Ehe retten für Männer – was Frauen wirklich wollen

Viele Männer denken, dass Frauen ohnehin nicht zu verstehen sind. Doch das ist ein Irrtum, man muss sich nur einmal mit der Weiblichkeit an seiner Seite beschäftigen, dann ist das gar nicht so schwer.

Hat man(n) einmal verstanden wie Frauen ticken, und was bei Männern anders ist, braucht es nur ein bisschen Verständnis, um miteinander wirklich gut klarzukommen. Wenn man den anderen nicht vor den Kopf stoßen möchte, sollte man einfach ein wenig sensibel darauf schauen wie er reagiert, dann geht das von ganz allein.

Was für Frauen wichtig ist

Inzwischen ist sogar bewiesen, dass Frauen andere Dinge als wichtig erachten als Männer, und zwar in fast allen Lebensbereichen. Frauen verlassen sich auf Gefühle, Männer sind analytisch und logisch. Auch wenn es Ausnahmen gibt – Frauen sind in der Regel empathischer als Männer. Sie leiden mit anderen mit, während Männer der Meinung sind, sie müssten sich nicht immer fremde Köpfe zerbrechen.

Frauen sprechen miteinander, sind interessiert, tauschen sich aus. Sie bilden ihre Meinung, indem sie auch scheinbar Unwichtiges wissen, während Männer nur ein paar wichtige Fakten wissen wollen.

Auch in beruflichen Dingen tritt dies zu Tage: während Männer wichtige Termine zur Kenntnis nehmen und sich sonst benehmen wie an einem anderen gewöhnlichen Tag, machen sich Frauen viele Gedanken darüber. Sie hinterfragen Kleidung und Frisur, wollen einen guten Eindruck machen und fragen sich, wie sie bei anderen ankommen. Natürlich machen sie sich auch viele unnötige Gedanken, da nie alle in Erwägung gezogenen Möglichkeiten eintreten.

Warum hören Männer nicht zu?

Man hört das Problem in verschiedenen Ehen immer wieder – er hat ja nicht zugehört. Männer berichten von Leistungen und Aufgaben, Frauen von Gefühlen und Befindlichkeiten. Dann schalten Männer oft ab, doch warum? Er empfindet dies nicht als so wichtig, weil er selbst über seine eigenen Befindlichkeiten weder nachdenkt noch spricht. Dass sie aber in den Arm genommen werden will, wenn sie einen schlechten Tag hatte, ignoriert er ohne Absicht.

Die gleiche Sprache finden

Mitunter könnte man meinen, dass Frauen und Männer in der Ehe nicht die gleiche Sprache sprechen. Wer wünscht sich was vom anderen? Frauen sind Ehrlichkeit und Treue, Humor und Zärtlichkeit wichtig. Doch ist dies dem Mann an ihrer Seite nicht klar, kommt es zu Missverständnissen und Problemen und es wird schwer, die Ehe zu retten. Scheinbare Kleinigkeiten können zu einer Trennung führen, weil die wichtige Kommunikation nicht vorhanden war. Frauen reden über Gefühle, Männern ist das eher unangenehm. Doch wenn Frauen darauf bestehen, über etwas Prinzipielles reden zu wollen, sollte er spätestens hellhörig werden und sich dem nicht verschließen.

Wollen Frauen zu viel?

Männer sagen: ja. Frauen wollen zu viel. Doch eigentlich ist dies gar nicht so. Denn die meisten Frauen freuen sich über eine kleine Aufmerksamkeit sehr. Das muss gar nichts Gekauftes sein, sondern einfach ein Zeichen von Liebe, wie eine selbst gepflückte Blume, die ihr sagt, dass er an sie denkt, und das auch noch nach Jahren der Ehe. Ehrliche Komplimente über etwas, das sie getan hat oder wie sie sich zurechtgemacht, sind etwas, das keine Mühe verursacht, aber viel Freude macht.

Was Frauen noch wollen, ist Zuverlässigkeit. Doch hier werden sie oft von Männern enttäuscht. An Termine zu denken oder auch an den Hochzeitstag, ist ihr sehr wichtig, und wird von Männern häufig übersehen. Auch Ehrlichkeit und Treue sind ihr sehr wichtig. Und kann er bei diesen Dingen immer wieder ihr Grundvertrauen erschüttern, kann dies das Ende der Beziehung sein und die Ehe ist nicht mehr zu retten.

Probleme in der Beziehung machen ihr oft mehr zu schaffen als ihm. Sie nimmt sich einen Streit mehr zu Herzen. Eine ehrliche Aussprache ist ihr danach sehr wichtig; er erledigt die Versöhnung lieber mit schnellem Sex.

Was Frauen wollen, ist also gar nicht so schwer zu erfüllen. Sie wollen zupackende und fürsorgliche Männer, die selbstbewusst sind und Humor haben. Wichtig ist, dass sich in einer Beziehung niemand vernachlässigt fühlt, und beide auf Augenhöhe miteinander leben. Was beide vereinbaren, was für sie okay ist, ist unerheblich, so lange es für beide gilt.

Was Frauen noch wichtig ist

Meist ist der Ordnungssinn von Frauen mehr ausgeprägt als von Männern. Sie legen Wert auf eine besonders schöne Wohnung, ihn interessiert dies weniger. Doch das ist eine reine Geschmacksache, und kommt durchaus auch andersherum vor. Wichtig ist, sich darüber zu einigen. Wer es genießt, dass es die Partnerin im Heim gemütlich macht, auch wenn er das selbst nicht könnte, sollte ihr dazu ab und an nette Worte und ein Kompliment schenken. Das wird sie sicher erfreuen.

Außerdem legen Frauen Wert auf ein gutes Aussehen ihres Partners. Das hat wenig mit jung, schön und superschlank zu tun, sondern eher mit einem gepflegten Äußeren. Weiterhin wichtig ist der Damenwelt Intelligenz, wobei es den Frauen darauf ankommt, dass sich der Mann gut benimmt und nicht alles seiner Intelligenz unterordnet. Hat sich hier das Gegenteil eingeschlichen, ist es schwer, die Ehe zu retten.

Auch wichtig ist den Frauen Gemeinsamkeit. Bei dem einen oder anderen kommt es auf Kompromisse an, das ist völlig in Ordnung. Doch bei wichtigen Entscheidungen sollte man sich einig sein. Gegensätze ziehen sich manchmal an; doch wichtig ist, dass man sich bei Allem versteht und auf einer Wellenlänge landen kann. Den meisten Frauen ist eine Mischung aus Softie und Macho lieber, doch das liegt im Auge des Betrachters. Keiner sollte sich über den anderen erheben und ihm das Leben schwer machen, das gilt für beide Geschlechter.

Streitkultur

Ohne Meinungsverschiedenheiten geht es in einer Ehe oder Partnerschaft nicht. Doch es ist fraglich, wie diese ausgetragen werden. Man sollte sich immer ausreden lassen, Argumente anhören und gelten lassen… Pflichten für den Alltag müssen fair aufgeteilt sein, und es ist wichtig, sich auf den anderen verlassen zu können. Sonst führt allein das schon zu immer wieder Streit. Keine Arbeit und keine Bemühungen als Selbstverständlichkeit anzusehen, sondern Anerkennung und Wertschätzung zu geben, sind wichtige Punkte im Zusammenleben.

Erziehung ist Frauensache?

Dies ist glücklicherweise im Großen und Ganzen überholt. Doch noch immer gibt es Männer, die die Kinder und die damit verbundenen Pflichten gern auf die Partnerin abschieben. Frauen wollen unterstützt werden, auch bei den Erziehungsmaßnahmen, die bei den Kindern nicht gut ankommen. Vor allem muss man sich einig sein, sonst nutzt dies das Kind über kurz oder lang geschickt aus.

Frauen neigen dazu, die Kinder und auch den Partner weit über die eigenen Interessen zu stellen. Das muss nicht sein, wenn der Partner darauf achtgibt, dass die Partnerin auch Zeit für sich und ihre Interessen hat. Das tut dann auch wieder der Ehe gut.

Frauen brauchen für die Dinge des Alltags Unterstützung und Hilfe. Denn sich um Haushalt und Kinder zu kümmern, um den Austausch mit Freunden und Verwandten, und noch einer bezahlten Arbeit nachzugehen ist mehr, als man auf Dauer allein stemmen kann.

Sie hofft dann darauf, dass der Partner spürt, wenn sie traurig oder überfordert ist, sich krank fühlt oder alleingelassen. Doch hier hapert es in vielen Beziehungen. In diesem Fall müssen sie ihre Rechte einfordern, wenn sie nicht umsonst darauf warten wollen, dass der Mann spürt, was mit ihnen los ist.

Gemeinsamkeit

Manches Paar braucht für eine glückliche Beziehung gemeinsame Hobbys oder etwas Anderes, das sie zusammen erleben. Gemeinsame Zeit ist wichtig und sollte im Sinne des Zusammengehörigkeitsgefühls durchaus einen hohen Stellenwert haben.

Allerdings ist es auch wichtig, Zeit mit Freunden bzw. ohne den Partner zu verbringen. So hat man sich wieder etwas zu erzählen und freut sich aufeinander.

Wichtig ist aber ganz grundsätzlich, dass die Lebensplanungen zusammenpassen. Auch beim Geld muss man an einem Strang ziehen. Sonst gibt es Vorwürfe, die über kurz oder lang zum Krach führen.

Fazit:

Frauen wollen ernst genommen werden, im Beruf und auch zu Hause. Sie haben viel zu stemmen und wollen dafür Anerkennung, wie sie der Partner meist über Leistung im Beruf oder in der Freizeit erhält. Gemeinsamkeit funktioniert nur über Kompromisse, die für ein Zusammenleben wichtig sind. Und nimmt jeder seinen Partner und seine Bedürfnisse ernst, ist dies auch kein Problem.

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