Prüfungsangst? Mein Coaching hilft auch Ihnen

Als Prüfungsangst bezeichnet man die Angst, die Betroffene vor der Bewertung der persönlichen Leistungsfähigkeit haben, die durch Prüfungssituationen oder Situationen, die man als Prüfungen erlebt, ausgelöst wird. Prüfungsangst kann Betroffene daran hindern, ihr Wissen bei einer Prüfung unter Beweis zu stellen. Man befürchtet, das Geforderte nicht leisten zu können, wodurch Stress entsteht, der wiederum das Denken zusätzlich einschränkt. Möglicherweise entsteht ein Kreislauf, der eine Eigendynamik bekommt: Die Angst vor der Angst beginnt.

Ein Angst-Niveau, das dazu beiträgt, sich gut vorzubereiten, ist durchaus hilfreich. Dreht sich allerdings alles nur noch um die befürchtete Prüfung und die Angst vor der Angst so stark wird, dass Prüfungstermine abgesagt werden oder die Prüfungsvorbereitung durch die Angst bereits so stark beeinträchtigt ist, dass nicht mehr vernünftig gelernt werden kann, ist der kritische Punkt überschritten.

Zugeordnet wird die Prüfungsangst als eine Sonderform der sozialen Bewertungsangst (sozialen Phobie). Prüfungsangst tritt bei Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten oder Lernbehinderungen häufiger auf, als bei Personen ohne solche Probleme.

Prüfungsangst wird nur in Sonderfällen als Krankheit eingestuft.

Auch Prüfer können gelegentlich, etwa bei Hochschulprüfungen, der Prüfungsangst ähnlichen (allerdings nicht durch Sanktionen bedrohten und weniger manifesten) Spannungen ausgesetzt sein. Möglicherweise etwa aus Prüfungsunerfahrenheit oder wenn sie bei der Überprüfung von Kollegen beteiligt sind.

Prüfungsangst wird aber auch gerne herangezogen, um unzureichende Leistungen zu entschuldigen oder zu erklären. Diesen „Trick“ erlauben sich nicht nur die Prüflinge selbst, sondern auch ihnen nahestehenden Personen, vorzugsweise die Eltern der Prüflinge.

Erstmals im Alter von 8 bis 11 Jahren kann sich Prüfungsangst entwickeln. Als Ursache werden oftmals schlechte schulische oder sportliche Leistungen gesehen, die das Selbstwertgefühl des Kindes schwächt.

Als krankhaft wird Prüfungsangst betrachtet, wenn sie eine erhebliche Beeinträchtigung des Patienten darstellt und Probleme in seinem sozialen Umfeld mit sich bringt. Auch wenn die normale Entwicklung eines Kindes beeinträchtigt wird, wird Prüfungsangst als krankhaft eingestuft.

Im ICD- Code bildet sich Prüfungsangst nicht exakt ab.

In den USA wird Prüfungsangst, sofern diese Einschränkung nachgewiesen und dokumentiert wird, über den „Americans with Disabilities Act“ als Behinderung anerkannt. Für Betroffene werden besondere Prüfungsabläufe angeboten, dazu muss ein entsprechender Antrag mindestens 30 Tage vor Prüfungsbeginn eingereicht werden. Prüfungsangst wird allerdings nicht von vornherein als entsprechende Behinderung im Sinne des Gesetzes anerkannt.

Prüfungsangst kann auch die Leistung steigern

Ein gewisses Maß an Prüfungsangst kann durchaus hilfreich sein. Sie kann die Prozesse begünstigen, die für eine Prüfung hilfreich sind, da das dadurch erhöhte Erregungsniveau zu einer Steigerung von Aufmerksamkeit und Konzentration führt. Zusätzlich kann eine leichte Prüfungsangst die Motivation zum Lernen erhöhen und Energiereserven mobilisieren.

Nicht die Dinge an sich beunruhigen die Menschen,
sondern ihre Vorstellungen von den Dingen.

Menschliches Empfinden (Gefühle) und menschliches Verhalten werden zum größten Teil durch unbewusste Prozesse gesteuert. Allein die Vorstellung einer bestimmten zukünftigen Situation kann einen Prozess auslösen, der Menschen in einen einschränkenden Zustand führt. Diesen Zustand, den sie dann als Gefühl von Angst beschreiben, kann durchaus auch körperliche Reaktionen erzeugen, wie z.B. Herzrasen, Schwitzen, Atemnot etc. .

Wie Prüfungsangst entstehen kann

Eine Situation in der Kindheit, die als ängstlich empfunden wurde (vielleicht ein prüfender Blick des Lehrers oder einer, als autoritär empfundenen Person), kann sich als generalisiertes Programm sehr schnell manifestieren.

Bereits die reine Vorstellung einer bevorstehenden Prüfungssituation, kann dieses „Programm“ im späteren Leben jederzeit wieder ablaufen lassen. Möglicherweise werden zusätzliche einschränkende Glaubensätze (die Prüfer machen mich fertig), als Erklärungsversuche für die Prüfungsangst hinzugeführt und die Angststrategie dadurch weiter manifestiert.

Glaubenssätze haben nichts mit Wahrheit zu tun.
Glaubenssätze haben mit Glauben zu tun.
Sie sind Leitfäden für unser Empfinden und Verhalten.