Für jede Beziehung – Nützliches zum Nachmachen

Gleich zu Anfang eine Grundannahme, die in jeder zwischenmenschlichen Beziehung hilfreich sein kann. Jedes menschliche Verhalten hat eine positive Absicht und einen Kontext, in dem es nützlich ist.

Erst wenn Sie wissen, wie Sie glücklich werden, kann Ihr Partner Sie glücklich machen.

Der erste Schritt, um eine Beziehung retten zu können, ist die Bewusstmachung der eigenen Bedürfnisse. Erst wenn Sie diese kennen und sie in Worte fassen, kann Ihr Partner darauf eingehen.


Inhaltsangabe

Beziehung Phasen
Beziehung Bedeutung
Beziehung Probleme
Beziehung Tipps
Beziehung Test
Beziehung retten
Beziehung Synonym

 

Machen Sie sich aber bewusst, dass Ihr Partner/Ihre Partnerin in diesem Moment nicht über eine geeignete Strategie verfügt, Ihnen zu sagen, welche positive Absicht genau hinter seinem/Ihrem momentanen Verhalten steckt, wenn er/sie…

  • eigentlich Geborgenheit sucht und gleichzeitig Angst davor hat
  • eigentlich Liebe braucht aber Angst davor hat, Liebe zu geben
  • Nähe haben möchte, aber Nähe nicht aushalten kann.

 

Sie könnten vielleicht Brücken bauen. Achten Sie darauf, dass die Beziehung nicht von Anfang an perfekt ist, sondern für beide Partner zu einem wundervollen Weg wird, der jeden Tag zu neuen Entdeckungen und positiven Überraschungen führen darf.

Wenn Sie mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin wirklich glücklich sein möchten, gibt es noch sehr viel mehr zu berücksichtigen.

Die hier beschriebenen Tipps oder Regeln können Sie auswendig lernen und in Ihrer Beziehung anwenden.

Wenn Sie von ihrer Wirksamkeit noch nicht überzeugt sind, wenden Sie die Tipps in Ihrer Beziehung zunächst einmal nur für eine Probezeit von 4 Wochen an. Danach entscheiden Sie dann, ob sie für Ihre Beziehung hilfreich sind oder nicht.

Bereits ein offenes Gespräch kann das Verständnis für die Welt, in der Ihr Partner/Ihre Partnerin lebt, dramatisch verändern.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie von Menschen umgeben sind, die an Ihrem Glück und Wohlergehen Interesse haben und selbst einen positiven Anteil daran haben möchten.

Für Ihre Beziehung – Tipps zum Nachmachen

In einer Beziehung zwischen Frau und Mann gibt es taktische und strategische Elemente. Die ersten Elemente wirken kurzfristig, die zweiten langfristig.

Die Qualität einer Beziehung ändert sich in dem Moment, wenn wir diese Elemente verändern.

Gerne zeige ich Ihnen, welche Elemente für Ihre Beziehung wichtig sind. Wir arbeiten gemeinsam daran, wie Sie diese Elemente für eine harmonische Beziehung beeinflussen können, sofern Sie eine glückliche Beziehung führen möchten. Das sollte natürlich die Voraussetzung sein.

Ihr persönliches Wohlbefinden hat eine taktische und eine strategische Komponente.

Ein aktuell schlechtes Gefühl können Sie sofort in ein positives umwandeln. Das ist ein kurzfristiges, also taktisches Verhalten.

Wenn Sie aber in bestimmten Situation immer wieder die gleichen negativen Gefühle haben und das sogar ständig vorkommt, dann sind strategische Elemente im Spiel. Diese Elemente lassen sich meistens nur langfristig verändern.

In Beziehungen zwischen Frauen und Männern ist es ebenso.

Bei Schwierigkeiten in einer Partnerschaft gibt es taktische und strategische Komponenten, mit denen wir eine Beziehung optimieren können.

Auch in diesem Zusammenhang gilt das Paretoprinzip. Oftmals reicht schon das Einhalten einiger Grundprinzipien aus, um Ihre Beziehung wieder in Harmonie zu bringen.

Das wichtigste strategische Grundprinzip

Wenn das, was Sie tun, nicht zu dem Ergebnis führt, was Sie sich vorstellen, suchen Sie sich besser jemand Anderen.

Viele Menschen leben lieber jahrelang in einer trostlosen und leidvollen Beziehung, als dieses Grundprinzip zu befolgen.

Wenn es um Beziehungsprobleme geht, werden von den Beziehungspartnern sehr oft gute Gründe für die Beziehungskrise aufgeführt. Spannend ist, dass die vielen aufgeführten Gründe meist eine Gemeinsamkeit haben: Die Ursache für das Beziehungsproblem ist der Beziehungspartner. Und so unterschiedlich die Gründe auch sind, in den meisten Fällen wird gefordert, dass der Andere sich ändern soll.

Aber warum sollte der Andere das tun?

Wenn ich in meinen Beziehungsberatungen diese Frage stelle, haben diejenigen, die es fordern, in der Regel keine plausible Antwort parat.

Daraus ergibt sich die erste taktische Regel in einer Beziehung.

Beziehung – Tipp 1: Sie sind für Ihre Beziehung verantwortlich

Beziehungen sind komplexe Systeme der Interaktion und diese werden von allen beteiligten Partnern erzeugt und gesteuert. Somit sind an Schwierigkeiten in einer Beziehung immer beide Partner beteiligt.

Ein Sprichwort sagt: „Der Hehler ist genauso schlecht wie der Stehler.“

Wenn Sie glauben, zu wissen, dass ausschließlich Ihr Partner/Ihre Partnerin für das Beziehungsproblem verantwortlich ist, dann ist das schlicht und einfach ein Irrtum.

Stellen Sie sich vor, Sie würden auf die „Angebote“ Ihres Partners/Ihrer Partnerin nicht eingehen!

Nicht umsonst heißt es „zum Streiten gehören immer zwei“, nicht wahr?

Stellen Sie sich vor, Sie würden für das Verhalten Ihres Gegenübers alleine die Verantwortung tragen. Was müssten Sie dann an Ihrem Verhalten ändern?

In einer Beziehung ist nicht nur der individuelle Zustand der einzelnen Beziehungspartner wichtig. Vor allem die Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen ihnen sind ausschlaggebend. Jedes Verhalten eines Partners ist gleichzeitig Ursache und Wirkung des Verhaltens des anderen Partners (Zirkularität). Bestimmte „Charaktereigenschaften“ zu definieren und zu behaupten, ein Partner „sei“ halt so, ist nicht wirklich sinnvoll. Vielmehr sollte das „Sosein“ als Teil eines Wechselwirkungsprozesses, einer Interaktion in ihrem systemischen Sinnzusammenhang verstanden werden.

Beziehung – Tipp 2: Veränderungen bei Beziehungsproblemen

Jede Veränderung in einer Beziehung muss von Ihnen selbst ausgehen.

Einen anderen Menschen zu verändern ist ohne seine Einwilligung unmöglich. Es wäre auch ethisch nicht zu vertreten, weil es eine Manipulation wäre.

Sie können allerdings durch Ihr eigenes Verhalten das ganze gruppendynamische System Ihrer Beziehung verändern.

Verändert ein Element eines Beziehungsgeflechtes sein Verhalten, müssen alle anderen Elemente darauf reagieren und ihr Verhalten anpassen.

Zur Optimierung einer Beziehung gibt es eine ungeschriebene Regel: Soziale Kontakte außerhalb einer Beziehung sind nötig. Immer nur zu zweit zu Hause zu sitzen tut niemandem gut und der Beziehung ebenfalls nicht.

 

Beziehung – Tipp 3:  Eine perfekte Beziehung braucht Freiraum

Harmonische Beziehungen funktionieren nur auf der Basis von Angeboten. Nicht auf der Basis von Forderungen.

Ein Beispiel: Mal angenommen, Sie lieben klassische Musik. Ihr Partner kann damit nichts anfangen und wird nervös, wenn er Mozart hört. Ihr Partner hat eine Vorliebe für Techno-Musik. Sie machen diese Rhythmen aggressiv. Sie mögen Kunst und gehen deshalb gern zu Kunstausstellungen. Ihr Partner liebt Mode und lässt sich gern in Modehäuser inspirieren. Heißt das nun, dass Sie beide Opfer füreinander bringen müssen? Natürlich nicht! Sie suchen sich jemanden, der gerne Klassik hört und der Konzertbesuch wird zu einem echten Erlebnis. Suchen Sie sich einen Kunstliebhaber und Sie können sich mit ihm austauschen.

Eine Partnerschaft sollte optimalerweise eine ausreichend große Schnittmenge an Interessen aufweisen. Sonst wird die Beziehung langweilig und fade.

Wo die Regel beginnt, ist somit also beschrieben. Und wo endet sie?

Das können Sie mit Flexibilität selbst bestimmen; d.h. beide Partner bestimmen es.

Eine „Beziehung als Angebot leben“ beginnt meistens mit Kleinigkeiten. Hier ein paar Stichwörter: Geschirrspüler, Mülleimer, Waschmaschine usw..

Wenn es damit klappt, können Sie Ihre Komfortzone erweitern. Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Partner damit einverstanden ist. Darüber zu sprechen, erfordert ein großes Fingerspitzengefühl.

Beziehung – Tipp 4: Die sachliche und die emotionale Ebene trennen

Bei verbalen Auseinandersetzungen ist es ratsam, die sachliche Ebene und die emotionale Ebene immer getrennt zu halten.

Zugegeben, diese Grundregel ist in der Theorie einfacher als in der Praxis.

Bereits Pawlow hat mit seinem Hundeexperiment gezeigt, wie leicht der Hund einem Muster folgt. In der Verhaltenstherapie wird dies als Konditionierung bezeichnet.

Bei uns Menschen ist das genauso. Der freie Wille ist meistens überhaupt nicht so frei, wie wir es gerne hätten.

Die Erkenntnisse von Pawlow werden in der Wirtschaft, Werbung und Verkauf genutzt.

In einer Beziehung führt es dazu, dass sich (meist unbewusst) Verhaltensmuster bilden. Das bedeutet, dass das gleiche Verhalten im gleichen Kontext fast zwanghaft wiederholt auftritt. Wir nennen das situative Verhaltenskonditionierung.

Streit in der Beziehung um immer das gleiche Thema. Der wissenschaftliche Name dafür ist Verhaltenskonditionierung.

Bestimmt haben Sie sich schon häufiger fest vorgenommen, sich von Ihrem Partner nicht mehr aus der Fassung bringen zu lassen, und genau das passiert dann immer wieder, obwohl Sie aufgepasst haben und sich selbst davor gewarnt haben.

Genau das macht die Konditionierung mit Ihnen. „Schuld daran“ ist jedoch nicht die Konditionierung. Das wäre dann nur eine gute Ausrede für Sie.

Beziehung – Tipp 5:  Lösungsorientiert vorgehen

Gehen Sie bei Auseinandersetzungen möglichst lösungsorientiert und konkret vor.

Lösungsorientiert bedeutet: Wir arbeiten mit unserem Partner auf eine von beiden akzeptierte Lösung hin.

Problemorientiert bedeutet das Gegenteil davon. Genau dort landen die meisten Gespräche, wenn ein Paar seine Beziehung retten möchte.

Fragen Sie sich und den Partner/die Partnerin: Was genau wollen wir ändern, damit wir eine Herausforderung bewältigen können?

Wenn die Vorschläge zu einer Lösung, die Ihre Person betreffen, auch von Ihnen kommen und wenn die Vorschläge des Partners von ihm oder ihr kommen, sind Sie beide bereits auf dem richtigen Weg.

Fordern Sie Ihren Partner nicht auf, sich gefälligst zu verändern. Das verletzt mehrere in diesem Artikel aufgeführte Grundregeln.

Bei der Zielsetzung sind nur Zahlen, Daten und Fakten wichtig.

Vermeiden Sie Emotionen (meistens kombiniert mit negativen Schuldvorwürfen), denn diese führen zu nichts.

Stellen Sie nicht gleich die Basis Ihrer Beziehung in Frage. Bei einem Beziehungsgespräch darf das Vertrauen in Ihre Beziehung und deren Fundament gerne vorhanden bleiben. Im Gespräch geht es um Herausforderungen und um eine Optimierung der Beziehung und nicht automatisch um das Fortführen der Beziehung selbst.

Beziehung – Tipp 6: In Konfliktsituationen hilft Abstand

Breits der gesunde Menschverstand kennt diese Grundregel: Distanz hilft.

Nach jeder Auseinandersetzung ist es sehr hilfreich, das Gesprochene zu überdenken und ein paar Tage sacken zu lassen. Das Gespräch sollte möglichst wertneutral betrachtet und überdacht werden.

Es kann sehr hilfreich sein, mindestens eine Nacht darüber zu schlafen und die Gedanken aus dem Gespräch auf eine positive Art mit in die Träume nehmen, damit das Gehirn das Erlebte verarbeiten kann.

Das gibt den Partnern auch die Möglichkeit, Entscheidungen erst nach reiflicher Überlegung zu treffen.

Optimal ist es, Entscheidungen nur mit guten (besser sehr guten) Gefühlen zu treffen.

Durch schlechte Gefühle entstehen auch schlechte Entscheidungen.

Hinweis: Wenn es Ihnen nicht gelingt, in einen positiven Zustand zu kommen, hilft Abstand. Gehen Sie an einen Ort, der Sie entspannt, wo Sie Ablenkung finden und mit Abstand über alles nachdenken können.

Wenn in der Beziehung Probleme entstehen

Wenn in der Beziehung Probleme entstehen, kann es sehr hilfreich sein, sich für jeden hier aufgeführten Beziehungstipp in einem ausführliches Gespräch Zeit zu nehmen, sich darüber auszutauschen und gemeinsam über Veränderungsmaßnahmen zu diskutieren.

Beziehung retten

Die Kommunikation zwischen den Partnern ist in einer Beziehungskrise besonders wichtig.

Solange jeder der Partner den Wunsch hat, eine harmonische und glückliche Beziehung zu führen, können Sie mit der FMMB-Methode Ihre Beziehung retten.

Sind die Fronten schon recht verhärtet und jedes Gespräch endet in einer Spirale der gegenseitigen Vorwürfe und Verletzungen, ist es ratsam, sich Unterstützung von einem Beziehungscoach zu holen.

Eine glückliche und harmonische Beziehung gibt so viel Halt wie kaum etwas anderes im Leben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass eine Beziehungskrise zu einem belastenden Lebensereignis führen kann.

Die meisten langjährigen Beziehungen geraten im Laufe der Zeit in eine Schieflage. Es ist wichtig, die möglichen Probleme für die Krise herauszufinden um sie erfolgreich lösen zu können.

Wichtige Fragen sollten dabei für sich beantwortet werden, ohne dem Partner Vorhaltungen zu machen oder Forderungen an ihn zu stellen. So kann die eigene Rolle in der Beziehung reflektiert und erfolgreich nach einer Lösung für die Beziehungskrise gesucht werden.

Sie möchten Ihre Beziehung retten und suchen dafür einen Beziehungsratgeber?

Der Hauptgrund für Stress und Leid in Partnerschaften: Die Geschlechter wissen so gut wie nichts voneinander. Anders ausgedrückt: Frauen wissen nicht, wie Männer ticken und Männer wissen nicht, was Frauen wollen.

Deshalb reden die Geschlechter aneinander vorbei. Nicht weil sie es bewusst wollen, sondern weil sie die „Sprache“ des anderen Geschlechts nicht kennen.

Die wirklichen Bedürfnisse des/r Partners/Partnerin sind den meisten Paaren fremd. Das stelle ich in meinen Coachings immer wieder fest. Dabei ist es gar nicht schwer, als Mann Frauen zu verstehen. Und Frauen können selbstverständlich auch lernen, was Männer wollen.

Meta-Bedürfnisse erkennen und Beziehung retten

Wenn man einen PC mit einem Apple-Computer verbinden möchte, braucht man eine Schnittstelle, damit die beiden Rechner miteinander kommunizieren können. Die Daten müssen an der Schnittstelle so aufbereitet werden, damit der jeweils andere Computer etwas damit anfangen kann.

In Beziehungen gibt sehr oft vergleichbare Probleme. Damit die Kommunikation zwischen dem „weiblichen und männlichen Betriebssystem“ einwandfrei funktioniert, ist ein „Übersetzer“ nötig. Der Übersetzer kann die Meta-Bedürfnisse in die „Sprache“ des jeweiligen anderen Geschlechts übersetzen. Die Schnittstelle sorgt sozusagen dafür, dass Frauen Männer verstehen (Meta-Bedürfnisse) und Männer Frauen verstehen (Meta-Bedürfnisse). Anders ausgedrückt: Beide Partner sprechen eine einheitliche „Sprache“ und können so die Meta-Bedürfnisse des jeweils anderen Partners befriedigen.