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Burnout

Der Begriff Burnout

Der New Yorker Nervenarzt G. M. Beard (1839 - 1883) beschrieb ein Phänomen, das er Burnout bzw. Neurasthenie nannte. Beard beschrieb Symptome, die wir heute als Stress, Nervosität oder eben als Burnout bezeichnen würden. Zeitgleich entsteht mit dem Wort "Neurasthemie" im Europa des 19.Jahrhunderts der Begriff  "Amerikanisierung". Amerikanisierung stand für ein hektisches, nach kapitalistischen Prinzipien orientiertes Berufsleben. Es spielte sich vor allem in der Großstadt ab, wo die Bewohner nicht einmal nachts Ruhe davor hatten. Geprägt wird das 19. Jahrhundert durch die Industrialisierung und Urbanisierung, der Eisenbahn und der Dampfschiffahrt. Die neue Technik der Telegrafie löste eine Informationsflut aus. G. M. Beard sprach von "American Nervousness". Den Zustand der totalen Erschöpfung führte man auf den beschleunigten, durchtechnisierten und ökonomisierten Lebensalltag zurück. Die Betroffenen waren überfordert, weil ihre Fähigkeiten nicht ausreichten, die gestiegenen Anforderungen des modernen Lebens zu bewältigen.

Im ersten Weltkrieg verschwandt der Begriff zunächst, weil die Menschen sich mit anderen Dingen zu befassen hatten. in den 1960er Jahren kam er erneut in die öffentliche Diskussion. Der Psychoanalytiker Herbert J. Freudenberger machte seine eigenen Erfahrungen: Seine ehrenamtliche Arbeit (er kümmerte sich um drogensüchtige jugendliche Prostituierte) und die Arbeit in seiner Praxis führten bei ihm zu einer zunehmenden Erschöpfung, zu Müdigkeit, Ausgelaugtheit, Resignation, Unausgeglichenheit und Gereiztheit. Seiner Familie schenkte er nur noch wenig Aufmerksamkeit. Seinen Kollegen ging es ähnlich. Das "Burnout-Syndrom" wurde durch das Auftreten bestimmter Merkmale charakterisiert.

Keine sichere Definition für das Burnout-Syndrom

Das Burnout-Syndrom ist keine Krankheit, sondern kann eher mit Schmerz verglichen werden. Das Leitsymptom des Burnout-Syndroms ist der Zustand absoluter Erschöpfung. Zusätzlich können sich weitere unspezifische Beschwerden einstellen, für die es keine organischen Ursachen gibt.

Burnout = Zustand der totalen Erschöpfung

Charakteristische Merkmale des Burnout

Typisch für das Burnout-Syndrom sind: Eine körperliche und emotionale Erschöpfung, anhaltende physische und psychische Antriebs- und Leistungsschwäche. Vor allem der Verlust der Fähigkeit, sich zu erholen ist ein bedeutendes Merkmal. Haüfig ist auch eine abweisende, zynische und aggressive Grundstimmung gegenüber Angehörigen, Freunden und Kollegen vorhanden. Verbitterung und das Gefühl der Hilflosigkeit sind oftmals damit verbunden.

Weitere Merkmale von Burnout:

Bedürfnisse wie Durst, Hunger, Schlaf, Sexualität werden nicht beachtet
Schwächegefühl
chronische Müdigkeit
Konzentrationsschwäche
Kreativitätsmangel
Schlafstörungen
Meidung sozialer Kontakte und sozialer Rückzug
Gefühle von Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit, Desinteresse und Gleichgültigkeit
psychosomatische Erkrankungen und Reaktionen wie Herz-Kreislaufleiden, Magen-Darm-Leiden, Rückenprobleme, Depression, Sucht, Suizidalität usw.

Der Burnout-Prozess

Zwischen 3 und 30 Monaten kann der Prozess des Burnout-Syndrom bis zur Vollausprägung andauern. Wann die Erschöpfung sich zum "Zustand der totalen Erschöpfung" entwickelt hat, ist schwer festzustellen. Die Abwärtsspirale wird von den Betroffenen nicht bemerkt, denn auch die Zeichen sind nicht immer eindeutig und die Verdrängungs- und Verleugnungsmechanismen blockieren einen frühen Ausstieg aus dem Burnout-Prozess. Von Person ist der Verlauf des Burnout-Prozesses unterschiedlich und nicht alle Betroffenen durchlaufen alle Phasen. Viele verweilen bis zur Rente im Stadium der Stagnation bzw. der inneren Kündigung.

Lassen Sie es gar nicht erst so weit kommen. Lernen Sie Wege  und Möglichkeiten kennen, die Ihnen einen sicheren Schutzwall vor dem Burnout zur Verfügung stellen.

 

 










Uwe Hampel Systemisches Coaching Hannover: Health - Life - Business
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