Angst vor Vorträgen überwinden – Strategien für mehr Gelassenheit vor Gruppen

Wenn Sie Ihre Angst vor Vorträgen überwinden möchten, müssen Sie gelassen bleiben, wenn Menschen Ihnen Aufmerksamkeit schenken. Sie müssen die Fähigkeit trainieren „Aufmerksamkeit aushalten zu können“, denn Sie können ihr bei Ihren Vorträgen nicht entfliehen.

Eine unbegründete Angst entsteht oft durch negative, einschränkende Vorstellungen und hemmende unbewusste Kommunikationsmuster, die sich negativ auf das Selbstbewusstsein auswirken. Diese einschränkenden Denkmuster sollten Sie durch nützlichere ersetzen.

Lernen Sie Ihre Grundpersönlichkeit kennen und werden Sie authentisch.

Authentisch werden wir allerdings nicht im Neocortex. Vielmehr müssen wir unsere beiden Gehirne, den Neocortex mit dem limbischen Gehirn in Einklang bringen. Für diesen Prozess benötigen Sie Ihre emotionale Intelligenz, die Sie mit mentalen Übungen aktivieren können.

Erst wenn Sie authentisch werden, können Sie Ihre Angst vor Vorträgen überwinden.

 

Inhaltsangabe

Angst vor Vorträgen wird subjektiv erlebt
Angst vor Vorträgen ist die Angst, im Mittelpunkt zu stehen
Der Angst vor Vorträgen hinter die Kulissen geschaut
Authentizität löst die Angst vor Vorträgen
Diese Fähigkeiten brauchen Sie, um Ihre Angst vor Vorträgen zu überwinden
7-Punkte-Programm für mehr Spaß vor der Gruppe
Intensiv-Coaching bei Angst vor Vorträgen

 

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Uwe Hampel

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Ängste bewahren uns vor Gefahren

 

Jeder Mensch hat Ängste, und das ist eine gute Einrichtung der Natur, denn Ängste bewahren uns vor Gefahren. Doch viele Menschen haben Ängste, die ihnen nicht helfen, sondern das Leben unnötig schwermachen. Dazu gehört die Angst, vor Menschen zu sprechen bzw. Vorträge zu halten oder Wissen zu präsentieren.

Ängstlichkeit vor sozialen Interaktionen kann für die Betroffenen eine ernste Einschränkung der Lebensqualität zur Folge haben. Und selbst wer es schafft, hier ein für sich erträgliches Maß zu finden, wird es dann im beruflichen Zusammenhang schwer haben; denn dort ist es schlichtweg nicht immer möglich, solche Situationen zu vermeiden. Die Vortragsangst kann deshalb dazu führen, einen Beruf nicht ausüben zu können oder beruflich zu scheitern.

Die Ausprägung der Vortragsangst ist unterschiedlich. Während manche Angst davor haben, vor einer Menschengruppe zu sprechen und im Mittelpunkt zu stehen, ist es bei anderen schon ein bedrückender Moment, mit einem Vorgesetzten reden zu müssen.

Verschiedene Situationen können bei den Betroffenen dazu führen, dass sie regelrechte Panikattacken bekommen. Beispielsweise, sich in Diskussionen zu äußern oder sich fachlich an Gesprächen zu beteiligen, über Gefühle zu sprechen oder sich kritisch zu äußern, und selbst ein einfacher Smalltalk ist für den Einen oder Anderen ein Problem. Ebenso kann es problematisch sein, eigene Wünsche zu artikulieren, Forderungen anderer Personen abzulehnen oder mit autoritären Personen in Kontakt zu treten. Häufig tritt das Problem auf, wenn vor Gruppen gesprochen werden soll oder mit unbekannten Personen.

Experten definieren diese Art von Ängsten etwa so, dass die Vortragsangst eine erlernte Befürchtung ist, wie gefühlsmäßig oder körperlich auf das Sprechen vor Publikum reagiert wird, egal, ob das Publikum wirklich oder nur angenommen vorhanden ist. Das kennen viele von uns schon aus der Schule, wenn es schwerfiel, ein Gedicht vor der Klasse aufzusagen oder vorzusingen.

So macht sich die Vortragsangst bemerkbar

Die Angst vor Vorträgen macht sich bemerkbar auf körperlicher, gedanklicher und verhaltensmäßiger Ebene.

Allein schon die körperliche Ebene ist anstrengend und verursacht unangenehme Gefühle. Denn durch das Gefühl der Bedrohung durch die anderen Menschen reagiert das Nervensystem, und schüttet Noradrenalin und Adrenalin aus. Der Körper stellt sich auf Kampf oder Flucht ein. Da man aber im Normalfall weder weglaufen noch zuschlagen möchte, behilft sich der Körper mit anderen Symptomen, wie Magen-und Darmbeschwerden, Schwitzen oder Erröten, erhöhtem Blutdruck und Puls, Anspannung der Muskeln und Ähnlichem. Hat man sich überwunden, und doch den Vortrag gehalten, zeigt sich der Körper nicht selten so erschöpft, als hätte man eine überaus große körperliche Leistung vollbracht. Solche körperlichen Reaktionen sind auch in anderen Situationen anzutreffen, wie bei Hitze oder Kälte, Fieber, sexueller Erregung oder beim Konsum von Alkohol und Medikamenten.

Doch damit man diese Zeichen als Angst wertet, müssen noch gedankliche Hürden dazukommen, wie die Vorstellung von Versagen. Bewertet man die Situation als bedrohlich und unangenehm, stellt man sich vor, „was wäre wenn“. Die gedanklichen Horrorszenarien, die wir dann erleben, befördern wiederum die körperlichen Reaktionen.

Dabei ist es unterschiedlich, ob die körperlichen Probleme vor der jeweiligen Situation auftreten, währenddessen oder erst danach. Wer sich schon zuvor der Vorstellung hingibt, dass die anderen lachen, denjenigen nicht ernst nehmen oder sich nicht für das, was er vorträgt, interessieren, muss mit solchen Angstzuständen rechnen. Die Folge ist eine Körpersprache, die dem Publikum deutlich zeigt, wie man sich fühlt.

Die Verhaltensebene kann aus ängstlichen Gedanken schlechte Gefühle werden lassen. Diese wirken sich dann wiederum auf das Verhalten aus. Das zeigt sich, indem die Stimme schwankt, zu laut oder zu leise wird, die Sprechmelodie merkwürdig mechanisch klingt und die Stimme „zittert“. Auch die Aussprache leidet, beispielsweise ist die Wortfindung verzögert oder man macht unpassende Pausen, redet zu schnell oder verspricht sich häufig. Wer unter Vortragsangst leidet, holt falsch Luft, was die Zuhörer, dann eventuell als „nach Luft schnappen“ wahrnehmen. Man muss sich häufig räuspern, hat einen starren Gesichtsausdruck oder vermeidet den Augenkontakt zum Publikum. Damit einher geht eine angespannte Muskulatur, oder eventuell auch eine gewisse Körperstarre.

Vortragsangst kann entweder dazu führen, dass man alles zeitverzögert und zu langsam tut, oder auch zum Gegenteil, dass alles zu schnell vonstatten geht. Experten haben dafür eine Erklärung: entweder man will sich unbedingt kontrollieren, oder aber man lässt alles über sich ergehen.

Ehrlich feststellen, wo man steht

Wie bei allen Ängsten gibt es verschiedene Ausprägungen des Problems. Deshalb sollte man sich zuerst fragen, wie stark der Leidensdruck ist, der hierdurch entsteht. Je höher dieser ist, umso mehr ist man bemüht, entsprechende Situationen zu vermeiden. Doch so bleiben positive Erfahrungen aus, und die Angst wird größer. Es sollte konkret überlegt werden: wie stark leide ich unter der Vortragsangst? Wie schränkt mich diese im Privatleben ein? Muss ich deshalb auf Berufliches verzichten? Welche Situationen vermeide ich wegen meiner Vortragsangst?

Ob aktiv etwas gegen die Angst vor Vorträgen unternommen wird, hängt vom Leidensdruck ab, auf den Verzicht beruflicher Chancen oder die Auswirkungen, die das Problem im täglichen sozialen Miteinander hat.

Fachliche Unterstützung suchen

Wer an sich selbst ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten entdeckt, depressive Verstimmungen erlebt oder unter körperlichen Symptomen wie Schlaflosigkeit leidet, dazu Panikattacken ertragen muss oder sogar mit Herzrasen, Magenschmerzen und so weiter kämpft, der sollte dringend professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Damit Hilfe auch wirklich nützt, sollte man sich nicht nur der Therapie gegenüber aufgeschlossen zeigen, sondern sich auch von der Vorstellung verabschieden, völlig ohne Angst zu leben. Das ist unrealistisch und erzeugt nur unnötigen Druck. Außerdem ist eine gewisse Anspannung auch wichtig für gute Leistungen. Das bekannte Lampenfieber, das viele umtreibt, selbst wenn sie beruflich vor Leuten aktiv werden (Schauspieler etwa), ist nützlich für hohe Konzentration. Das muss man sich nicht unbedingt abtrainieren wollen, zumal das ohnehin nicht sehr erfolgversprechend ist.

Angst vor Vorträgen wird subjektiv erlebt

 

Die Angst vor Vorträgen wird von Betroffenen unterschiedlich erlebt.

Sichtbar macht sie sich durch verschiedene mehr oder weniger starke körperliche Symptome: Schwitzanfälle, Herzrasen, zittrige Stimme, starke Nervosität, trockener Mund, rote Flecken am Hals, Tunnelblick und vieles mehr.

Die körperliche Ursache für Angst vor Vorträgen

Bei Angst werden vom Körper durch das sympathische System des vegetativen Nervensystems verstärkt die Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Wir befinden uns in einem Zustand höchster Reaktions- und Leistungsbereitschaft, weil die archaischen Grundmuster „Kämpfen oder Fliehen“ (flight-or-fight?) aktiviert werden.

Diese urzeitlichen Programme sind verantwortlich für die vielfältigen Symptome, die wir in diesem Kontext als Angst vor Vorträgen bezeichnen.

Wir machen quasi eine Zeitreise in die Urzeit. Unser Körper versetzt sich in die Zeit des Homo sapiens, als der Mensch noch in Höhlen lebte.

Der Urmensch musste als Jäger und Sammler sehr aufmerksam sein, denn es war für ihn überlebenswichtig. Und überall lauerten Gefahren für ihn.

Er musste blitzschnell eine Entscheidung treffen, wenn sich ein unbekanntes Tier näherte: kämpfen oder besser fliehen?

Und beide Varianten benötigen sofort Energie, die bereitgestellt werden muss. Die beiden Botenstoffe (siehe oben) fokussieren ihn und machen ihn leistungsfähig. Sein Körper ist bereit zu kämpfen oder zu fliehen.

Die richtige Dosierung ist entscheidend

Bei der Angst vor Vorträgen kommt es auf die richtige Dosierung an. Eine leichte Aufregung setzt schlummernde Energien in uns frei. Ist die Aufregung zu stark, blockiert sie uns.

Eine zu große Angst kann zu einer Schockstarre und Angstlähmung führen. Wir werden handlungsunfähig und fallen in eine Hasenstarre (Totstellreflex).

Wenn weder Kampf noch Flucht möglich ist, also Körper und Seele sich der Situation nicht entziehen können, schaltet der menschliche Organismus auf Überlebensstrategien um. Der Mensch erstarrt (ähnlich dem Totstellreflex bei Tieren) und dissoziiert.

Übertragen auf Vortragssituationen, ist dies der berühmte „Blackout“.  Die körperlichen Reaktionen, ausgelöst durch die Angst vor dem Vortrag, können so weit angestiegen, dass Betroffene handlungsunfähig werden (Totstellreflex).

Auch wenn wir heute nicht mehr um unsere Existenz kämpfen müssen, laufen die archaischen Grundprogramme immer noch an.

Und das dahinterliegende biologische Überlebensprogramm ist das Gleiche.

Stressauslöser bezogen auf eine übersteigerte Angst bei Vorträgen sind unbewusste Bewertungsmuster und/oder fehlende Zugehörigkeit zur Gruppe.

Mögliche Bewertungsmuster:

  • Wie werde ich bei den Anwesenden ankommen?
  • Wie wird die Gruppe meine Präsentation finden?
  • Was werden die Teilnehmer nach meiner Rede von mir denken?
  • Sie werden mich alle auslachen

 

Um den Erhalt seiner Art zu sichern, musste der Urmensch gefährliche Situationen schnell bewerten.

Vor der Gruppe ist es allerdings genau umgekehrt: Wir haben Angst vor der Bewertung anderer Menschen.

Im Grunde genommen ist es allerdings unsere eigene Bewertung, die wir auf die Gruppe übertragen (Spiegel-Gesetz).

Man könnte die Angst vor Vorträgen auch als reinen Bewertungsstress bezeichnen. Allerdings wäre dieser Begriff nicht differenziert genug für das Phänomen Vortragsangst.

Ist Ihnen diese panische Angst vor Vorträgen auch vertraut?

 

Der Termin steht, der Vortrag ist auf dem Papier bestens vorbereitet und so mancher Satz muss auch schon gar nicht mehr abgelesen werden. Und trotzdem steigt bei vielen eine panische Angst vor Vorträgen, je näher der Termin rückt. Und am entscheidenden Tag macht die Panik vor der Präsentation auch den besten Vorsätzen den Garaus. Die Sprechangst lähmt die Stimme, der Kopf scheint leer, man fällt wie in ein schwarzes Loch. Und aus dem Loch findet man keinen Weg heraus. Die Panik vor Vorträgen scheint ein fester Bestandteil meines beruflichen Lebens geworden zu sein.

Ist die Angst vor öffentlichen Auftritten wirklich ein Teil meiner Persönlichkeit?

Ist es möglich, meine panische Angst vor Präsentationen zu überwinden?

Und wenn ja, wie kann man die Angst vor Vorträgen überwinden?

Die Angst vor Vorträgen ist weit verbreitet

Die sogenannte Redeangst ist weiter verbreitet, als zunächst geglaubt wird. In vielen Gruppen gibt es mindestens einen, wenn nicht gar mehrere Teilnehmer, die von solchen Ängsten berichten oder diese immer wieder sehr stark erleben. Bei Redeangst handelt es sich nicht um eine schnell vorübergehende Erscheinung, die sich von selbst auflöst. Auch oftmals empfohlene Rhetorikkurse sind kaum der richtige Weg, um die Angst vor Vorträgen aufzulösen und eine erforderliche Selbstsicherheit zu schaffen.

Der Angst vor Vorträgen hinter die Kulissen geschaut

Etwa 90 Prozent von allem, was wir täglich tun, läuft gesteuert durch unser Gehirn ohne unser aktives Zutun ab. Atmen, laufen, Stoffwechsel und viele andere Prozesse erledigen wir quasi ohne ständig darüber nachdenken zu müssen. Anders verhält es sich mit Situationen, in die wir uns eher selten begeben. Hier denken wir meist intensiv darüber nach, wie wir auftreten und wirken wollen und was wir tun müssen, um die gewünschte Wirkung zu erreichen. Genau das trifft auch auf die mehr oder minder öffentliche Rede zu. Wenn Sie nicht ständig in dieser Situation leben, kann die Vortragsangst regelrecht erdrückend werden. Dabei ist diese Form der Sprechangst nicht mit Lampenfieber zu verwechseln.

Menschen sind soziale Wesen, sie brauchen persönlichen Kontakt und Austausch. Diese Tatsache nimmt in der zunehmend digitalisierten Arbeitswelt eine besondere Stellung ein. Stellen Sie sich vor: Sie haben umfassende Informationen für Kollegen, Mitarbeiter oder Vorgesetzte. Welchen Kanal nutzen Sie? E-Mail, gedruckte Mappen oder präsentieren Sie die Neuigkeiten persönlich?

Angst vor Vorträgen überwinden - 7-Punkte-Programm

Technik kann Menschen nicht völlig ersetzen

In manchen Situationen ist ein Vortrag unausweichlich. In anderen Fällen haben Sie es in der Hand, die Form der Kommunikation zu bestimmen. Dabei sollten Sie bedenken: E-Mails ersetzen nicht den zwischenmenschlichen Kontakt. Moderne Unternehmen brauchen Mitarbeiter, die sich engagieren und ihr Potenzial ausschöpfen. Ein zentraler Punkt dafür ist die Bindung und Identifikation mit dem Team, der Abteilung und dem Betrieb. Diese Bindung entsteht vor allem über regelmäßige soziale Kontakte.

Es ist nicht sinnvoll, direkte Kommunikation durch scheinbar effizienteren Austausch über Medien weitestgehend zu ersetzen. Vorträge und Präsentationen sind ein guter Anlass, Mitarbeiter und Vorgesetzte persönlich zu treffen und Zeit für Diskussionen und Austausch mit einzuplanen. Überkommt Sie beim Gedanken an eine Präsentation Angst? Dann nutzen Sie die Gelegenheit, diese zu bekämpfen und mit Freude Vorträge zu halten, denen Ihre Zuhörer gerne folgen.

Angst vor Präsentation überwinden

(c) kasto – fotolia.com

Im Mittelpunkt stehen: Freude oder Panik?

Die Angst, sich bewusst zu präsentieren und im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, ist weit verbreitet. Menschen, die vor einem Vortrag oder einer Präsentation in Panik geraten, ängstigen sich meist nicht wegen des Vortrags an sich. Nervosität vor einer Präsentation hat immer etwas mit der Anwesenheit von Menschen zu tun.

Wie lässt sich diese Angst vor Menschen überwinden? Klienten, mit denen ich ein Redeangst-Coaching durchführe, zählen mir ihre körperlichen Symptome auf, die sie vor und während ihrer Vorträge verspüren. Dazu zählen vor allem:

  • Herzrasen
  • Schweißausbrüche
  • Schwindel
  • trockener Mund
  • Denkblockaden
  • Zittern der Hände

Die Symptome sind Teil einer normalen Angstreaktion des Körpers. Zusätzlich berichten meine Klienten von negativen Gedanken und Bildern. Ein Teufelskreis: Die körperliche Erregung wird sorgenvoll beobachtet; meist gesellen sich negative Bewertungen hinzu. Diese steigern ihrerseits die körperliche Erregung.

Ein Beispiel: Eine Führungskraft spürt kurz vor einer Rede starkes Herzrasen und Schwindelgefühle; außerdem schwitzt sie stark. Sie befürchtet, die Vorgesetzten könnten diesen Zustand bemerken und ihn als Zeichen für mangelnde Kompetenz oder verminderte Belastbarkeit deuten. Die Gedanken verstärken das Schwindelgefühl. Der Manager gerät in Panik. Er verliert den Glauben an seine Fähigkeiten und bekommt Angst, dass die Präsentation misslingt. Die Panik nimmt weiter zu und beeinträchtigt seine Konzentration. In seiner Phantasie steht der Manager schwitzend und sprachlos vor dem Vorstand.

Menschen, die Angst vorm Präsentieren haben, sind dieser Angst nicht hoffnungslos ausgeliefert. Es gibt alternative Strategien, um dieser Panik zu begegnen und sogar mit Freude in einen Vortrag zu gehen.

Angst vor Vorträgen: Ursachenforschung ist nicht notwendig

Laut Dipl.-Psychologin Antje Müller wurzelt die Redeangst bei den meisten Menschen in der Schulzeit. Damals riefen die Lehrer ihre Schüler gerne unerwartet auf und die gesamte Klasse blickte den jeweiligen Klassenkameraden erwartungsvoll an. Für Kinder ein sehr unangenehmer und angsteinflößender Moment. Diese Erkenntnis ist nett, hilft aber wenig weiter, nicht wahr?

Die Redeangst von Erwachsenen basiert auf einem Konflikt zwischen Vernunft, die mit dem Frontalhirn assoziiert wird und Gefühl. Emotionen entstehen in einem komplexen Zusammenspiel unter anderem im limbischen System.

Die Angst vor Vorträgen überwinden: die ersten Schritte

Die Suche nach einer Lösung beginnt mit einer Frage: Was müsste anders sein, damit Sie Vorträge und Präsentationen mit Spaß und Freude halten, anstatt unter Stress zu stehen?

Nicht alle Menschen empfinden Vortragsangst. Was zeichnet solche Personen aus? Was können wir von ihnen lernen? – Sie verfügen in jedem Fall über eine funktionierende (unbewusste) Strategie und über eine starke Ressource. Beides ist extrem wichtig, um gelassen vor einem Publikum zu sprechen.

Äußerlich zeichnen sich Menschen mit Freude an öffentlichen Auftritten durch folgende Punkte aus:

  • sicheres Auftreten
  • wenig bis keine Nervosität
  • viel freie Rede, wenig Manuskript
  • Sie genießen die Aufmerksamkeit.

 

Diese Spezies taucht häufig auf der politischen Bühne auf. Politiker gehören zu den Menschen, die über belanglose Dinge reden und reden und reden. Sie können stundenlang reden, ohne wirklich etwas zu sagen. Sie besitzen sogar die Fähigkeit, andere Menschen mit ihren Vorträgen zu Tode langweilen zu können. Trotzdem haben sie keine Angst vor ihren Reden und Auftritten. Politiker genießen es regelrecht, im Mittelpunkt zu stehen; von Nervosität keine Spur.

Was machen Menschen, die ihren Vortrag oder ihre Präsentation ohne Angst halten anders? Hören sie sich möglicherweise selbst gern reden und haben deshalb Spaß daran, vor Menschen aufzutreten? Oder mögen sie Aufmerksamkeit und lieben es deshalb, im Mittelpunkt zu stehen?

Stellen Sie sich vor, Sie würden mit Spaß an Ihre Vorträge und Präsentationen herangehen – wie ein Politiker. Sie könnten viel selbstbewusster auftreten, nicht wahr? Wäre es nicht wunderbar, vor einem Vortrag oder einer Präsentation Freude zu empfinden, anstatt panische Angst zu bekommen?

Intensiv-Coaching bei Angst vor Vorträgen

Bei Angst vor Präsentationen bietet ein gezieltes Coaching mit kognitiv-systemischen Ansätzen ein wirkungsvolles Instrument. Im Zentrum des Coachings steht die Integration von unbewussten Ressourcen mit der PPR-Methode. Während der gemeinsamen Arbeit entwickeln Sie Stück für Stück mehr Sicherheit, wenn Sie vor Gruppen stehen. Die Sicherheit im Vortrag erlaubt Ihnen, den Fokus auf die Inhalte der Rede oder Präsentation zu richten. Ihr Vortrag gewinnt an Qualität und sie begeistern damit Ihre Zuhörer.

Sie haben es in der Hand. Möchten Sie weiter vor Ihrem Vortrag Angst haben oder zukünftig lieber Redespaß genießen?

Authentizität löst die Angst vor Vorträgen auf

Ein Coaching unterstützt Sie dabei, den inneren Konflikt zwischen Vernunft und Gefühl zu lösen. Lernen Sie sich selbst kennen und anerkennen. Dabei unterstütze ich Sie zum Beispiel mit meiner PPR-Methode. Auf diese Weise nehmen Sie die Situation selbst in die Hand. Die Anerkennung durch das Publikum fällt nicht mehr so stark ins Gewicht. Sobald Sie authentisch werden, machen Vorträge mehr Spaß.

Authentisch werden mit der PPR-Methode

Welcher Rednertyp sind Sie? Die PPR-Methode unterscheidet zwischen dem Politiker- und dem Professoren-Typus. Mischformen existieren ebenfalls. Grundsätzlich redet ein Politiker-Typ, weil er sich gerne reden hört. Für einen Redner vom Typ Professor zählt der Inhalt. In meinem Coaching lernen Sie diese beiden Muster kennen und wir erarbeiten, welcher Typ in Ihnen steckt. Damit aus einer unbewussten Eigenschaft eine bewusste Ressource wird! Dann können auch Sie Ihre Angst vor Vorträgen aufgeben und Spaß vor der Gruppe haben.

Diese Fähigkeit brauchen Sie, um die Angst vor Vorträgen zu überwinden

 

Wenn Sie die Angst vor Vorträgen auflösen wollen, müssen Sie gelassen bleiben können, wenn Sie im Mittelpunkt stehen. Sie müssen diese Fähigkeit trainieren, denn Sie können der Aufmerksamkeit von Menschen bei Vorträgen nicht entfliehen. Wenn Sie etwas vortragen, präsentieren Sie auch sich selbst. Sie stehen im Mittelpunkt, nicht der Vortrag. Und wenn Sie im Mittelpunkt stehen, sind Sie der Aufmerksamkeit der Anwesenden sozusagen ausgeliefert.

Wie kann man die Fähigkeit „im Mittelpunkt stehen können“ trainieren?

Wenn Sie authentisch sind, können Sie ohne Schwierigkeiten von anderen Menschen Aufmerksamkeit entgegennehmen. In diesem Zustand ist es keine Last, wenn Menschen Ihnen Zuwendung schenken. In einem 100-prozentigen authentischen Zustand können Sie vor der gesamten Menschheit stehen und haben Spaß dabei oder finden es zumindest spannend, dass die gesamte Weltbevölkerung vor Ihnen steht.

Wenn Sie zu einhundert Prozent authentisch sind, befinden Sie sich im Flow. Diesen Zustand werden Sie aber nicht ständig halten können. Begnügen wir uns deshalb mit etwas weniger als einhundert Prozent.

Sie können die Fähigkeit „Aufmerksamkeit ertragen“ mit mentalen Übungen trainieren. Anders ausgedrückt: Sie trainieren sie mit Ihrer Vorstellungskraft. Sie laden sozusagen Ihr Gehirn ein, etwas Neues zu lernen: nämlich Authentizität zu fühlen.

Tricksen Sie Ihr Gehirn aus

Der Neocortex (in diesem Teil der Gehirne findet das Denken statt) ist nicht wirklich kooperativ. Deshalb werden wir einen kleinen Trick anwenden und ihn zu einer Zusammenarbeit überlisten. Der Trick besteht darin, dass Sie sich beim Lernen mit einem anderen Teil Ihres Gehirnes verbinden: mit dem limbischen Gehirn. Dieser Teil menschlicher Gehirne ist unter anderem auch zuständig für Emotionen (Angst ist eine Emotion).

Es gibt bei diesem Vorhaben nur ein kleines Problem: Das limbische Gehirn kann mit Ihrer Sprache nichts anfangen.

Es spricht nämlich eine besondere Sprache. Und die werden Sie in den mentalen Übungen verwenden. Diese Sprache ist nicht direkt, sondern eher indirekt.

Die mentalen Übungen erzeugen auf eine indirekte Art und Weise etwas Neues für Ihr Gehirn. Und das neu Gelernte kann Ihren Neocortex unterstützen, keine Panik mehr durch sein Denken im limbischen System zu erzeugen, sondern bei Vorträgen vor Menschen gelassen zu bleiben, weil er Aufmerksamkeit aushalten kann.

Anders ausgedrückt: Das limbische Gehirn „spricht“ mit dem Neocortex und sagt ihm so etwas wie: “Es ist alles gut, genauso wie es ist.“ Nur eben nicht direkt, sondern indirekt.

Wie bereits erwähnt, kommuniziert das limbische System nicht in Sprache. Es drückt sich körperlich aus. Es lässt Ihren Körper bei Vorträgen gelassen bleiben. Das möchten Sie doch, nicht wahr?

Das limbische Gehirn ist dafür verantwortlich, dass Sie Angst vor Vorträgen haben und empfinden können, weil es einen direkten Zugang zu Ihrem Körper hat. Der Befehl dazu kommt allerdings vom Neocortex, Ihrem Verstand.

Der Neocortex ist der Angst-Anstifter. Das limbische Gehirn macht sie als Angst vor Vorträgen spürbar.

Wenn Sie bei Vorträgen gelassen bleiben wollen, lassen Sie zukünftig nicht den „Angstanstifter“, sondern das limbische Gehirn „sprechen“.

Möglicherweise werden Sie sogar Spaß bei Ihren Vorträgen entwickeln. Wer weiß schon, was die Zukunft so alles zu bieten hat, nicht wahr?

Weiterführende Links zu der Angst vor Vorträgen

Was beim Sprechen im Kopf passiert

Aktualisiert am 27.06.2019

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