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Prüfungsangst – die  Angst vor der Bewertung persönlicher Leistungen

Betroffene können in prüfenden Situationen ihr Wissen nicht abrufen. Prüfungsangst wird nur in Sonderfällen als pathologisch eingestuft. Wenn jemand durch die Angst erheblich beeinträchtigt ist, Probleme im sozialen Umfeld entstehen und die normale Entwicklung eines Jugendlichen beeinträchtigt ist, handelt es sich um eine krankhafte Form. In der ICD-10 (Internationale Klassifikation psychischer Störungen) ist sie als spezifische Phobie codiert und wird als eine Sonderform der sozialen Bewertungsangst (sozialen Phobie) betrachtet. Bei Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten oder Lernbehinderungen tritt diese Form der Angst häufiger auf, als bei Personen ohne solche Probleme.

Bei einem mittleren Angstlevel kann Prüfungsangst dagegen zu einer Leistungssteigerung führen. Denn ein Angst-Niveau, das dabei hilft, sich gut vorzubereiten, kann sehr nützlich sein. Dreht sich hingegen alles nur noch um die bevorstehende Prüfung und werden wegen der Angst Prüfungstermine abgesagt, ist der kritische Punkt überschritten. Auch wenn der Prüfling in der Vorbereitungsarbeit für eine Prüfung deswegen nicht mehr vernünftig lernen kann, ist fachliche Hilfe ratsam.

Selbst Prüfer können der Prüfungsangst ähnlichen Spannungen ausgesetzt sein. Möglicherweise etwa aus Unerfahrenheit oder wenn sie bei der Überprüfung von Kollegen beteiligt sind.