Beziehungsprobleme bewältigen – Beziehungscoach hilft dir dabei

Eine glückliche und langjährige Beziehung zu führen, ist gar nicht so einfach. Dabei müssten die Partner nur mehr und besser miteinander sprechen, denn 75% aller Beziehungen scheitern, weil keiner sagt, was er möchte! Durch eine gesunde Kommunikation lassen sich die allermeisten Beziehungsprobleme ganz einfach bewältigen.

Dass eine Beziehung Arbeit ist, haben viele schon mal gehört. Doch worin besteht diese Arbeit? Geht es darum, den Partner immer wieder mit kleinen Geschenken zu überraschen? – Nein, obwohl das nicht schaden kann. Geht es darum, sich Zeit für die Partnerschaft zu nehmen und schöne Dinge miteinander zu unternehmen? Ebenfalls nein, aber auch das ist ein wichtiger Teil einer Beziehung. Der wichtigste Aspekt in einer glücklichen Beziehung ist eine offene, ehrliche und wohlwollende Kommunikation. Sich diese anzueignen, über viele Jahre zu erhalten und bewusst zu leben ist Arbeit – denn es erfordert emotionale Offenheit und die Bereitschaft, sich selbst zu reflektieren und sich weiterzuentwickeln.

Beziehungsprobleme bewältigen: Wünsche und Gefühle kommunizieren

In jeder menschlichen Beziehung kommt es früher oder später unweigerlich zu Konflikten. Das ist ganz normal. Immerhin sind wir – so ähnlich wir uns in manchen Dingen sein mögen – ganz unterschiedliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Träumen, Wünschen und Hoffnungen. In einer Liebesbeziehung teilt man sehr viel mit dem Partner: den Alltag, die Finanzen, aber auch Zukunftspläne, Gedanken und Gefühle. Dass es bei dieser Nähe manchmal zu Reibung kommt, ist nicht wunderlich.

Doch was kann man tun, damit aus diesen unvermeidbaren Konflikten kein Streit wird? Damit aus einem Streit nicht viele Streits werden, unter denen irgendwann die Nähe und Intimität leiden? Wie lassen sich bestehende Beziehungsprobleme bewältigen? Die Antwort ist: Reden! Nur wer in der Lage ist, seinem Partner verständlich zu kommunizieren, was er sich wünscht, kann darauf hoffen, dass der Partner diese Wünsche auch erfüllt. Allzu oft wird – besonders in langjährigen Beziehungen – erwartet, dass der andere die eigenen Bedürfnisse von alleine erkennt und darauf eingeht. Doch niemand kann in sein Gegenüber hineinsehen. Niemand kann jeden Wunsch von den Lippen ablesen. Bedürfnisse müssen also auf der einen Seite klar und verständlich kommuniziert werden, auf der anderen Seite muss wertschätzend auf diese Bedürfnisse eingegangen werden können.

Wohlwollende Atmosphäre und Selbstreflexion

Um Beziehungsprobleme bewältigen und sich einem anderen Menschen öffnen zu können, bedarf allerdings zweierlei Dingen: Zum Einen einer wertschätzenden und wohlwollenden Gesprächsatmosphäre, zum Anderen einer guten Portion Selbstreflexion.

Sich dem Partner verständlich zu machen, kann einiges an Überwindung und Mut erfordern. Denn sich zu öffnen bedeutet, seine Ängste, Sorgen, Bedürfnisse, Erfahrungen und Träume zu kommunizieren. Um das tun zu können, braucht man Sicherheit: ein wertschätzendes und verständnisvolles Gesprächsklima. Nur so kann man sicher sein, keine Verletzungen erleiden zu müssen. Hier begegnen wir einem Teufelskreis: Ein gutes Gesprächsklima entsteht durch Vertrauen und Nähe. Dies wird aber erst durch eine offene Kommunikationskultur aufgebaut.

Es ist daher sehr wichtig, schon zu Beginn der Beziehung an dieser verständnisvollen Atmosphäre zu arbeiten. In dieser Phase ist die Liebe noch sehr stark, man ist bereit voll und ganz auf den anderen einzugehen und Verständnis zu zeigen. Im Laufe der Beziehung sollte dann beständig an dieser Nähe und Offenheit gearbeitet werden, um sie zu erhalten. Damit eine gute Kommunikation in der Beziehung herrschen kann, braucht es ein gesundes Klima in der Partnerschaft.

Außerdem kann natürlich nur das kommuniziert werden, was man selbst über sich weiß. Wie sollte der Partner verstehen, was man sich wünscht, wenn einem das selbst nicht klar ist? Selbstreflexion ist hier also der Schlüssel zu einer glücklichen Partnerschaft. Erst wenn man für sich selbst beantworten kann, was einen in einer Konfliktsituation genau verletzt hat und woher diese Verletzlichkeit kommt, wird es möglich, dass auch der Partner dies nachvollziehen und darauf eingehen kann. Warum ärgern einen die Seifenreste in der Badewanne so sehr, dass ein Streit daraus wird? Warum fühlt man sich traurig, wenn der Partner etwas ohne einen unternehmen möchte? Was steht hinter dem Gefühl, nicht ins Leben des anderen eingebunden zu sein?

In manchen guten Beziehungen kann es aber auch sein, dass die Partner sich bereits sehr gut kennen. Dann kann es auch hilfreich sein miteinander zu sprechen, um mehr über sich selbst zu erfahren und dadurch Probleme zu lösen. Dafür ist es notwendig, das Feedback des anderen akzeptieren und anerkennen zu können. Nur so können Beziehungsprobleme wirklich an der Wurzel gepackt werden, anstatt zum tausendsten Mal über die offene Zahnpastatube zu streiten.

Lösungen gemeinsam finden

Beziehungsprobleme lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Ist auf beiden Seiten die Bereitschaft da, miteinander offen und ehrlich zu sprechen, ist die erste Voraussetzung dafür erfüllt. Weiters braucht es ein angenehmes Gesprächsklima. Dafür ist es wichtig, nicht direkt aus der Emotion heraus zu kommunizieren. Etwas zeitlicher Abstand kann dabei helfen, die Gefühle abkühlen zu lassen und vernünftig miteinander zu reden. Der Zeitpunkt für ein Gespräch muss dabei natürlich für beide Partner passen: Ist einer eigentlich gerade abgelenkt, gestresst oder müde von der Arbeit, wird ein solch heikles und schwieriges Gespräch nicht gelingen.

Im Gespräch selbst muss darauf geachtet werden, wie kommuniziert wird. Vorwürfe und Rechtfertigungen schaffen Fronten, die zu durchdringen irgendwann unmöglich werden. Besser ist es, Ich-Botschaften zu senden. Ein Satz wie: „Ich fühle mich ausgegrenzt, wenn du mir nicht von deiner Arbeit erzählst.“ ist für das Gegenüber leichter anzunehmen als der Vorwurf: „Nie erzählst du mir was! Wahrscheinlich hast du etwas zu verheimlichen!“.

Außerdem ist es wichtig, bei der Sache zu bleiben – und nur bei einer Sache. Konflikte sollten immer als einzelne Probleme wahrgenommen und bearbeitet werden. Es geht bei einem erfolgreichen Gespräch also um einen Vorfall oder um ein Thema, nicht um alles, was einen in den letzten drei Jahren geärgert hat. Hierbei ist es auch wichtig, nicht zu generalisieren: Worte wie „Nie“ oder „Immer“ sind Tabu, wenn man Beziehungsprobleme bewältigen möchte.

Durch Kommunikation Beziehungsprobleme bewältigen

Miteinander sprechen zu können ist also der goldene Weg in eine langjährige und glückliche Beziehung. Um das zu erreichen, braucht es ein verständnisvolles Klima in der Partnerschaft, eine offene und ehrliche Kommunikation und die Bereitschaft, an sich und der Beziehung zu arbeiten. Wenn beide Partner lernen, zu sagen was sie sich wünschen und auf die Bedürfnisse des jeweils anderen einzugehen, steht einer gemeinsamen Zukunft nichts mehr im Wege.

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