang zu Ihren Mitarbeiterinnen und ziehen sich in der Folge zurück. Dies setzt einen Teufelskreis in Gang: die stark auf die Beziehungsebene fokussierten Frauen fühlen sich nicht wahrgenommen, ausgegrenzt und gemieden und werden Sie als Führungskraft in weiterer Folge nicht nur nicht ernst nehmen, sondern könnten sogar Ihren Status ins Wanken bringen.

Es ist daher nicht nur eine Frage des Unternehmenserfolges, Frauenteams richtig zu führen, sondern auch eine, die Ihre Karriere maßgeblich beeinflussen kann. Was sollten Sie also beim Führen von Frauen unbedingt beachten?

Kommunikation ist ein Schlüssel

Männliche Kommunikation beschränkt sich vor allem im professionellen, aber auch im privaten Bereich meistens auf das Nötigste. Dieses Kurz-angebunden-sein kommt bei Frauen jedoch als schroff, desinteressiert und im schlimmsten Fall als „herrisch“ an. Achten Sie also in der Kommunikation mit Ihren Mitarbeiterinnen darauf, ein paar Sätze mehr als sonst hinzuzufügen. Optimal ist es, wenn sich diese Sätze auf die Beziehungsebene beziehen – sie also der Frau bestätigen, dass ihre Beziehung zu Ihnen harmonisch und gut ist. Solche Sätze könnten zum Beispiel sein: „Maria, schön, dass wir uns über den Weg laufen! Ich wollte sowieso kurz mit dir über eine Sache sprechen…“ oder auch „Ich möchte dir gerne sagen, was für tolle Arbeit du leistest und wie wichtig du für unser Team bist…“.

Doch nicht nur die Kommunikation, die von Ihnen ausgeht, sollten Sie entsprechend anpassen. Auch wie Ihre Mitarbeiterinnen mit Ihnen kommunizieren, unterscheidet sich von der Art und Weise der Kommunikation ihrer männlichen Kollegen. Frauen haben von klein auf gelernt, ihre eigenen Bedürfnisse hinter denen ihres Umfeldes anzustellen. Sie werden also Hemmungen davor haben, mit Karrierewünschen, Problemen oder gewagten Ideen direkt auf Sie zuzukommen. Eher werden sie versuchen, diese Themen indirekt anzusprechen und Wünsche „durch die Blume“ zu kommunizieren. Wenn Sie also darauf warten, von vielversprechenden Mitarbeiterinnen auf eine Beförderung o.ä. angesprochen zu werden, können Sie vermutlich lange warten. Wahrscheinlicher ist es, dass diese Mitarbeiterinnen versuchen, sich im Team positiv hervorzuheben und durch Extra-Leistung aufzufallen. Seien Sie feinfühlig und erkennen Sie selbst, wenn eine Mitarbeiterin gerne mehr Verantwortung übernehmen, sich beruflich verändern möchte oder das Potential zu mehr zeigt – sie wird es Ihnen mit einer hohen Motivation und guten Leistungen danken.

Ein weiterer Unterschied in der Kommunikation von Männern und Frauen ist der Stellenwert von Fragen. Während Männer Fragen von Vorgesetzten eher als Inkompetenz einstufen, sehen Frauen dies als Stärke an. Fragen Sie Ihre Mitarbeiterinnen regelmäßig nach Ihren Meinungen – sie werden sich dadurch wertgeschätzt und ernstgenommen fühlen und Ihnen als Führungsperson mehr Achtung entgegenbringen.

Indirekte Konflikte erkennen und lösen

Während Männer ihre Konflikte gerne direkt austragen und ganz offen miteinander konkurrieren, tragen Frauen Konflikte eher hinten herum aus. Das kann z.B. über mehr oder weniger versteckte Signale und Kommentare zu ihren Kolleginnen und Kollegen passieren, die der Stimmungsmache dienen. Wenn eine Ihrer Mitarbeiterinnen also ein Problem mit Ihnen als Führungsperson hat, wird sich das eher in einem allgemeinen Kippen der Stimmung des Teams Ihnen gegenüber äußern als das die Mitarbeiterin zu Ihnen kommt und den Konflikt direkt mit Ihnen klärt. Achten Sie also darauf, welche der Frauen besonderen Einfluss auf die anderen Mitarbeiterinnen ausübt, ob Sie negative Schwingungen wahrnehmen und reagieren Sie darauf, indem Sie ein offenes und ehrliches Gespräch anbieten! Die Frauen werden sich dadurch wertgeschätzt und wahrgenommen fühlen, motiviert sein und die Möglichkeit der Klärung gerne nützen.

Vergessen Sie im Umgang mit weiblichen Arbeitskräften nicht, dass diese sich in einer männlich geprägten Arbeitswelt, die männliche Eigenschaften hochhält, durchsetzen müssen. Tag für Tag sind sie damit beschäftigt, ihre Gleichwertigkeit zu beweisen und gegen Vorurteile anzukämpfen. Sie stehen unter großem Druck, den Sie ihnen als Führungskraft bis zu einem gewissen Grad nehmen können und auch sollten! Sprechen Sie also niemals von „typisch Frau“, vermeiden Sie Formulierungen wie „Als Frau fällt Ihnen das doch bestimmt leicht“ oder ähnliche Verallgemeinerungen. Dadurch erwecken Sie bloß den Eindruck, Frauen vorzuverurteilen und werden entsprechenden Widerstand ernten, der im schlimmsten Fall zu schweren Konflikten führen kann.

Konkurrenz in Frauenteams

Bevor Sie den Fehler machen, Konkurrenz in Frauenteams als „Zickenkrieg“ abzustempeln, sollten Sie versuchen, die Hintergründe dieser Verhaltensweisen zu verstehen. Kleine Jungs werden schon früh dazu ermutigt, sich bei (z.B. sportlichen) Wettbewerben zu messen und gegeneinander zu wetteifern, zu gewinnen und zu verlieren. Mädchen hingegen werden zu harmonischen, sozialen Spielen aufgefordert (denken Sie z.B. an das beliebte Vater-Mutter-Kind-Spiel). Frauen haben also gesellschaftlich bedingt kaum gelernt, auf professioneller Ebene miteinander zu konkurrieren. Sie haben die Erwartung verinnerlicht, sozial und einfühlsam zu sein. Daher reagieren viele unsicher und passiv-aggressiv, wenn eine andere es wagt – so wie es Männer machen – nach Führung, Macht oder Ansehen zu greifen.

Als Führungskraft ist es also Ihre Aufgabe, Ihre Mitarbeiterinnen dazu zu ermutigen, in konstruktive und positive Konkurrenz zueinander zu treten. Legen Sie Wert darauf, gute Leistungen anzuerkennen und zu loben und gleichzeitig alle anderen dazu zu ermutigen, es ihren ehrgeizigen Kolleginnen nachzumachen. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Mitarbeiterinnen eine ihnen und ihren Fähigkeiten angemessene Position haben und nehmen Sie Weiterentwicklungsbestrebungen ernst. Sollte es eine oder mehrere sehr starke Frauen in Ihrem Team geben, die inoffiziell die Führung innehaben, sind Sie als Führungskraft gefordert: achten Sie darauf, dass schwächere Teammitglieder nicht ausgegrenzt werden und geben Sie auch jenen Chancen, sich zu beweisen.

In Männerteams werden klare Hierarchien und eine eindeutige „Revierverteilung“ meistens sehr geschätzt. Auch hier ticken Frauen etwas anders: flache Hierarchien fördern die Kreativität, den partnerschaftlichen Umgang und die Zusammenarbeit unter Frauen! Denn so kommen die Frauen erst gar nicht auf die Idee, in einen ungesunden und unfairen Konkurrenzkampf zueinander zu treten, sondern spielen zusammen wie Musikerinnen in einer Band.

Weiterführende Links

Frauen verstehen
Schwierige Mitarbeitergespräche führen

 

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