Kategorie: Flugangst

Flugangst oder Aviophobie ist die pathologische Angst in einem Flugzeug zu fliegen. Bereits der Gedanke an ein Flugzeug kann bei Betroffenen Angstzustände auslösen und dadurch nicht selten zu einer großen Belastung werden. Besonders für Geschäftsleute, die aus beruflichen Gründen sehr oft in ein Flugzeug steigen müssen. Mit einem unguten Gefühl betritt jeder dritte Passagier einen Flieger. Deutliche Angst vor dem Fliegen haben 16 Prozent aller Deutschen. Von Flugangst betroffen sind doppelt so viele Frauen wie Männer.

Die Aviophobie zählt zu den spezifischen Phobien. Bei spezifischen Phobien ist die Angst auf eine bestimmte Situation oder ein bestimmtes Objekt beschränkt. Flugangst wird in der ICD-10 (Internationalen Klassifikation psychischer Störungen) unter F40.2 kodiert.

Von Flugangst Betroffene können eine so starke Angst vor dem Fliegen entwickeln, dass sie Flugreisen komplett meiden oder nur unter Qualen ertragen. Ein Vermeidungsverhalten verstärkt die Angst dann weiter und hält den Angst-Kreislauf aufrecht.

Passagierflugzeuge sind die sichersten Verkehrsmittel, die uns zur Verfügung stehen. Diese Erkenntnis unterstützt Betroffene allerdings nicht dabei, ihre Flugangst aufzulösen. Fast 80 % aller Aviophobiker geben an, das ihre Angst übertrieben und unangebracht ist.

Aviophobie kann sich auch aus verschiedenen Ängsten zusammensetzen, so dass es nicht immer leicht ist, eine eindeutige Diagnose zu erstellen. Diese Aussage unterstreicht die Tatsache, dass auch Menschen  Flugangst haben können, obwohl sie noch nie geflogen sind oder das erste Mal fliegen.

Es gibt unterschiedliche Gründe von Befürchtungen, die von Aviophobiker genannt werden. Nicht alle fürchten sich zwangsläufig vor einem Absturz. Es wird unterschieden in: Höhen- oder Platzangst, Angst vor dem Ausgeliefertsein („Beifahrersyndrom“), Erwartungsangst (Einige haben bei einem Flug schlechte Erfahrungen gemacht, Turbulenzen, misslungener Landeanflug usw..) und Angst vor der Technik.

Flugangst-Symptome

Die Symptome hängen von der Stärke der Flugangst ab. Sie können sich bereits schon Wochen und Tage vor dem Abflug bemerkbar machen: Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Albträume, Schwindel, Kopfschmerzen sowie Magen- und Darmkrämpfe.

Panikattacken

Eine Flugangst kann sich auch so stark steigern, dass Panikattacken entstehen. Die Betroffenen erleben die Angst dann viel intensiver und befürchten sogar zu sterben. Erstickungsgefühle, Herzklopfen sowie Ohnmacht und Schwindel können ein Anzeichen einer Panikattacke sein. Diese Anfälle erreichen in der Regel nach 10 Minuten ihren Höhepunkt und klingen wieder ab. Das erzeugt großes Unbehagen und vor allem die Angst vor einer weiteren Attacke (Angst vor der Angst).