Selbstbewusstes Auftreten – 95% sind unbewusst

Lampenfieber und die Angst vor Vorträgen sind ein weit verbreitetes Problem, das mit mangelndem Selbstbewusstsein zusammenhängt. Dies kann oft auf frühere, negative Erfahrungen mit dem Präsentieren oder generelle, selbstwertmindernde Erlebnisse zurückgeführt werden. Diese Erlebnisse und Erfahrungen wirken über das Unterbewusstsein auf unser Verhalten und unsere Gefühle ein und verhindern eine konstruktive Veränderung der Situation. Immerhin sind rund 95% von dem, was wir tun und sagen, durch unbewusste Prozesse gesteuert. Dennoch zwingt einen das Leben – vor allem im beruflichen Kontext – immer wieder, sich diesen gefürchteten Situationen vor Publikum zu stellen. Dafür ist ein selbstbewusstes Auftreten unverzichtbar. Dies kann man als Bedrohung wahrnehmen, aber auch als Chance begreifen, an sich selbst zu arbeiten und seine inneren Konflikte aufzulösen.

Erfolgreich eine Präsentation halten braucht Kongruenz

Kongruenz bedeutet, dass das Verhalten und die Gefühle eines Menschen mit dessen Selbstkonzept – sprich den Überzeugungen und Werten – übereinstimmen. Das Gegenteil ist Inkongruenz: Ist man verärgert, zeigt dies aber nicht, obwohl man es gerne würde, ist das inkongruent. Zeigt man seinen Ärger nicht, weil man der Überzeugung ist, dass man es nicht tun sollte, ist dies jedoch kongruent. Auch die simple Frage nach dem Befinden wird oft inkongruent beantwortet: Man sagt: „Sehr gut, danke“, doch Gesichtsausdruck und Tonfall sagen das genaue Gegenteil. Am Beispiel der Sprechangst kann man dies darin beobachten, dass Gesprochenes nicht mit der Körpersprache oder anderen, unbewussten Signalen des Sprechenden übereinstimmt. Möchte man gerne selbstsicher und kompetent wirken, obwohl man sich nicht so fühlt, wird das nicht gelingen. Ist man innerlich unsicher und nervös, helfen daher auch zurecht gelegte Worte nicht. Einen Vortrag beispielsweise mit den Worten zu eröffnen, dass man sich freut, hier zu sein, wird nur dann ehrlich ankommen, wenn es tatsächlich auch so gemeint ist. Das Publikum wird die Inkongruenz bewusst oder unbewusst wahrnehmen. Dadurch vermittelt man ein unnatürliches, gekünsteltes Auftreten, das bei den Zuhörern negativ ankommt und die Angst vor Präsentationen aufgrund der negativen Reaktionen noch verstärken kann. Jede negative Erfahrung, die Ihren Befürchtungen entspricht, schwächt Ihr Selbstbewusstsein weiter. Doch hier kann man ansetzen und die Entwicklung in eine positive verkehren!

Handeln und Fühlen mit seinem Selbstkonzept in Einklang bringen

Sich zu verstellen, oder jemanden nachzuahmen, ist daher keine Lösung. Redeangst überwinden kann man nur dann, wenn man authentisch ist und zu sich und seinen Stärken und Schwächen ehrlich stehen kann. Um kongruent – und damit klar, sympathisch und authentisch – zu sein, müssen Körpersprache, Formulierung, Tonfall und der Kontext übereinstimmen. Was hält uns nun aber davon ab, uns kongruent zu verhalten? Es sind die unbewussten, inneren Konflikte und Widersprüche, die Unsicherheit und Angst und damit auch Inkongruenz verursachen. Dies wiederum erzeugt weitere, innere Konflikte und verschärft das Problem weiter. Umgekehrt wirkt sich kongruentes Verhalten stärkend auf Ihre Selbstsicherheit aus – eine positive Wechselwirkung, durch die man lernt, mit einem guten Gefühl und authentischem Wirken frei Reden zu halten.

Für ein Selbstbewusstes Auftreten müssen Sie Ihre Selbstbewertungen aufgeben

In meinem Coaching spüren wir gemeinsam diese unbewussten, destruktiven Selbstannahmen und Widersprüchlichkeiten auf. Wir gehen Ihrem Charakter auf den Grund und analysieren, wo Ihnen mangelnder Selbstwert und Inkongruenzen im Wege stehen. Zusammen erarbeiten wir Lösungen, um sie zu überwinden und Ihr Auftreten mit Ihren Überzeugungen und Gefühlen in Harmonie zu bringen. So können wir Ihr Selbstbewusstsein stärken und Kongruenz erzeugen. Sie werden sehen, dass sich dadurch die Angst vor dem Reden halten auflöst. Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches und kostenloses Beratungsgespräch, in dem wir uns kennenlernen können!

1 Kommentare

  1. Pingback: Redeangst überwinden - Uwe Hampel hmp-coaching

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